Ausreiten statt Mathe lernen

Betriebspraktikum an der Bertha-von-Suttner-Realschule

Betzdorf. Als Vermessungstechniker, Tierarzthelferin, Physiotherapeutin oder als Forstwirt: Die Neuntklässler der Betzdorfer Bertha-von-Suttner-Realschule tauschten jetzt ihre angestammten Plätze im Klassenraum gegen eine Stelle im Berufsleben. Zwei Wochen lang schnupperten die Realschüler die Luft der Arbeitswelt – im Falle Pferdewirtin Landluft, für den Bierbrauer eher eine süffige Luft. Manche stöhnten im Rückblick angesichts von 10-Stunden-Arbeitstagen, andere waren hellauf begeistert und würden die Schulbank am liebsten sofort hinter sich lassen. Gestern berichteten die Schüler über ihre Praktika.

Das war vor allem für die Achtklässler ganz spannend, schließlich sind sie im nächsten Jahr mit ihrem Betriebspraktikum dran. Und so war das Foyer der »Bertha« eine kleine Info-Börse: In fünf verschiedene Berufsfelder untergliedert, stellten die Neuntklässler ihre Erfahrungen anhand von Collagen und Werkstücken vor. Außerdem ließen sie sich bereitwillig mit Fragen löchern.

Als Pferdewirtin auf dem Raabenhof

Viel zu erzählen hatte beispielsweise Katrin Isenböck. Sie hat ihr Praktikum beim Schäfer-Shop in Betzdorf absolviert, und zwar als Mediengestalterin. So hat sie beispielsweise beim Erstellen von Produktkatalogen mitgewirkt. »Das war so, wie ich mir die Arbeit vorgestellt habe: Nachdem ich das Computerprogramm verstanden hatte, konnte ich richtig kreativ arbeiten.« Melanie Bender aus Brachbach will ihr Hobby zum Beruf machen und hat sich deshalb eine ungewöhnliche Praktikumsstelle ausgesucht: den Raabenhof in Wallmenroth. Dort hat sie als Pferdewirtin gearbeitet. Ihr Tag begann schon um 5.30 Uhr: Da standen nämlich die Pferde im Stall für den ersten Ausritt des Tages bereit. Stall ausmisten, Pferde füttern und einem kranken Pferd Sauerkraut-Umschläge anlegen: Melanie Bender hatte genug zu tun. »Das ist mein Wunschberuf«, ist sie sich jetzt sicher.

Positives Feedback aus den Betrieben

Durchaus möglich, dass es mit der Lehrstelle klappt. Lehrer Kurt Todt berichtete nämlich, dass viele Betriebe die »Bertha«-Praktika im eigenen Interesse nutzen, um potenzielle Azubis nicht nur im Vorstellungsgespräch, sondern auch am Arbeitsplatz kennen zu lernen. »Die Firmen treten an unsere Schule heran, um Plätze anzubieten. Diesmal hatten wir sogar einen Angebots-Überhang.« Von den 73 Betrieben, in denen die Schüler zwei Wochen mithalfen, kam ein sehr positives Feedback, berichtete Todt. »Manche Firmen haben den Praktikanten gesagt, dass sie sich bei ihnen bewerben sollen«, sagte Todt. Für die Schüler, die mit ihrem Praktikum im Traumberuf gelandet sind, sicher eine tolle Perspektive.

damo

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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