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Mickrige 19 Anmeldungen
Bertha-von-Suttner-Realschule plus in Betzdorf vor Existenzfrage

Über der Bertha-von-Suttner-Realschule plus in Betzdorf hängt nun endgültig das Damoklesschwert. Ob es die Politik nun erneut bei eher halbherzigen Diskussionen belässt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
  • Über der Bertha-von-Suttner-Realschule plus in Betzdorf hängt nun endgültig das Damoklesschwert. Ob es die Politik nun erneut bei eher halbherzigen Diskussionen belässt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

thor Kreis Altenkirchen. Es ist eine traurige Konstanz: Seit einigen Jahren gehört es zu den sichersten Wetten überhaupt, bei den Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen im AK-Kreis auf die Bertha-von-Suttner-Realschule plus in Betzdorf als große Verliererin zu setzen. März für März denkt man dann, dass eigentlich der Tiefpunkt erreicht sein muss – nur um zwölf Monaten später eines Besseren, in diesem Fall Schlechteren, belehrt zu werden.

Nur 19 Anmeldunge

thor Kreis Altenkirchen. Es ist eine traurige Konstanz: Seit einigen Jahren gehört es zu den sichersten Wetten überhaupt, bei den Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen im AK-Kreis auf die Bertha-von-Suttner-Realschule plus in Betzdorf als große Verliererin zu setzen. März für März denkt man dann, dass eigentlich der Tiefpunkt erreicht sein muss – nur um zwölf Monaten später eines Besseren, in diesem Fall Schlechteren, belehrt zu werden.

Nur 19 Anmeldungen an der Bertha-von-Suttner-Realschule plus Betzdorf

Auch die neuesten Zahlen ändern daran nichts: Für das Schuljahr 2021/22 liegen nach Angaben der Kreisverwaltung Altenkirchen gerade mal 19 Anmeldungen – selbst mit einigen Nachzüglern bedeutet das Einzügigkeit in der Klassenstufe 5. Schon im laufenden Schuljahr wurde mit 27 Schülern nur mit Ach und Krach die Zweizügigkeit erreicht.
Einmal mehr werden nun die Diskussionen über die „Bertha“ Fahrt aufnehmen, denn unweigerlich steuert die Realschule plus auf einen Abgrund zu. Damit sind die Mindestvoraussetzungen gemeint, die das Land für diese Schulform gesetzt hat. Dazu gehört z. B., dass mindestens 181 Schüler unterrichtet werden. Derzeit sind es an der Betzdorfer Realschule plus noch 259 – in den höheren Klassen gibt es noch stärkere Jahrgänge. Aber schon mit Beginn des Schuljahres 2022/23 könnte diese Messzahl unterschritten sein, wenn der Trend anhält.

Run auf die Realschule plus in Gebhardshain

Doch da bekanntlich Freud und Leid untrennbar miteinander verbunden sind, gibt es seit Jahren noch einen anderen Trend in der Region: den Run auf die Realschule plus in Gebhardshain. Die Westerwaldschule kann auch im neuen Schuljahr wieder mit einer Fünfzügigkeit planen: 103 Anmeldungen für die Klasse bedeuten in der Summe zwar etwas weniger als im Vorjahr, doch dieses „Minus“ wird Schulleiter Ralph Meutsch locker verkraften können. Letztlich bleibt es dabei: Die Kluft zwischen den beiden Realschulen plus in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain wird immer größer.
Wacker hält sich auch die Hermann-Gmeiner-Realschule plus in Daaden angesichts starker Konkurrenz in der Nachbarschaft: 54 Kinder wurden angemeldet, was eine Dreizügigkeit möglich macht – bei einer fast optimalen Lerngröße der einzelnen Klassen. Doch auch die Daadener müssen etwas aufpassen, zeigt der Langzeit-Trend doch ebenfalls nach unten.

Vierzügigkeit an der Realschule plus in Wissen

Mit vier 5. Klassen startet die Realschule plus in Wissen ins Schuljahr 2021/22. Die Eltern von 77 Kindern entschieden sich für diesen Standort, sieben mehr als vor einem Jahr. Sieger unter den Realschulen plus ist freilich die in Altenkirchen mit 107 Anmeldungen.
Bei den drei Gymnasien im Landkreis belegt das „Freiherr-vom-Stein“ den Spitzenplatz. Wie von der SZ bereits berichtet, freut man sich am Struthof über 117 Neuzugänge nach den Sommerferien in der Jahrgangsstufe 5. Das ist ein deutlicher Abstand zu den Gymnasien in Wissen (103) und Altenkirchen (101).
Zuvor hatte die IGS Betzdorf/Kirchen eine Rekordzahl an Anmeldungen für ihre 112 Plätze verzeichnet – was in der Konsequenz ebenso zu einem Rekord an Absagen führte. Und eines steht beim Blick auf die Zahlen auch fest: Die Schüler, die an der IGS kein Glück hatten, wählten nicht die „Bertha“ als Alternative.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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