Wehren waren 24 Stunden im Einsatz
Brand in Spänesilo

Rund 24 Stunden waren die Feuerwehren im Spänesilo des Fertighaus-Herstellers Davinci Haus in Elben im Einsatz. Insbesondere das Räumen des Silos zog sich in die Länge.
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  • Rund 24 Stunden waren die Feuerwehren im Spänesilo des Fertighaus-Herstellers Davinci Haus in Elben im Einsatz. Insbesondere das Räumen des Silos zog sich in die Länge.
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sz Elben. Ein langwieriger Einsatz liegt hinter den Feuerwehr-Kameraden aus der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain: Die Brandbekämpfung in einem Spänebunker bei Davinci Haus in Elben hat sich 24 Stunden lang hingezogen. Das geht aus einem Einsatzbericht der Feuerwehr hervor.

Zunächst waren die Feuerwehren aus Steinebach und Kausen am Montag gegen 10.30 Uhr zu einem Schwelbrand in den holzverarbeitenden Betrieb alarmiert worden. Bereits nach der ersten Erkundung zeigte sich, dass der Einsatz deutlich mehr Kräfte binden würde, als die beiden Löschzüge stellen können. So wurden zunächst die Wehren aus Dauersberg und Betzdorf hinzualarmiert.

Vor Ort sahen sich die Wehrleute mit einer anspruchsvollen Ausgangslage konfrontiert: In einem zum großen Teil mit Sägespänen gefüllten Turm mit einer Fläche von 10 mal 8 Metern war es zu einem Vollbrand der obersten Späneschicht gekommen.

Um den Brand zu bekämpfen, wurden zwei Atemschutztrupps über eine außen anliegende Steigtreppe eingesetzt; zur Brandbekämpfung diente ihnen ein Schaumrohr. Allerdings mussten die Einsatzkräfte laut Pressemitteilung vorsichtig zu Werke gehen – zum einen wegen der beengten Verhältnisse, zum anderen wegen der Gefahr einer Staubexplosion. Nach und nach gelang es den Trupps, das eigentliche Feuer mit einem massiven Schaumeinsatz unter Kontrolle zu bekommen.

Bei den anschließenden Nachkontrollen mithilfe von Wärmebildkameras wurden allerdings immer wieder große und schwer zu erreichende Glutnester im Silo festgestellt. Weil dadurch die Gefahr bestand, dass ein Feuer angrenzende Werkgebäude erreichen könnte, entschied sich die Einsatzleitung, den Bunker komplett zu räumen.

Hierfür wurden ca. 60 Atemschutzgeräteträger aus den oben genannten Einheiten sowie aus Elkenroth, Rosenheim, Scheuerfeld, Wallmenroth und Weitefeld eingesetzt. Das in entsprechend großen Mengen benötigte Atemschutzequipment stellte der Gerätewagen-Atemschutz mit Kräften der Feuerwehr Wissen zur Verfügung.

„Diese Arbeiten gingen allerdings sehr schleppend voran und stellten sich als äußerst mühsam heraus, sodass man parallel ein spezielles Saugfahrzeug aus Neuwied an die Einsatzstelle beorderte“, teilt die Feuerwehr in ihrem Schreiben an die Redaktion weiter mit. „Mit diesem Fahrzeug gelang es wesentlich besser, die großen Mengen Sägemehl aus dem Silo zu transportieren.“

Dennoch waren die Einsatzkräfte im Wechsel bis zum Dienstagvormittag vor Ort gebunden, um eine Brandwache zu stellen und den Einsatzbereich großflächig auszuleuchten.

Die letzten Einsatzkräfte der Wehren aus Steinebach und Betzdorf waren am Dienstag in der Mittagszeit noch vollends mit der Reinigung und Bestückung von Einsatzmaterialien beschäftigt und somit über 24 Stunden im Einsatz.

Zusätzlich zu den Feuerwehren waren noch der DRK-Ortsverband zur Absicherung und Verpflegung der Helfer sowie ein Dachdeckerunternehmen mit einem Kranfahrzeug im Einsatz.

Das Unternehmen teilte auf Anfrage der SZ mit, dass die Produktion wie gewohnt weiterlaufen kann. Und dank der „hervorragenden Arbeit der Feuerwehren“ sei auch kein hoher Schaden entstanden.

Rund 24 Stunden waren die Feuerwehren im Spänesilo des Fertighaus-Herstellers Davinci Haus in Elben im Einsatz. Insbesondere das Räumen des Silos zog sich in die Länge.
24 Stunden lang band der Brand in Elben die Kräfte.
Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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