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Unterricht mit der Spraydose im Gymnasium
Bunte Graffiti-Noten für den Musiksaal

Vor dem neuen Werk: Der Leistungskurs Kunst der MSS 12 bekam von Kai „Semor“ Niederhausen Einblicke in die Graffiti-Kunst – und der Musiksaal eine gänzlich neue Optik.  Foto: rai
  • Vor dem neuen Werk: Der Leistungskurs Kunst der MSS 12 bekam von Kai „Semor“ Niederhausen Einblicke in die Graffiti-Kunst – und der Musiksaal eine gänzlich neue Optik. Foto: rai
  • hochgeladen von Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter)

rai Betzdorf/Kirchen. Klackern ist aus dem Musiksaal zu hören. Dann ein typisches Sprühgeräusch – und wieder Klackern. Das hatte durchaus etwas mit Musik zu tun, obwohl es um eine andere Form der Kunst ging: Der Leistungskurs Kunst am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen hat dem Musiksaal ein helles und buntes Aussehen verpasst – im Graffiti-Stil.

„Das sieht viel besser aus“: Zwei Schülerinnen brachten mit Sprühdosen am Freitag  Buchstaben an die Wand. Sie meinten, dass es mehr hermacht, über die Schablone hinaus zu sprühen, statt nur die Buchstaben selbst. Und ja, es hatte eine ganz andere Wirkung. An einer Wand wurden die letzten Feinheiten der Silhouette des Sängers Jungkook der K-Pop-Band „BTS“ herausgearbeitet.

Das zentrale und flächige Motiv: „Music“.

rai Betzdorf/Kirchen. Klackern ist aus dem Musiksaal zu hören. Dann ein typisches Sprühgeräusch – und wieder Klackern. Das hatte durchaus etwas mit Musik zu tun, obwohl es um eine andere Form der Kunst ging: Der Leistungskurs Kunst am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen hat dem Musiksaal ein helles und buntes Aussehen verpasst – im Graffiti-Stil.

„Das sieht viel besser aus“: Zwei Schülerinnen brachten mit Sprühdosen am Freitag  Buchstaben an die Wand. Sie meinten, dass es mehr hermacht, über die Schablone hinaus zu sprühen, statt nur die Buchstaben selbst. Und ja, es hatte eine ganz andere Wirkung. An einer Wand wurden die letzten Feinheiten der Silhouette des Sängers Jungkook der K-Pop-Band „BTS“ herausgearbeitet.

Das zentrale und flächige Motiv: „Music“. Das „i“ ist die Silhouette von Queen-Sänger Freddy Mercury. Statt dem Mikroständer hält er hier eine Spraydose nach oben. Das haben die zehn Schülerinnen und ein Schüler des Leistungskurses Kunst der MSS12 bei dem Workshop mit Graffiti-Künstler Kai „Semor“ Niederhausen kreiert.

„Das hat eine ganz andere Atmosphäre, mit dem modernen Design und der frischen Farbe“, freute sich Musiklehrerin Annette Uebe. Und ihre Musikkollegin Monika Gross meinte: „Das ist fantastisch, wie Musik, lebendig und dynamisch.“ In Grautönen gehalten waren die bislang abgebildeten großen Komponisten. Diese waren dann teils hinter einer Schallschutzwand verschwunden.

„Es drängte sich förmlich auf, hier etwas zu machen“, sagte Kunstlehrer Kai-Uwe Körner. Er hatte das Projekt bei einer Ausschreibung der Landesregierung Rheinland-Pfalz eingereicht. Diese hatte unter der Überschrift „Jedem Kind seine Kunst!“ Kulturschaffenden die Möglichkeit geboten, Projekte aus dem Bereich der kulturellen Bildung mit Jugendlichen zu gestalten.

Nun gab Graffiti-Künstler Kai „Semor“ Niederhausen den zweitägigen Workshop. Gebürtig aus Hamm (Sieg) lebt er heute in Köln. Mit Körner hatte er bereits ein Kunstprojekt gemacht.

Der 38-Jährige erzählte den Schülern von Graffiti, der Geschichte und Entwicklung. Er brachte näher, wie man mit einer Sprühdose Kunst macht. Wie diese im Musiksaal aussehen könnte, das überlegte man gemeinsam – und setzte es mit den Sprühdosen bunt und mit 3D-Effekt um.

Es sei ein gute Dynamik in der Gruppe entstanden, so Körner – und schöne Reaktionen gab es gestern schon. Aufgefallen sei dem Kurs, dass der Kunstsaal weiße Wände hat, schmunzelte Körner: „Es wäre schön, dort eine Fortsetzung zu machen.“

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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