Diskussion über Umverteilung von Kindergartenplätzen
CDU will Kita Bruche erhalten

Für den Erhalt des Kindergartenstandortes Bruche setzt sich die  CDU-Stadtratsfraktion ein.
  • Für den Erhalt des Kindergartenstandortes Bruche setzt sich die CDU-Stadtratsfraktion ein.
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  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

sz Bruche. Die CDU-Stadtratsfraktion setze sich uneingeschränkt für den Erhalt des Kindergartenstandortes Bruche ein, so geht aus einem Schreiben der Christdemokraten an die Redaktion hervor. Es müsse auch in Zukunft möglich sein, dass Kinder aus Bruche und den angrenzenden Regionen wohnortnah ihre Kindertagesstätte (Kita) besuchen könnten, wird Fraktionssprecher Werner Hollmann zitiert.
In der im Dezember ausgefallenen Stadtratssitzung habe darüber entschieden werden sollen, ob die Stadt das Gebäude der jetzigen Kita in der Johannes-Krell-Straße kauft. Die aufwendige Sanierung von zwei Gruppenräumen, in denen Schimmelbefall nachgewiesen worden sei, habe die Pfarrei Bruche veranlasst, das Haus der Stadt zum Kauf anzubieten.
Die kirchliche Trägergesellschaft sei bereit, die Kita weiterzuführen. Vom Bistum sollte zu den Sanierungskosten ein Zuschuss von 35 Prozent gezahlt werden.

Weitere Anfahrtswege für Eltern

Die jetzige Diskussion über die Umverteilung von Kindergartenplätzen auf die noch im Umbau befindliche Kita in der Schützenstraße und den Kindergarten in der Martin-Luther-Straße, mit einer Schließung des Standorts Bruche, habe die Fraktion veranlasst, sich öffentlich für eine Kita in Bruche auszusprechen, heißt es weiter.
Bisher nutzten das „Haus Nazareth“ fast ausschließlich Kinder aus der näheren Umgebung. Würde man den Standort schließen und die Kinder auf andere Einrichtungen verteilen, müssten die Eltern weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen. Auch wenn nach der derzeitigen Rechtsprechung Wege von bis zu 5 Kilometern zumutbar seien, halte die CDU es für eine zu große Belastung, die den Eltern hier aufgebürdet werden soll. Aus ökologischer Sicht mache es auch keinen Sinn. „Ein Bustransfer erscheint uns aufgrund des Alters der Kinder nicht möglich. Es würde also dazu kommen, dass viele Eltern ihre Kinder täglich von Bruche über die Simagbrücke und durch die Innenstadt fahren müssten.“

Kurze Beine, kurze Wege

Für Berufstätige, die ein Auto zur Verfügung hätten, sei das beim morgendlichen Verkehrsaufkommen in Betzdorf eine Herausforderung. Unzumutbar sei der Weg zu Fuß für Menschen ohne Auto. Sprecher Hollmann: „Es galt einmal der Grundsatz: kurze Beine, kurze Wege. Warum will man jetzt davon abgehen? Wir wollen, so betonten es bisher alle Parteien des Stadtrats, die Innenstadt vom Pkw-Verkehr entlasten. Der tägliche Pendelverkehr zur und von der Kita würde aber das Gegenteil bewirken.“
Es sei seit Langem bekannt, dass die Simagbrücke in absehbarer Zeit neu gebaut werden muss. Wie solle dann der Verkehr fließen? Die Stadt plane ferner ein Neubaugebiet am Scheuerberg in Bruche. Dort werden sich nach Auffassung der CDU besonders junge Familien mit Kindern ihr Eigenheim bauen. Die Planungen zum Baugebiet und zur Schließung des Kindergartens würden synchron betrieben.

Nahegelegene Kita attraktiv für junge Familien

Nach Auffassung der CDU passt das nicht zusammen. Eine nahegelegene Kita sei attraktiv für junge Familien. Die Mitarbeiterschaft der Einrichtung in Bruche leistete seit Jahren gute Arbeit. Ob bei einer möglichen Verteilung auf weiter entfernte Kitas das Fachpersonal erhalten bleibe, sei ungewiss, was angesichts des herrschenden Fachkräftemangels einen großen Verlust bedeute.
Die Eltern hätten sich für eine Sanierung der vom Schimmel betroffenen Gruppenräume ausgesprochen, so die CDU abschließend. Die CDU-Stadtratsfraktion habe die Verwaltung gebeten, zu prüfen, ob ein Erwerb in Erbpacht in Frage käme, sollte der Gebäudekauf von der Kirchengemeinde zu teuer sein.
Schließlich weist die CDU auf die bevorstehende Richtlinien-Änderung für Kitas ab 1. Juli 2021 hin. Sollte es auf noch höhere Kosten hinauslaufen, solle geprüft werden, ob im Kloster Bruche oder auf dem Gelände Alternativen geschaffen werden könnten.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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