Chor, Orchester und Solisten harmonierten

Betzdorfer Kirchengemeinde St. Ignatius lauschte der Paukenmesse von Haydn

sz Betzdorf. Alles passte am Weihnachtstag in der kath. Kirchengemeinde St. Ignatius. Der Schnee kam wie gerufen, oder doch nicht? Nein, trotz Wintereinbruchs gelangte auch Bass Ulrich Schütte, altbekannter musikalischer Gast, rechtzeitig zum Weihnachtskonzert in die St.-Ignatius-Kirche. Und so gab es zur lang erhofften Winterstimmung draußen im Inneren des Gotteshauses großartige Musik ohne Verzögerung und in vollständiger Besetzung. Als Solisten sangen des weiteren Adreana Kraschewski (Sopran), Silke Hartstang (Alt) und Philipp Schneider (Tenor).

Mit vereinter Stimmkraft verstärkte der Kirchenchor Cäcilia unter Leitung von Luis Perathoner das beeindruckende Hörerlebnis. Das Orchester »Camerata Instrumentale« aus Siegen war ebenfalls siegabwärts gezogen, um der »Misse in Tempore Belli«, der »Paukenmesse« von Haydn, an diesem Morgen ihre wohlklingenden Instrumentalstimmen zu leihen. An der Orgel spielte kompetent wie immer Franz-Josef Fassbender.

Mit dem »Kyrie eleison« und dem »Gloria« wurden die Besucher sofort auf die Wucht der Komposition eingestimmt. Die Paukenmesse ist ein Werk, dass zwischen feierlicher Besinnlichkeit und hohem Tempo, zwischen den leisen und den lautstarken, freudigen Stimmen und Tönen balanciert. Ensemble, Chor und Solisten verstanden es perfekt, diese berauschende Stimmung umzusetzen. So setzten die vier Solisten zu Beginn gemeinsam ein und ergänzten mit nuancierten Klangfarben. Schon hier überzeugte auch der Chor und hielt sein Niveau über die vielfältigen Passagen der Komposition hinweg.

Das fordernd vorzutragende »Dona nobis pacem« - »Gib uns Frieden« - erläuterte Pastor Georg Koch mit der Entstehungsgeschichte der Messe. Schließlich habe, als Haydn sie schrieb, Deutschland im Krieg mit Frankreich gelegen, und der Wunsch nach Frieden rückt gerade zu Weihnachten stark in das Bewusstsein der Völker. Immer wurde der Gesang von wunderschönen Violinen und Blasinstrumenten getragen. Dort, wo es besonders kraftvolle Einschübe gab, durfte die Pauke niemals fehlen. Über »Qui tollis«, »Credo in unum Deum«, »Sanctus« und den anderen Zwischenpassagen, jede ein abgerundetes Klangerlebnis für sich, wurden im abschließenden »Agnus Dei« noch einmal die Frauen- und Männerstimmen der Solisten einzeln betont, um endlich wieder im Zusammenklang das Werk zu beschließen. Der Kirchenchor bot dann noch das »Halleluja« aus dem »Messias« von Händel.

Das Konzert zeigte erneut, dass fruchtbare musikalische Kontakte in Betzdorf gepflegt werden. Auch die Chorprobe seit April dieses Jahres hat sich, da waren sich alle einig, hörbar gelohnt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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