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Ob Gymnasium oder Grundschule
Corona-Tests sind ein "Erfolgsmodell"

Auch im Kreis Altenkirchen dürfen Schülerinnen und Schüler nur am Unterricht teilnehmen, wenn sie zwei Mal pro Woche einen Corona-Selbsttest absolvieren. Die SZ hat bei zwei Schulen nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen gefragt.
  • Auch im Kreis Altenkirchen dürfen Schülerinnen und Schüler nur am Unterricht teilnehmen, wenn sie zwei Mal pro Woche einen Corona-Selbsttest absolvieren. Die SZ hat bei zwei Schulen nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen gefragt.
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nb Betzdorf/Weitefeld. Neben Englisch, Chemie oder Erdkunde steht am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium jeweils montags und mittwochs noch etwas auf dem Stundenplan: die Corona-Selbsttests. Denn seit einigen Wochen heißt es schließlich auch in den Schulen im AK-Land: Stäbchen raus, Test! Die SZ hat jetzt exemplarisch bei zwei Schulen nachgefragt, wie es denn so läuft mit der Zusatzaufgabe für Schüler und Pauker.

Wie das Lernen von Vokabeln oder Formeln ist das Prozedere inzwischen zur schulischen Alltagsroutine geworden – das sagt Joachim Langhauser, kommissarischer Leiter des Gymnasiums, als er per Telefoninterview eine erste Bilanz zieht.

Es gebe eine ganz hohe Akzeptanz für die Testungen, so Langhauser, der auch mit einer Zahl aufwarten kann: Die Testquote liegt bei 93 Prozent.

nb Betzdorf/Weitefeld. Neben Englisch, Chemie oder Erdkunde steht am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium jeweils montags und mittwochs noch etwas auf dem Stundenplan: die Corona-Selbsttests. Denn seit einigen Wochen heißt es schließlich auch in den Schulen im AK-Land: Stäbchen raus, Test! Die SZ hat jetzt exemplarisch bei zwei Schulen nachgefragt, wie es denn so läuft mit der Zusatzaufgabe für Schüler und Pauker.

Wie das Lernen von Vokabeln oder Formeln ist das Prozedere inzwischen zur schulischen Alltagsroutine geworden – das sagt Joachim Langhauser, kommissarischer Leiter des Gymnasiums, als er per Telefoninterview eine erste Bilanz zieht.

Es gebe eine ganz hohe Akzeptanz für die Testungen, so Langhauser, der auch mit einer Zahl aufwarten kann: Die Testquote liegt bei 93 Prozent. Die akribische Vorbereitung, sie habe sich ausgezahlt.
Denn klar, ganz ohne etwas Aufregung und Unsicherheit – ob auf Seiten der Lehrer oder der Kinder und Jugendlichen – lief es am Anfang natürlich nicht. Den Lehrern half dabei die ausführliche Schulung rund um Stäbchen und Streifen (die SZ berichtete) und umgekehrt nahmen sie sich sehr viel Zeit für die Schüler, als es losging mit den Tests.

Mehr als 3000 Corona-Tests

Inzwischen liegen weit mehr als 3000 Tests hinter der Schulgemeinschaft, ein positiver war noch nicht darunter, aber auch auf diesen Fall ist man vorbereitet.

"Die Kinder gehen
total klasse damit um."

Yvonne Zimmermann
Leiterin GS Weitefeld

„Wir können von einem Erfolgsmodell sprechen“, fasst der kommissarische Schulleiter, der die organisatorische Arbeit von Lehrer Carsten Poppe lobt, zusammen.
Durch die Testungen ziehe Ruhe in den Schulalltag ein, unterstreicht Langhauser: „Sie verschaffen Sicherheit.“

Der Begriff „Routine“ fällt auch beim Gespräch mit Yvonne Zimmermann, Leiterin der Grundschule in Weitefeld. Wenn sie auch angesichts der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen nicht von „Alltag“ in der Schule sprechen will.

Schrittweise ans Testen herangeführt

Die Junior-Weitefelder wurden behutsam und schrittweise an das Testen herangeführt, wobei die Schule tatkräftig vom DRK und von Eltern unterstützt wurde. Der „Test-Dreisatz“ für die Mädchen und Jungen: In der ersten Woche ging es – selbstverständlich gemeinsam mit einem erwachsenen Helfer – jeweils einzeln in einen Raum. Die zweite und dritte Woche dann mit je zwei Kindern, und schließlich ging es an das Testen im Klassenverband.

Doch das Grundschulteam hat nicht nur auf dieses schrittweise Heranführen gesetzt. Auf besonders sensible Kinder wurde und wird besonders geachtet – und für alle gilt: Alles wurde altersgemäß erklärt und alles läuft unaufgeregt, und ja, eben routiniert.

Keine Panik, keine Tränen: „Die Kinder gehen total klasse damit um“, so Yvonne Zimmermann.
Auch hier fühlt man sich gut gewappnet, falls doch einmal ein positives Testergebnis vorliegen sollte. Behutsamkeit und Unaufgeregtheit sind dabei einmal mehr die Stichworte und ohnehin gelte, dass Lehrer entsprechend pädagogisch geschult seien.

Corona-Tests beeinträchtigen Unterrichtszeit kaum

Und bei einem mehr praktischen Punkt kann die Schulleiterin ebenfalls beruhigen: Viel von der Unterrichtszeit gehe durch die Tests nicht flöten. Die Grundschule Weitefeld praktiziert einen „offenen Anfang“ und innerhalb dieser Zeit werden die Test gemacht, die ohnehin mittlerweile innerhalb von Minuten klappen würden.

Zusätzlich zu den Tests gilt es nach wie vor, Abstand zu halten. Zudem tragen die Lüftungsgeräte (die SZ berichtete) zur Entspannung bei. Und so bilanziert Yvonne Zimmermann: „Wir fühlen uns sicher hier.“

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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