Feuerwehr Betzdorf im Einsatz
Das Wasser hat sich seinen Weg gesucht

Als der Wasserstand der Sieg schon wieder gefallen war, mussten die Betzdorfer Wehrleute in der Kolonie dann doch Pumpen und Sandsäcke einsetzen: In die beiden neuen Bürogebäude war Wasser eingedrungen.  Fotos: rai
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  • Als der Wasserstand der Sieg schon wieder gefallen war, mussten die Betzdorfer Wehrleute in der Kolonie dann doch Pumpen und Sandsäcke einsetzen: In die beiden neuen Bürogebäude war Wasser eingedrungen. Fotos: rai
  • hochgeladen von Daniel Montanus (Redakteur)

rai Betzdorf. Der Scheitelpunkt des Pegels der Sieg war überschritten, als die Betzdorfer Feuerwehr am Samstag doch noch ausrücken musste. Ursächlich das Hochwasser, Ziel die „Kol’nie“.

In einem eigens geschaffenem Retentionsraum hatte sich hochgedrücktes Wasser den Weg in zwei Neubauten gesucht. Sandsäcke, Pumpen und Nasssauger schleppten die Wehrleute an.

An der Stelle, wo 2009 ein Lkw in ein leerstehendes Gebäude gekracht war, sind bekanntlich zwischenzeitlich zwei Bürogebäude errichtet worden; mit Blick auf die Nähe zur Sieg sind sie auf Stützen gebaut worden. Und Rückschlagklappen halten das Wasser zurück, bis die Sieg unter einen gewissen Pegel gesunken ist. „Das ist Retentionsraum“, erklärt Eigentümer Udo Piske.

Soweit die Theorie – denn in der Praxis offenbarten sich dann durchaus Probleme. Das Wasser ist über eine Hochwassertür eingedrungen. „Ein Rinnsal“, kommentierte Piske sein Handyvideo. Das Wasser machte sich im Kellergeschoss einen Zentimeter hoch breit. Im Aufzugschacht stand das Wasser aber einen halben bis einen Meter hoch. Der Beton sollte hochwasserdicht sein – aber: Am Aufzug sei er nicht ganz dicht, stellte Piske fest – und: „Die Hochwassertür ist auch mangelhaft.“

Aber er könne die Wehr ja nicht bitten, für einen authentischen Test Wasser aus der Sieg einen halben Meter hoch in den Retentionsraum zu pumpen, schmunzelte Piske.

Auf eine ähnliche Situation trafen die Einsatzkräfte in dem zweiten Gebäude. Vor die Aufzugschächte kamen Sandsackbarrieren, und auch hier wurden Pumpen eingesetzt.

Mit Nasssauger wollte man das flach, aber flächig stehende Wasser in den Räumen aufnehmen, so Wehrführer Niclas Brato. Zu diesem gewandt, sprach Piske gleich noch eine Einladung aus: „Da oben ist eine Dachterrasse, da machen wir mal eine Trockenübung.“

Als der Wasserstand der Sieg schon wieder gefallen war, mussten die Betzdorfer Wehrleute in der Kolonie dann doch Pumpen und Sandsäcke einsetzen: In die beiden neuen Bürogebäude war Wasser eingedrungen.  Fotos: rai
Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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