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Urteil vor dem Amtsgericht Betzdorf
Dem Cousin zwei Faustschläge verpasst

Der Angeklagte gab zu, seinem Vetter mit zwei Fausthieben zugesetzt zu haben. Vor dem Amtsgericht Betzdorf fiel jetzt ein Urteil.
  • Der Angeklagte gab zu, seinem Vetter mit zwei Fausthieben zugesetzt zu haben. Vor dem Amtsgericht Betzdorf fiel jetzt ein Urteil.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

dach Betzdorf/Niederschelderhütte. Zwei Fausthiebe und eine zu Bruch gegangene Heckscheibe: Das war das Szenario, mit dem sich jetzt Richter Tim Hartmann im Saal 512 des Betzdorfer Amtsgericht zu befassen hatte. Angeklagt war Simon S. (Name geändert), und zwar wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung.
Die Koblenzer Staatsanwaltschaft warf dem 34-jährigen Siegener vor, sich im November 2019 auf dem Parkplatz des Rewe-Markts in Niederschelderhütte reichlich daneben benommen zu haben. Dort habe er seinem Cousin eine verpasst, außerdem mit einer Bierflasche die Heckscheibe eines geparkten Autos zerstört, trug Staatsanwalt Kern vor. Die ganze Angelegenheit war mit einem Strafbefehl abgegolten worden, doch Simon S.

dach Betzdorf/Niederschelderhütte. Zwei Fausthiebe und eine zu Bruch gegangene Heckscheibe: Das war das Szenario, mit dem sich jetzt Richter Tim Hartmann im Saal 512 des Betzdorfer Amtsgericht zu befassen hatte. Angeklagt war Simon S. (Name geändert), und zwar wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung.
Die Koblenzer Staatsanwaltschaft warf dem 34-jährigen Siegener vor, sich im November 2019 auf dem Parkplatz des Rewe-Markts in Niederschelderhütte reichlich daneben benommen zu haben. Dort habe er seinem Cousin eine verpasst, außerdem mit einer Bierflasche die Heckscheibe eines geparkten Autos zerstört, trug Staatsanwalt Kern vor. Die ganze Angelegenheit war mit einem Strafbefehl abgegolten worden, doch Simon S. legte Einspruch ein, weil er mit der Version der Justiz nicht einverstanden war.
Und so fand er sich nun auf der Anklagebank wieder. Von dort aus gab er zu, seinem Vetter sogar mit zwei Fausthieben zugesetzt zu haben. Aber: Für den Glasschaden sei er nicht verantwortlich.

Cousins liegen sei Jahren im Clinch

Seinen Cousin habe er zufällig an der Kasse des Supermarkts getroffen. Es war aber offenbar alles andere als eine freundliche Begegnung. Denn seit Jahren liegen die beiden im Clinch, gehen sich aber so gut es geht aus dem Weg, wie der Angeklagte berichtete. Nur an diesem Tag habe ihn der Cousin „von der Seite angequatscht“. Und es dauert wohl nicht lange, da hat „einer den anderen beleidigt“.
Vor der Tür eskaliert das zufällige Aufeinandertreffen. Nach den beiden Schlägen habe sich der Cousin eine Flasche aus der Bierkiste geschnappt, die er gerade gekauft hatte. Er warf die Flasche aus kurzer Distanz auf Simon S., der aber ausweichen konnte. Die Bierflasche landete in der Heckscheibe, die zu Bruch gegangen sei. So lautete die Geschichte aus Sicht des Angeklagten.

Verurteilung vor dem Amtsgericht Betzdorf wegen Körperverletzung

Der Cousin hätte auch seinen Teil zur Wahrheitsfindung beitragen sollen, kam aber nicht zur Verhandlung. Was zur Folge hatte, dass dieser Teil der Anklage fallengelassen wurde. Vorläufig eingestellt, heißt das im Juristendeutsch.
Die Körperverletzung im Gewand der beiden Faustschläge waren aber da schon in der Welt, schließlich hatte Simon S. die gleich zu Beginn zugegeben. Einen weiteren Zeugen, der die hätten bestätigen können, gab es nicht mehr. Der ehemalige Schwager des Angeklagten, bei dem der Cousin eigentlich zu Besuch gewesen war, hatte lediglich aus seinem Küchenfenster gesehen, wie sich die Kontrahenten gegenüberstanden und sie sich gegenseitig schubsten. Um herbeizueilen machte er sich auf den Weg die Treppe hinunter. Als er vor Ort ankam, war bereits alles gelaufen.

Sowohl Staatsanwalt Kern als auch Verteidiger Heinrich Beckmann plädierten für eine Verurteilung des bis dato nicht vorbestraften Angeklagten wegen Körperverletzung – und auf eine Geldstrafe in Höhe von 45 Tagessätzen zu je 10 Euro. Dem schloss sich Richter Hartmann in seinem Urteil an.
„Mit tut leid, was passiert ist, wie es passiert ist“, hatte Simon S. zuvor in seinem letzten Wort geäußert. Staatsanwalt Kern hatte dem vorgegriffen, zu den familiären Streitigkeit gemeint: „Das ist kein Umgang.“

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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