Der Bauhof gerät in die Kritik

Rat Scheuerfeld: Anträge zum Straßenbau, zur Grünpflege, zu Spielplätzen und zu Lehnhoff

Scheuerfeld. Mehr als fünf Monate hatte der Ortsgemeinderat nicht getagt, wie FWG-Fraktionssprecher Günter Klein bemängelte. Dass da einiges liegen bleibt, liegt auf der Hand, und so musste sich der Rat am Mittwoch gleich mit vier Anträgen der Freien Wähler auseinandersetzen.

Thema Blumenkübel/Bauhof

So hatte die FWG in den Sommermonaten den „katastrophalen Zustand” der gemeindeeigenen Blumenkübel und Verkehrsinseln beklagt. „Man musste sich schämen”, meinte Klein und verwies darauf, dass Scheuerfeld mit verwelkten Blumen nicht gerade Werbung in eigener Sache betreibt. Sein Lösungsvorschlag: „Da der Bauhof offenbar nicht in der Lage ist, die Kübel zu pflegen, sollten wir Fremdangebote einholen.”

Das sahen die Sprecher der beiden anderen Fraktionen anders. Das eigentliche Problem sei der Bauhof. „Zu wenig Personal, zu alte Geräte oder zu viele Ausfälle – woran liegt es, dass der Bauhof immer wieder Probleme hat?” stellte CDU-Sprecher Bernd Stahl in den Raum: „Wir müssen das Problem lösen.” Da kenne er keine Tabus, betonte Stahl und dachte laut über eine Zusammenlegung mit dem Betzdorfer Bauhof nach. SPD-Ratsherr Reiner Hollmann forderte, dass die Bauhofmitarbeiter effizienter und vor allem kontrollierbarer arbeiten sollten und regte die Einführung von dokumentierenden Arbeitsplänen an. Weil die Diskussionen nicht abrissen, wurden sie jäh beendet. Der Beschluss: Das Thema wird in den Bauauschuss verwiesen. Ebenso lang diskutiert wurde das Thema „Prioritätenliste Straßenbau”. Der Vorschlag der FWG: langfristig eine Liste zu erstellen, in der alle Straßen aufgenommen werden sollen, die kurz- und mittelfristig saniert werden sollen, damit die Bürger sich schon im Vorfeld auf Anliegerbeiträge einstellen können. Diese Liste solle der Bauausschuss bei einem Ortstermin an den in Frage kommenden Straßen erstellen – und davon gibt es nach Meinung aller Fraktionen mehr als genug. Bis zu diesem Punkt stimmten sie alle überein.

Als aber CDU-Sprecher Bernd Stahl verkündete, 2001 zuerst die Mittelstraße und die K105 zu sanieren und dann anhand einer Liste vorzugehen, kam Olaf Paulsens Stunde. „Der Antrag ist abgekupfert”, hielt er – anfangs – der FWG vor, um sich dann auf die Christdemokraten einzuschießen: „Der stammt nämlich aus dem Jahr 1984, ist von René Dillmann unterzeichnet und von der CDU eingebracht!” Schallendes Gelächter aus Reihen von FWG und SPD, als Paulsen die CDU fragte: „Wo ist denn der Anfang eurer Prioritätenliste? Warum setzt ihr eure eigenen Anträge nicht um?” Der FWG-Antrag wurde anschließend einstimmig angenommen.

Thema Spielplatz-Sicherheit

Wenngleich der Sommer und damit die Spielplatzzeit vorbei ist, regte die FWG an, einen kostenlosen Sicherheitstest auf den Scheuerfelder Spielplätzen durchführen zu lassen. Den bietet die Unfallkasse Rheinland-Pfalz an, und der Rat nimmt dieses Angebot wahr. Einstimmig votierten die Ratsmitglieder dafür, die Spielplätze checken zu lassen.

Die Gemeinde Scheuerfeld hat die Lehnhoff-Hallen und das Gelände gekauft. Die Frage der FWG: „Was wollen wir mit diesem Gelände machen?” Günter Klein nannte einige potenzielle Nutzungen: Gewerbe, Bauhof, Feuerwehrhaus oder Gemeindehaus. Weil aber Verwaltungsmitglied Helmut Klein dringend dafür plädierte, das Thema als Grundstücksangelegenheit nicht-öffentlich zu behandeln, und die übrigen Fraktionen noch viel Diskussionsbedarf sehen, darf sich bald der Ausschuss damit beschäftigen. damo

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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