Handel und IHK stellen Forderung
Ein verkaufsoffener Sonntag im Advent

Geschäftsleute und Politiker versammelten sich am ersten Advent unter Federführung der IHK vor dem Altenkirchener Sportgeschäft Intersport Hammer, um gegen das Verbot von verkaufsoffenen Sonntagen im Dezember zu protestieren.  Foto: IHK
  • Geschäftsleute und Politiker versammelten sich am ersten Advent unter Federführung der IHK vor dem Altenkirchener Sportgeschäft Intersport Hammer, um gegen das Verbot von verkaufsoffenen Sonntagen im Dezember zu protestieren. Foto: IHK
  • hochgeladen von Dr. Andreas Goebel (Redakteur)

goeb Altenkirchen. Vor verschlossenen (Geschäfts-)türen versammelten sich aus Protest am Sonntag, 1. Advent, Geschäftsinhaber aus der Kreisstadt Altenkirchen und Mitglieder anderer Werbegemeinschaften im Landkreis Altenkirchen sowie Kommunal- und Landespolitiker unter Federführung der Industrie- und Handelskammer (IHK). Denn anders als im benachbarten Hessen und Nordrhein-Westfalen ist es den rheinland-pfälzischen Geschäftsleuten nur erlaubt, einen verkaufsoffenen Sonntag in der Adventszeit anzubieten, wenn dieser in den November fällt. Andere Bundesländer seien da großzügiger.

„Einmal Sonntagsshopping im Dezember – wäre das nicht schön?“ Diese Plakate unter Federführung der IHK kleben derzeit an vielen Ladentüren und sollen den Druck auf den Gesetzgeber erhöhen, die Situation zu ändern.

„Es geht gar nicht um einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag“, erklärte IHK-Regionalgeschäftsführer Altenkirchen, Oliver Rohrbach. „Wir wollen einen verkaufsoffenen Sonntag im Dezember“, brachte er es zusammen mit Volker Hammer (Intersport Altenkirchen, auch IHK-Beiratsmitglied) auf eine Formel. Auch Landrat Dr. Peter Enders sieht in der strengen Regelung einen Wettbewerbsnachteil für die heimischen Geschäfte. In grenznahen Regionen werde gezielt um rheinland-pfälzische Kundschaft geworben, bedauerte er.

Für die Händler böte ein verkaufsoffener Sonntag die Möglichkeit, höheren Umsatz zu machen, um manch andere Tage mit schlechterem Umsatz zu kompensieren. „Das ist wichtig für die Zukunft der Läden und sichert nicht zuletzt Arbeitsplätze“, ließ sich Rohrbach ein. Er sieht die Blockierer in der Politik. „Es sind nicht die Kirchen, wie man meinen könnte“, erläuterte er. Als Beispiel führte er den Buchladen am Kloster Marienstatt an, der sonntags geöffnet habe. Die Forderung nach einem Verkaufssonntag im Advent sei doch moderat, fand Rohrbach.

Das Thema brenne seit Jahren auf den Nägeln. Es sei nun an der Zeit, deutlicher auf Änderung zu drängen. Den Werbegemeinschaften ist es ein echtes Anliegen. Viele Einzelhändler seien ohne Lobby, wurde beklagt. Einerseits sei jedem bewusst, dass Geschäftsaufgaben und Leerstand nicht nur dem jeweiligen Stadtbild schadeten, andererseits fehle es wohl am politischen Willen, die Weichen richtig zu stellen.

„Es ist Zeit zu handeln“, unterstrich der Regionalgeschäftsführer. „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Wenn wir ehrlich sind, geht es doch eigentlich nur um fünf Stunden.“ Die IHK war am ersten Advent in weiten Teilen des Bundeslandes mit solchen Aktionen aktiv. „Und Sie können sicher sein, dass wir das auch weiterhin tun werden“, so Rohrbach abschließend.

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

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