Etat Elkenroth
Ende des Jahres nur noch 752 Euro „auf dem Konto“

Der Gemeinderat in Elkenroth verschiedet den Doppelhaushalt 2021/22: Corona spielt in die Finanzplanung hinein.
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  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

dach Elkenroth. Rosig sind die Aussichten nicht gerade. Aber: Der Ortsgemeinde Elkenroth geht es finanziell noch immer deutlich besser als den meisten Kommunen im AK-Land. Allerdings kippt es im kommenden Jahr auf dem Konto, vom Schwarzen ins Rote. Am Jahresende 2020 hatte man noch 304.000 Euro bei der Verbandsgemeinde „liegen“; am Ende dieses Jahres werden es laut Plan noch 752 Euro sein. Ab 2022 muss man dann von Verbindlichkeiten ausgehen.

2019 wurden in Elkenroth noch 1,96 Millionen Euro eingenommen

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch die Haushalte für die Jahre 2021 und 2022 verabschiedet – und das, ohne großes Aufheben darum zu machen. Der Ergebnishaushalt schließt demnach mit einem Minus von 267.000 Euro in diesen und 226.000 Euro im kommenden Jahr ab.
Dabei spielen vor allem die geringeren Einnahmen eine Rolle: 1,72 Millionen Euro kommen über Steuern (und ähnliche Abgaben) in diesem Jahr rein. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 1,96 Millionen Euro. Allein beim Anteil an der Einkommensteuer der Elkenrother ist ein Defizit von 101.000 Euro zu verzeichnen. Im kommenden Jahr steigen die Einnahmen laut Plan, allerdings nur geringfügig auf 1,75 Millionen Euro. Hier dürfte die Corona-Krise voll durchschlagen.

Zum Vergleich: An Umlagen an den Kreis und die Verbandsgemeinden sowie an weiteren Transferaufwendungen gehen Elkenroth 2021 insgesamt 1,54 Millionen Euro „flöten“, 2022 dann 1,51 Millionen Euro.
Nichtsdestotrotz steckt man in Elkenroth nicht den Kopf in den Sand und investiert weiterhin in die Zukunft des Dorfes. 1,36 Millionen Euro sind es insgesamt, die etwa in die Ausstattung des Bauhofs, den Anbau des Kindergartens oder in den Straßenausbau fließen. Dafür sind Kredite vorgesehen: über 743.000 Euro in diesem und über 429.000 Euro im kommenden Jahr.

Politik in Elkenroth kritisiert erneut die Finanzausstattung der Kommunen

Josef Mockenhaupt kam nicht umhin, seine Kritik am Land wie ein Mantra zu wiederholen. Der Sprecher der FWG-Fraktion bemängelte einmal mehr „die unzureichende Finanzausstattung der Kommunen“. Sprich: Den Gemeinden bleibt zu wenig von ihren Einnahmen zur freien Verfügung.
Den Haushalt über Steuererhöhungen auszugleichen, hält er für nicht zumutbar. „Wir müssen mit der Hoffnung leben, dass sich die Wirtschaft in den nächsten Jahren wieder erholt.“
Die Investitionen seien jedenfalls gerechtfertigt, so Mockenhaupt, auch wenn sie zum Großteil kreditfinanziert würden. Zum einen werde die Infrastruktur verbessert, andererseits fielen die Darlehen aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen nicht so sehr ins Gewicht.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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