Entscheidung bleibt weiterhin offen

Standort des Kindergartens in der Betzdorfer Brunnenstraße nur schwer haltbar

malu Betzdorf.Wie soll es mit dem sanierungsbedürftigen St. Franziskus–Kindergarten in der Brunnenstraße weitergehen? Um bei der Beantwortung dieser Frage zu einem Resultat zu gelangen, welches allen Beteiligten entgegenkommt, setzten sich die Betroffenen jetzt erneut an einen Tisch. Eltern, Erzieherinnen, Lehrer und nicht zuletzt Pfarrer Georg Koch und Bürgermeister Michael Lieber beleuchteten die vielfältigen Perspektiven und Interessen der verschiedenen Organisationen.

Fest steht so weit nur eins: Das 40 Jahre alte Gebäude, welches die Kindergartenkinder derzeit beherbergt, muss unbedingt renoviert werden. Während die Eltern der Kinder, vertreten durch Dietmar Raschke, den Verlust des idyllisch gelegenen Standorts des Kindergartens nur sehr schwer hinnehmen könnten, erinnerten Pfarrer Georg Koch und Bürgermeister Michael Lieber an die Realität: Die 400000-Euro–Variante, die nicht nur eine vollständige Sanierung des Hauses, sondern auch den für eine zukunftsorientierte Ganztagesstätte erforderlichen Anbau ermöglichen würde, seien nicht aufzubringen. Auch die »kleine« Version, die mit 300000 Euro die komplette Sanierung verwirklicht, steht nach wie vor zur Debatte. Dietmar Raschke betonte, die Eltern würden weiter für die Erhaltung des Standortes kämpfen, indem sie den Versuch, den erforderlichen Betrag z.B. durch Spenden aufzubringen, nicht aufgeben. Allerdings war auch der Vorschlag, den Kindergarten in die nahe gelegene Martin–Luther–Grundschule umzusiedeln, als Alternative weitestgehend anerkannt worden.

Dass die 50 Sprösslinge aber im Untergeschoss der Schule untergebracht werden sollten, galt gemeinhin als untragbar. Weit mehr Zustimmung erlangte hingegen der Vorschlag der Elternschaft, den Kindergarten in den jetzigen Verwaltungstrakt der Grundschule anzusiedeln. Diesbezüglich erörterte Armin Brast vom Bauamt Betzdorf aus architektonischem Blickwinkel, wie der Verwaltungstrakt zum kinderfreundlichen Zwei–Gruppentrakt umgewandelt werden könnte.

Die Bedenken, die die nahe gelegene Jung–Stilling–Straße bei den Eltern auslöste, wurden durch die Anregung, den Zugang über eine Rampe zu ermöglichen, relativiert. Dort, wo sich derzeit Bücherei und Lehrerzimmer befinden, könnten zwei Gruppenräume sowie Intensivräume entstehen. Dies, so erläuterte Brast, entspreche einem vollwertigen Zwei–Gruppen–Kindergarten–Programm. Auch die nahe gelegene zur Schule gehörige Turnhalle würde eine Bereicherung für das Kindergartenleben darstellen. Die Kosten von 150000 Euro für den kompletten Umbau und den Umzug der Lehrerinnen seien im Übrigen tragbar.

Rektorin Marie Luise Hees–Groß und der Bürgermeister wiesen darüber hinaus auf einen weiteren Vorteil des geplanten Umzugs hin: Die Unterbringung von Kindergarten- und Schulkindern unter einem Dach sei als pädagogisch wertvolles Zukunftskonzept zu betrachten. Eine Annäherung der beiden Seiten war trotzdem festzustellen: Falls es zu einem Umzug kommt, wollen alle Beteiligten im Sinne der Kinder an einem Strang ziehen.

Die endgültige Entscheidung, die vom Verwaltungsrat der Kirchengemeinden abhängig ist, soll Anfang Juli verkündet werden. Das Zeitfenster, so Pfarrer Georg Koch, sei für weitere konstruktive Diskussionen und Vorschläge geöffnet worden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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