Sorgsamen Umgang mit Ressourcen gefordert
Erde immer früher „erschöpft“

Hermann Reeh (l.) und Horst Vetter warben am Marktstand von Konrad-Mockenhaupt für den sorgsamen Umgang mit Ressourcen.
  • Hermann Reeh (l.) und Horst Vetter warben am Marktstand von Konrad-Mockenhaupt für den sorgsamen Umgang mit Ressourcen.
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nb Betzdorf. Um unsere Erde „enkeltauglich“ zu machen, müssen Politiker, aber auch Bürger, entschieden handeln – das meinen die Friedens- und Umweltaktivisten Horst Vetter und Hermann Reeh. Und für dieses Anliegen haben sie am Dienstag auf dem Betzdorfer Wochenmarkt „getrommelt“.

Der Zeitpunkt für ihren Appell war dabei mit Bedacht gewählt, denn am Montag war der sogenannte Erdüberlastungs- bzw. Welterschöpfungstag. Heißt, so die beiden bekannten Aktivisten: Zu diesem Zeitpunkt hat die Menschheit rein rechnerisch alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres wiedergewinnen kann. Ab sofort würden wir also im wahrsten Sinnen an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen – durch die übermäßige Beanspruchung von Luft, Boden und Wasser, durch das Abholzen von Wäldern, durch enorme Mengen Müll oder das Produzieren von Treibhausgasen.

Der Erdüberlastungstag, eine Kampagne der Organisation „Global Footprint Network“, rückt dabei im Jahr immer weiter nach vorne – dieses Mal ist er zum ersten Mal im Juli.

Vetter und Reeh plädieren deshalb für eine „faire und die Grenzen der Erde respektierende Wirtschaft“. Und: Sie rufen die Politik dazu auf, die Sorgen der jüngeren Generation endlich ernst zu nehmen. Nicht zuletzt diese Generation, die bei den Fridays-for-Future-Demos auf die Straße geht, gibt den beiden Hoffnung, dass in Sachen Umweltschutz ein Umdenken stattfindet und das es (wieder) mehr in den Fokus rückt. Dies, so die beiden, zeige sich eben auch daran, dass der Erdüberlastungstag auch in vielen Medien thematisiert wurde.

Doch nicht nur an die Politiker appellieren Vetter und Reeh, sondern auch an alle Bürger. Jeder könne in seinem Alltag an vielen kleinen Stellschrauben drehen, mit Verhaltensänderungen seinen Beitrag dazu leisten, dass die Erde nicht immer früher „erschöpft“ sei. Und da schließt sich wiederum der Kreis zum Betzdorfer Wochenmarkt: Eine Möglichkeit sei nämlich, regionale (Bio-)Produkte zu kaufen. Die gibt es zum Beispiel beim Bioland-Hof Schürdt, an dessen Stand die Aktivisten zum Gespräch baten.

Darüber hinaus gibt es u. a. folgende Tipps: Öfter mal zu Fuß unterwegs sein oder das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen anstatt des Autos. Zu fair gehandelten Produkten greifen und weniger Fleisch essen. Und zu einem Ökostromanbieter wechseln.

Denn es gelte, so Horst Vetter: „Wir können nicht so in Saus und Braus weiterleben.“

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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