Fest im Planungsschlaf

Bahn-Haltestelle Betzdorf-Bruche steht still / Stadtrat artikuliert Frustration

goeb Betzdorf. Und es bewegt sich nichts: Auf diese Formel brachte die SPD-Fraktion im Betzdorfer Stadtrat die »Bewegung« in Sachen Eisenbahn-Haltepunkt Bruche. Schon mehrfach hatte die Fraktion den von ihr angeregten und inzwischen fertig geplanten Bau der Haltestelle bei Landes-Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage eingefordert. Auf dessen Zusage beruft sie sich. Ernst-Helmut Zöllner, Fraktionssprecher der SPD, zitierte ein ministerielles Schreiben vom 25. Oktober 2001, in dem Haushaltsmittel für das Jahr 2002 zugesagt werden.

Gleichwohl wurde eingeräumt, dass es »diesmal wohl nicht am Ministerium liegt«. Zöllner wörtlich: »Das Interesse der Westerwaldbahn, den Bau der Bahn nach Bruche zu forcieren, so dass der vor dem Bau der Betriebshalle in Bindweide in Angriff genommen wird, erscheint auffallend gering.« Wieder sei ein Jahr ohne Taten ins Land gegangen, kritisierte Zöllner.

»Betriebswirtschaftlichen Unsinn« nannte der Sprecher die aktuelle Untersuchung, den Haltepunkt anstatt im Bereich der Westerwaldbahn am Hauptgleis Scheuerfeld-Betzdorf anzusiedeln. Der Verdacht der Sozialdemokraten: Der »Unsinn« müsse dafür herhalten, den eigentlichen Bau der Weiche aus dem Hauptgleis zur Westerwaldbahn und die Haltestelle im Bereich der Weba hinauszuzögern. »Es ist reine Verzögerungstaktik. Von wem auch immer.«

Bürgermeister Michael Lieber sagte, der Stadtrat habe sein Ansinnen immer wieder dokumentiert. Betzdorf habe die Planung im Übrigen Geld gekostet, und nun seien gänzlich neue Pläne im Gespräch. Der neue Vorschlag komme von der Westerwaldbahn.

Lieber skizzierte den Weg einer Änderung am Hauptgleis als problematisch. Nach seinem Dafürhalten würde dann unter der Regie des Eisenbahn-Bundesamtes die Planung ganz neu aufgerollt. Auch eine Untersuchung darüber, inwieweit die Fahrgäste die Haltestelle annehmen würden, müsste in diesem Falle neu inszeniert werden.

Am Ende blieb also die Unzufrie- denheit. Lieber meinte, die Westerwaldbahn habe wohl mehrere Vorhaben, aber eben ein endliches Budget. »Wir artikulieren nochmals ein klares Ja zur bestehenden Planung. Wenn das nicht mehr beabsichtigt ist, soll man uns das bitte klar sagen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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