Gasvertrag läuft Ende 2022 aus
Für den Winter braucht’s eine Kraftanstrengung

Auf dem neuen Flachdach der Turnhalle an der Schützenstraße ist bereits eine Photovoltaikanlage installiert. Diese wird sich künftig auch im Energiebericht der Verbandsgemeinde wiederfinden.
  • Auf dem neuen Flachdach der Turnhalle an der Schützenstraße ist bereits eine Photovoltaikanlage installiert. Diese wird sich künftig auch im Energiebericht der Verbandsgemeinde wiederfinden.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

rai Betzdorf/Gebhardshain. Die kommunalen Gebäude sind mit einem erheblichen Energieverbrauch behaftet, sagte Bürgermeister Bernd Brato in der vergangenen Ratssitzung: „Wir müssen uns sehr intensive Gedanken dazu machen, wie wir mit dem Thema mit Blick auf den anstehenden Herbst und Winter umgehen.“ Ausführungen vom Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft hätten ihn sehr nachdenklich gestimmt. „Es wird erhebliche Kraftanstrengungen verlangen, dass wir die Infrastruktur aufrecht erhalten können“, sagte Brato.

Man müsse sich vorstellen was es heißt, dass auf Bundesebene diskutiert werde, wenn energieintensive Industriebetriebe vom Netz genommen werden müssten. Das werde auch die kommunalen Verwaltungen beschäftigen, meinte Brato bei der Vorstellung des Energieberichtes 2021 im Verbandsgemeinderat.

 Heizfläche von 20.000 Quadratmetern

Im Bericht sind die 14 größten Liegenschaften erfasst, mit einer Heizfläche von 20.000 Quadratmetern, berichtete Mustafa Karaca vom Bauamt. Die Energiekosten haben sich mit 212.000 Euro leicht gesteigert (2020: 190.000). Es wurden 2,95 Millionen Kilowattstunden (kWh) für Energie und Strom verbraucht, das ist eine Emission von fast einer halben Million Kilogramm CO2. Die großte „Heizfläche“ vereinen Schulen und Turnhallen mit 13.000 Quadratmetern. 4300 entfallen auf die Rathäuser, 2800 auf die Feuerwehrhäuser. 1,15 kWh werden mit Gas erzeugt, 918.000 mit Pellets und 140.000 mit Heizöl.
Karaca berichtete, dass der Gasvertrag Ende 2022 ausläuft: „Das ist ungünstig in der jetzigen Zeit.“ Aufgrund der aktuellen Situation und in Vorbereitung auf den kommenden Winter sollen die Hausmeister zur Energieeinsparungen in Gebäuden geschult werden. Bereits ein leichtes Senken der Raumtemperatur spare Heizenergie. „Wir müssen uns alle Gedanken machen, wie wir Gebäude heizen“, sagte Bauamtsleiter Martin Schäfer. Gas lasse sich nicht leicht auf eine Wärmepumpe umstellen. Wie man sich aufstelle, das müsse noch geprüft werden. Er erwähnte Dämmmaßnahmen, z. B. neue Fenster an der Schule Schützenstraße. „Wichtig erscheint mir, dass nur Räume beheizt werden, die genutzt werden.“ Für eine Wärmerückgewinnung sei beim Duschen die Wassermenge zu gering, soSchäfer. Bei Kläranlagen sei das denkbar.

Nachdenken über Wärmerückgewinnung

Über eine Wärmerückgewinnung werde nachgedacht, sagte Brato, aber das sei noch nicht ausgegoren. Das Klärwerk sei ein großer Energienutzer und in einem hohen Maße autark, weil Energie gewonnen werde. Bei „unseren“ vielen kleinen Anlagen, müsse man sich Gedanken machen, gemeinsam mit Kommunen und Vereinen, wie man damit umgehe. Der Bericht listet u. a. Photovoltaikanlagen auf. Eine nachträgliche Installation sei beim Rathaus auf dem Neubau angedacht, so Brato. Auf dem neuen Dach der Turnhalle Schützenstraße sei bereits eine installiert, berichtete der Beigeordnete Joachim Brenner.
Auf der Agenda stand auch die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms, wonach Windkraftanlagen näher an die Ortsgemeinde heranrücken können. Die Verbandsgemeinde will den Ortsgemeinden die Stellungnahme überlassen.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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