Für die Rheuma-Stiftung

Kammerchor und Kammerorchester Betzdorf sowie Solisten musizierten in der ev. Kreuzkirche in Betzdorf zugunsten der Rheuma-Stiftung. Foto: rai
  • Kammerchor und Kammerorchester Betzdorf sowie Solisten musizierten in der ev. Kreuzkirche in Betzdorf zugunsten der Rheuma-Stiftung. Foto: rai
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

rai Betzdorf. Heute weiß man, dass schon Pharaonen an Rheuma litten, und auf Gemälden aus dem Mittelalter kann man erkennen, dass die Menschen rheumatische Erkrankungen hatten. Zumindest können das Wissenschaftler wie Prof. Ekkard Genth (Aachen) und die gebürtige Betzdorferin Prof. Elisabeth Märker-Hermann (Wiesbaden) erkennen. Genth, Sprecher der vor etwas mehr als einem Jahr gegründeten Rheuma-Stiftung, und Vorstandsmitglied Märker-Hermann waren am Sonntag zu Gast in der ev. Kreuzkirche in Betzdorf. Von ihnen war zu erfahren, dass die Volkskrankheit etwa seit Mitte des 18. Jahrhunderts als solche bekannt ist, also zu Zeiten, als Johann Sebastian Bach (1685–1750) starb.

Auch Werke aus seiner Feder waren bei der kirchenmusikalischen Vesper in der Kreuzkirche zu hören. Mit dem Reinerlös des Konzerts wollten Kammerchor und Kammerorchester Betzdorf unter der Gesamtleitung von Hellmuth Geldsetzer Mittel für die Stiftung beisteuern. Deren Ziel ist es, die „doch häufig von der Forschung vernachlässigte Volkskrankheit“, wie die Professoren anmerkten, stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Die noch junge Rheuma-Stiftung soll bekannter gemacht werden. In diesem Zusammenhang nahm das Konzert in Betzdorf eine Sonderstellung ein: Es war das erste Benefizkonzert überhaupt für diese Initiative.

Bei Bachs Kantate BWV 78 „Jesu, der du meine Seele“ sangen die Solistinnen Jutta Schwegler (Sopran) und Stephany Weber (Alt) im Duett: „Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten“. Neben Felix Mendelssohn Bartholdy hatten sich die Streicher jeweils eine Komposition von Giovanni Battista Pergolesi und Sir Edward Elgar vorgenommen. Einen weiteren Hörgenuss gab es als Zugabe: Friedemann Bachs „Ach, dass du den Himmel zerrissest“. Temporeich und mit gewaltigem Gesang überzeugten die Mitwirkenden noch ein weiteres Mal. Außerdem als Ausführende beteiligt waren Nina Holschbach (Flöte), Stefanie Hillmann (Oboe und Oboe d’amore), Marco Lichtenthäler (Oboe), Winfried Steiner (Cembalo), Celia Eichhorn (Violoncello continuo) und Niklas Becker (Kontrabass).

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.