Kommentar
Ganz alleine zum Erfolg

SZ-Redakteur Thorsten Stahl.

Selten war nach einer Wahl ein politischer Gewinner so isoliert. Was nicht unbedingt mit Corona zu tun hat. Nein, Michael Wäschenbach steht ganz alleine da, weil es sein Sieg ist. Ganz allein seiner. Der Wallmenrother muss sich weder bei Parteifreunden in Mainz bedanken und schon gar nicht bei denen in Berlin – höchstens bei seinem Team und seiner Familie.

Viele hatten im Vorfeld mit einer ganz knappen Entscheidung im Wahlkreis 1 gerechnet. Am Ende war es wieder ein Vorsprung, mit dem Wäschenbach wohl selbst nicht gerechnet hatte. Während die CDU in Rheinland-Pfalz auf ein historisches Tief absackte und auch im Kreis etliche Federn lassen musste, hielt er sein Ergebnis von 2016. Das ist unter den Rahmenbedingungen und Vorzeichen nicht nur beachtlich, sondern fast schon sensationell. Der Wähler hat ganz offensichtlich Wäschenbachs beharrliche Arbeit im Wahlkreis und vor allem auch seine Präsenz vor Ort honoriert. Eigentlich läuft man ihm immer mindestens einmal irgendwo im Oberkreis über den Weg. Das ist auch der große Unterschied zu Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Die mag zwar an vorderster Front stehen, wenn die Mikrofone und die Scheinwerfer der Fernsehkameras eingeschaltet werden, doch im Wahlkreis 1 zählen offenbar andere Dinge.

Wäschenbach gehört ohne Zweifel zu den fleißigeren Abgeordneten, auch wenn er sich nach wie vor gerne in Themen verzettelt. Die Menschen nehmen ihm ab, dass er sich kümmert und sich einsetzt – wäre es anders, wäre Wäschenbach bei den Prozentpunkten mit untergegangen.
Also: Sollten beim Wallmenrother in den nächsten Tagen einige Hemdknöpfe explosionsartig ihren angestammten Platz verlassen, dann hat nichts mit einer rapiden Gewichtszunahme zu tun, sondern mit einer deutlich breiteren Brust. Zu Recht.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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