Kreishaus Altenkirchen wurde zur "Party-Klinik"
Gar nicht verschnarcht

Zahlreiche Karnevalsgesellschaften und -vereine waren mit ihren Tollitäten wieder der Einladung ins Kreishaus in Altenkirchen gefolgt. Landrat Dr. Peter Enders war zum ersten Mal Gastgeber des Prinzenempfangs und hatte merklich Spaß an der Sache. Nur am Termin für die Veranstaltung muss er noch feilen...
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  • Zahlreiche Karnevalsgesellschaften und -vereine waren mit ihren Tollitäten wieder der Einladung ins Kreishaus in Altenkirchen gefolgt. Landrat Dr. Peter Enders war zum ersten Mal Gastgeber des Prinzenempfangs und hatte merklich Spaß an der Sache. Nur am Termin für die Veranstaltung muss er noch feilen...
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  • hochgeladen von Nadine Buderath (Redakteurin)

nb Kreis Altenkirchen. Eins steht fest: Eher wird das neue Klinikum in Harbach oder Dermich gebaut, als dass Landrat Dr. Peter Enders noch einmal an einem Nach-Altweiber-Freitag zum Prinzenempfang lädt. Der Neue an der offiziellen „Karnevalsfront“ bekam am Freitagnachmittag ordentlich Schelte. Kaum ein Karnevalsverein und kaum eine Tollität, die ohne augenzwinkerndes Schimpfen auskam. Der Dienstag soll es bitte zukünftig wieder sein für den Empfang im Kreishaus – schließlich läuft jetzt gerade das jecke Mammut-Wochenende schlechthin.

Aber die Anstrengung (oder der mögliche Kater) war den närrischen Abordnungen nicht anzumerken. Beste Laune herrschte in der „Klinik“ mitten in der Kreisstadt. Aber der Chef hatte ja schließlich auch das Motto ausgegeben: „Feiern bis der Arzt kommt!“
Zunächst war der Landrat – und gelernte Mediziner – im standesgemäßen Arzt-Outfit im Wilhelm-Boden-Saal aufgelaufen, aber: Er wurde „ausgezogen“ (nach eigenen Angaben zum ersten Mal ins seinem Leben) und neu eingekleidet und trug ab dann Clowns-Kostüm.

Launig begrüßte er die „Patienten“. Denn: Mit Blick auf die Krankenhaus-Debatte hatte er zuvor gereimt: „Dann scheitert’s auch noch an den Bauern, das wird wohl noch länger dauern“ – und deshalb kurzerhand die Kreisverwaltung zum Party-Krankenhaus erklärt. Frei nach dem Motto: Lachen, Tanzen und Singen sind die beste Medizin. Der Landrat setzte als Arznei für und gegen alles aber nicht zuletzt auf ein kühles Bier aus dem Siegtal.

Charmanter Klinik-Clown und perfekte Moderatorin an seiner Seite: Verwaltungs-Mitarbeiterin Carmen Neuls, die auch gleich einen neuen närrischen Ruf etablierte: „Kreisverwaltung – schnarch, schnarch!“
Doch verschnarcht ging es am Freitag keineswegs zur Sache. Eine tolle Tanzeinlage zauberte ein junges Mitarbeiter-Team aufs Parkett des ehrwürdigen Saals. Merke: Verwaltung kann auch Hebefiguren.
Und dann hatten die erschienen Karnevalisten selbstredend jede Menge gute Laune dabei. Die Elkenrother hatten „alles mitgebracht, was es am Donnerstag aus dem Dorfkrug geschafft hat“ und stellten die größte Abordnung. Mit dabei logischerweise auch: Prinz Philipp II. und Prinzessin Louisa-Marie I.

Direkt beim Empfang war auch der gerade erst aus der Taufe gehobene Verein „Föschber Jecken 2.0“. Im Camper und mit passender Musik waren die Niederfischbacher vor dem Kreishaus vorgefahren. Dass sie schon mehrere Stunden auf dem Parkplatz zugebracht hatten, war allerdings nur ein Gerücht.
Ihre Aufwartung in Altenkirchen machten auch der Herkersdorfer Carnevals-Club mit den Prinzen Dennis I. und Jens I. und die Karnevalsgesellschaft Malberg mit ihren Tollitäten Thorsten I. und Prinzessin Kerstin I.

Und Gesprächspartner hatten sie bei Pils, Kölsch und einem leckeren Essen genug, schließlich waren auch die Gesellschaften und Vereine aus Pracht,
Fensdorf, Altenkirchen, Erbachtal und Burglahr sowie als Ehrengäste eine Abordnung der Roten Funken aus Köln nach Altenkirchen gekommen, um gemeinsam fröhlich feiern.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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