»Gau« in der Schöpperwiese

Baufirma ist bankrott / Neue Gebühren für Wallmenroth

rita Wallmenroth. Den Bürgern von Wallmenroth steht eine neue Gebühr ins Haus; diese beschloss der Ortsgemeinderat jetzt in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr. Doch zunächst teilte Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach der Versammlung mit, dass am Vortag beim Treffen der Vereine beschlossen worden sei, das alljährliche Dorffest nicht wie bisher im Rotationsprinzip, sondern gemeinsam mit allen Vereinen durchzuführen. Außerdem sollen beim nächsten Termin von »Siegtal Pur« alle örtlichen Vereine die Gelegenheit bekommen sich zu präsentieren.

Zum Sachstandsbericht des Neubaugebietes »Schöpperwiese« meinte Wäschenbach, nun sei der größte anzunehmende Unfall eingetreten: Die Firma, die die Bauarbeiten bisher ausgeführt hat, ist bankrott. Schon die Vergabe des Auftrages an das Unternehmen hätte ihnen allen nicht behagt, und es stelle sich die Frage, ob die Vergaberichtlinien, immer den Günstigsten nehmen zu müssen, so noch sinnvoll wären. Die Bauarbeiten sind bisher nur zur Hälfte durchgeführt.

Reiner Schmidt, Sprecher der SPD-Fraktion, meinte, die Folgekosten müssten nun im Rahmen bleiben, es dürfe nicht sein, dass die Anlieger dadurch mehr zahlen müssten. Johannes Pfeifer (CDU) sagte: »Wir müssen sehen, dass wir mit einem blauen Auge davon kommen.« Wäschenbach wies drei Möglichkeiten auf, wie nun weiter vorgegangen werden kann: Zum einen könne man mit dem Insolvenzverwalter weiterarbeiten, zum zweiten den nächst günstigen Anbieter der Ausschreibung nehmen oder eine ganz neue Ausschreibung machen. Darüber wurde jedoch im nicht öffentlichen Teil der Sitzung verhandelt.

Die neue Gebühr, die auf die Wallmenrother Bürger zukommt, bezieht sich auf die Beseitigung von Grabstätten. Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde diesbezüglich viele Kosten schultern müssen, so dass Wäschenbach die Änderung der Friedhofsgebührensatzung anregte. Zukünftig müssen Bürger, die eine Grabstätte von den örtlichen Arbeitern entfernen lassen, dafür zahlen. Dabei ist die Höhe der Gebühren an die Größe der Gräber angepasst. Für ein Urnengrab und ein Kindergrab müssen dann 50 Euro, für ein Einzelgrab 100 Euro und für ein Doppelgrab 150 Euro gezahlt werden.

Auch die Hundesteuer wird in Wallmenroth angehoben, von bisher 49 Euro auf 51 Euro. Ratsmitglied Ulli Bläser, selbst Hundebesitzer, sagte: »Die Hundesteuer ist eine Strafsteuer«. Wäschenbach hielt dagegen, die meisten Beschwerden aus der Bevölkerung bezögen sich auf Hunde und deren Halter: Er werde allen 85 Hundebesitzern des Ortes noch einen Brief zusenden, in dem er auf die ordnungsgemäße Hundehaltung und das Verhalten der Hundehalter hinweisen werde.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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