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Umbau Betzdorfer Bahnhof
„Geistergleis“ 107 wird fortgeführt

Bis hierhin und nicht weiter. Das Gleis 107 im Betzdorfer Bahnhof wartet seit Jahren auf seine Weiterführung. Es fehlten für den Beginn des Planfeststellungsverfahrens allerdings wichtige Unterlagen und Gutachten.  Foto: goeb
  • Bis hierhin und nicht weiter. Das Gleis 107 im Betzdorfer Bahnhof wartet seit Jahren auf seine Weiterführung. Es fehlten für den Beginn des Planfeststellungsverfahrens allerdings wichtige Unterlagen und Gutachten. Foto: goeb
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goeb Betzdorf.  Und es bewegt sich doch. Nicht nur Galilei stellte das einst fest, auch die Kommunalpolitiker staunen, dass sich das Eisenbahn-Bundesamt rührt und der Stadt Betzdorf Unterlagen zum Umbau des Bahnhofs Betzdorf hat zukommen lassen. Es verblüfft nicht, dass nach vermeintlichem Stillstand über Jahre die Stadt keine Einwände hegt gegen den „Lückenschluss des Gleises 107. Hüben und drüben vom Zugang zur Park-and-Ride-Anlage vom Gleis 106 bricht das neugebaute Gleis nämlich ab. Hier soll (und muss) bekanntlich erst die Unterführung zum Parkhaus geschaffen werden. Gleichzeitig sollen die Bahnsteige 106 und 107 von 55 cm auf 76 cm Höhe angepasst werden.

107 auch? Das war Politik und Verwaltung neu. Die Betzdorfer waren noch von 55 cm ausgegangen.

goeb Betzdorf.  Und es bewegt sich doch. Nicht nur Galilei stellte das einst fest, auch die Kommunalpolitiker staunen, dass sich das Eisenbahn-Bundesamt rührt und der Stadt Betzdorf Unterlagen zum Umbau des Bahnhofs Betzdorf hat zukommen lassen. Es verblüfft nicht, dass nach vermeintlichem Stillstand über Jahre die Stadt keine Einwände hegt gegen den „Lückenschluss des Gleises 107. Hüben und drüben vom Zugang zur Park-and-Ride-Anlage vom Gleis 106 bricht das neugebaute Gleis nämlich ab. Hier soll (und muss) bekanntlich erst die Unterführung zum Parkhaus geschaffen werden. Gleichzeitig sollen die Bahnsteige 106 und 107 von 55 cm auf 76 cm Höhe angepasst werden.

107 auch? Das war Politik und Verwaltung neu. Die Betzdorfer waren noch von 55 cm ausgegangen. Zumindest bei einfahrenden Zügen der Hessischen Landesbahn (HLB) ist bei 55 cm Bahnsteighöhe Barrierefreiheit gegeben.

Klettert die Höhe allerdings, ist das vorbei. Die DB Netz, die den Umbau durchführt, will, so war zu erfahren, Gleis 107 nun doch auch für den Regionalexpress nutzen (können) und dafür den Bahnsteig 107 verlängern und in der Höhe anpassen. Dafür sind bereits Vorkehrungen für die Elektrifizierung vorgenommen worden.

Vor allem der Linke Manfred Wolter war damit alles andere als einverstanden. Er zitierte die Behindertenrechtskonvention. Viele Ältere und eben Menschen mit Behinderung seien demnächst aufgeschmissen.

Die übrigen Fraktionen stimmten dem Projekt am Dienstag aber zu. Zu riskant schien ihnen eine Ablehnung, das würde womöglich das ganze Verfahren wieder für Jahre in die Länge ziehen, hieß es.

Zumal: Alle Bahnhöfe an der Siegstrecke sollen einer nach dem anderen auf 76 cm Bahnsteighöhe umgebaut werden, erläuterte Bauamtsleiter Martin Schäfer. Da sei es doch widersinnig auf 55 cm zu beharren, zumal die HLB das Problem kenne und angehalten sei, die kommende Zugflotte an diese Einstiegshöhe anzupassen. Karl-Heinz Mohr, der Sprecher der SPD-Fraktion, meinte, die Bahnsteige stammten aus den 1950er und 1960er Jahren. 2012 habe man der Erhöhung von Gleis 106 schon zugestimmt. Das sah auch CDU-Sprecher Werner Hollmann so. Ein Beharren auf 55 cm an Gleis 107 ergebe einfach keinen Sinn. Geldsetzer will die HLB anschreiben und für angepasste Züge werben.

Horst Vetter (Bündnis 90/Die Grünen) wünschte sich von der HLB konkret Auskunft darüber, wann die Flotte umgestellt wird. Den Einwand von Manfred Wolter könne er deshalb nachvollziehen.

Ein Missverständnis bezüglich des Zugangs zur P&R-Anlage konnte ausgeräumt werden. Die Unterführung muss zuerst gebaut werden. Dann wird der Lückenschluss am Gleis 107 vollzogen.

Während der Bauphase, darüber herrschte Einigkeit, wird der barrierefreie Zugang zum Parkhaus dort nicht gegeben sein. Eventuell gebe es alternative Übergangslösungen.

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

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