Gesucht wird weiterhin ein Platz zum Feiern

KVS blickte auf unfreiwillig turbulente Session zurück

rai Scheuerfeld. »In der vergangenen Session sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen, aber noch einmal die Schweizer Nächte in der Stadthalle in Betzdorf wäre der finanzielle Ruin«: Dieses ernüchternde Fazit zog der Vorstand des Karnevalsvereins Scheuerfeld (KVS) nach der turbulenten und hektischen Suche nach einem Ausweichort für die beliebten »Schweizer Nächte«. Die Problematik zog sich wie ein roter Faden durch den Jahresbericht, mit dem Schriftführer Alexander Lück am Samstag auf der Jahreshauptversammlung die zahlreichen Aktivitäten der Session reflektierte.

Anwohner beschwerten sich

In der Tat: Die Scheuerfelder Karnevalisten hatten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur Grund zum Lachen und Fröhlichsein. Der Hintergrund: In den vergangenen Jahren lockten die Luzerner Guggenmusiker die Besucher in großen Scharen in das Festzelt auf dem ehemaligen Kirmesplatz. Im Vorjahr beschwerten sich dann einige Anwohner (die SZ berichtete) über die Zeltfeier. Mehrere Anwohnertreffen, bei denen der KVS Kompromissvorschläge machte, brachten keine Lösung. Etliches Kopfzerbrechen bereitete den Karnevalisten fortan die Frage, wo ein Zelt aufgestellt werden könnte.

Notlösung in letzter Minute

Den »größten Rückschlag« habe es dann am 6. Februar gegeben. Bei der Begutachtung der Turnhallen in Scheuerfeld (»Schweizer Nächte«) und Bruche (Altweiberparty) stellte sich heraus, dass beide Hallen keine 800 Leute aufnehmen können. Auch das Angebot, das leerstehende Aka-City-Kaufhaus nutzen zu können, zerschlug sich. Die Notlösung in letzter Minute: Die »Schweizer Nächte« wurden in der Stadthalle Betzdorf gefeiert, Altweiber in der Turnhalle in Bruche. Obwohl die Stadthalle an beiden Tagen brechend voll war, blieben die Besucherzahlen und damit auch die Einnahmen aufgrund der geringeren Kapazitäten der Halle im Vergleich mit einem Zelt hinter den Erwartungen zurück. Es fiel auch die Eigenbewirtung weg, die ebenfalls eine wichtige Einnahmequelle für den KVS ist.

Wagenbauhalle kostet viel Geld

Nicht so gut besucht war zudem die Altweiberfeier. Der Verein ist aber dringend auf Einnahmen angewiesen. Denn seit dem vergangenen Jahr wird ohne Fördermittel und mit enormer Eigenleistung der Mitglieder sowie mit Unterstützung von Gönnern eine eigene Wagenbauhalle gebaut. Allein die Baukosten belaufen sich bereits auf über 101000 Euro und summieren sich mit dem Kaufpreis für den Baugrund auf 146500 Euro, berichtete Kassierer Maik Leistikow.

Niedrigere Belastung

Zur Finanzierung des Neubaus hatte der Verein ein Darlehen von 103000 Euro aufgenommen. Das soll eigentlich nach zehn Jahren getilgt sein. Aufgrund der geringeren Einnahmen sei nun mit dem Kreditinstitut eine niedrigere Belastung ausgehandelt worden, teilte Leistikow der Versammlung mit. Dank richtete er an die fleißigen Hände, die den Bau tatkräftig unterstützen.

Möglichst nah bei Scheuerfeld

Es ist nicht verwunderlich, dass aufgrund des Bauprojekts bei gleichzeitig geringeren Einnahmen die Kasse des KVS geschrumpft ist. Um dennoch möglicherweise Sondertilgungen entrichten zu können, plant der Verein, sich mit Essen- und Getränkeständen sowie Auftritten an zusätzlichen Veranstaltungen zu beteiligen. Der KVS plant beispielsweise am 30. Mai eine Veranstaltung mit den »Oberkrainern«. Es sind ferner Stände beim Geranienmarkt in Betzdorf, bei »Siegtal pur«, beim FWG-Kartoffelfest in Scheuerfeld und beim Barbarafest vorgesehen. »Wir werden zudem weiterhin nach einem Zeltstandort suchen, der möglichst nah bei Scheuerfeld liegt«, blickte Vorsitzender Charly Braun in die Zukunft.

Heinz Böhmer gedacht

Konstant liegt die Mitgliederzahl derzeit bei 253. Bei den turnusgemäßen Neuwahlen ergab sich folgendes Bild: 2. Vorsitzender Norbert Heidemann, 2. Kassierer Steve Heß, Schriftführer Alexander Lück, 2. Schriftführerin Jenny Weber, Hallenwart Horst Back, 2. Hallenwart Stephan Albrecht und Pressewart Nadine Weber. Im Rahmen der Versammlung gedachten die Mitglieder auch des am 12. April verstorbenen Heinz Böhmer. Er war Mitbegründer, Ehrenpräsident und Hellordenritter des KVS.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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