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Bestattungsformen und Friedhöfe im Wandel
Gräberfeld nach Mekka ausgerichtet

Auf dem Friedhof in Bruche gibt es ein muslimisches Gräberfeld. Es besteht der Wunsch, auch Doppelgrabstätten zu schaffen.
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  • Auf dem Friedhof in Bruche gibt es ein muslimisches Gräberfeld. Es besteht der Wunsch, auch Doppelgrabstätten zu schaffen.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

rai Bruche/Betzdorf. Ein muslimisches Gräberfeld gibt es auf dem Friedhof Bruche – vor einigen Jahren wurde es auf einer Erweiterungsfläche angelegt. Es ist nach Mekka ausgerichtet, wie das erste, vor 17 Jahren angelegte muslimische Gräberfeld. Dieses wurde 2003 auf dem Friedhof Betzdorf geschaffen. Der damalige Imam der muslimischen Gemeinde Betzdorf hatte mit dem Kompass die Richtung nach Mekka ausgelotet. Entsprechend war das Gräberfeld angelegt worden. Es war ein Wunsch der muslimischen Gemeinde Betzdorf, dass ein muslimisches Gräberfeld geschaffen wird. In der Friedhofssatzung wurde dies geregelt. Im Laufe der Zeit wurde niemand dort bestattet. Weil der Bereich anderweitig genutzt werden sollte, wurde das muslimische Gräberfeld nach Absprache auf den Friedhof Bruche verlegt.

rai Bruche/Betzdorf. Ein muslimisches Gräberfeld gibt es auf dem Friedhof Bruche – vor einigen Jahren wurde es auf einer Erweiterungsfläche angelegt. Es ist nach Mekka ausgerichtet, wie das erste, vor 17 Jahren angelegte muslimische Gräberfeld. Dieses wurde 2003 auf dem Friedhof Betzdorf geschaffen. Der damalige Imam der muslimischen Gemeinde Betzdorf hatte mit dem Kompass die Richtung nach Mekka ausgelotet. Entsprechend war das Gräberfeld angelegt worden. Es war ein Wunsch der muslimischen Gemeinde Betzdorf, dass ein muslimisches Gräberfeld geschaffen wird. In der Friedhofssatzung wurde dies geregelt. Im Laufe der Zeit wurde niemand dort bestattet. Weil der Bereich anderweitig genutzt werden sollte, wurde das muslimische Gräberfeld nach Absprache auf den Friedhof Bruche verlegt. Davon berichtete Markus Zimmermann, Sachbearbeiter der Friedhofsverwaltung im Rathaus Betzdorf, bei der jüngsten Sitzung des Beirates für Migration der Stadt.

Möglich ist fast alles - auch Aschediamanten

Fläche individuell gestalten

Das Gräberfeld wurde auf einer Erweiterungsfläche in Bruche angelegt. Wie seinerzeit in Betzdorf ist es nach Mekka ausgerichtet, damit Beisetzungen in diese Richtung stattfinden können. In den Wiesenreihengräbern sind inzwischen Verstorbene bestattet worden. Auf den Wunsch hin, die Gräber gestalten zu wollen, wurden im Anschluss an die Wiesenreihengräber auch Ruhestätten mit Einfriedungsplatten eingefasst. So kann in dieser Fläche individuell gestaltet werden. Die muslimische Gemeinde habe sich bereit erklärt, dafür Sorge zu tragen, dass die Gräber gepflegt werden. Bei der Sitzung des Beirates trug Ausschussmitglied Oguzcan Köse vor, dass an ihn der Wunsch nach Doppelgräbern herangetragen wurde. Die Fläche bietet die Möglichkeit, dies umzusetzen, informierte Zimmermann: „Die Voraussetzungen sind gegeben, dass es so gemacht werden kann.“ Die muslimische Gemeinde könne einen entsprechenden Antrag für das Anlegen von Doppelgräbern stellen. Der Stadtrat entscheide, ob hierfür ein Bereich abgeteilt werden soll.

Beisetzung ohne Sarg

2003, als das muslimische Gräberfeld in Betzdorf angelegt wurde, war es noch nicht möglich, Verstorbene nur in einem Leichentuch zu bestatten. Inzwischen ist eine Beisetzung auch ohne Sarg möglich, in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Allerdings ist dies nur bei der eigentlichen Beisetzung möglich. Was es laut Satzung nicht gibt, ist ein ewiges Ruherecht. Auch auf dem muslimischen Gräberfeld läuft die Ruhezeit nach 25 Jahren aus.
Der Bereich auf dem Betzdorfer Friedhof, auf dem das muslimische Gräberfeld angelegt worden war, ist für die künftige Nutzung hergerichtet worden. Es wurde ein Hang aufgeschüttet, Grabkammern wurden geschaffen. In jeder ist eine Erdbestattung möglich. Außerdem kann eine Urne beigesetzt werden, teilte Zimmermann mit.

Auf dem Friedhof in Bruche gibt es ein muslimisches Gräberfeld. Es besteht der Wunsch, auch Doppelgrabstätten zu schaffen.
Das erste muslimische Gräberfeld war 2003 auf dem Friedhof in Betzdorf errichtet worden. Hier ist nun ein Feld mit Grabkammern entstanden.
Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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