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Viele Bürger bei Ratssitzung in Wallmenroth
Großes Interesse an Klärschlamm-Verbrennung

In der Muhlau soll bekanntlich eine Anlage zur Klärschlamm-Verbrennung gebaut werden. Über den Stand der Dinge wurden die Bürger in einer Ratssitzung informiert.
  • In der Muhlau soll bekanntlich eine Anlage zur Klärschlamm-Verbrennung gebaut werden. Über den Stand der Dinge wurden die Bürger in einer Ratssitzung informiert.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Dr. Andreas Goebel (Redakteur)

goeb Wallmenroth. Einen neuen Besucherrekord hatte am Dienstag die Wallmenrother Ratsversammlung in der Unterkirche. Zahlreiche Bürger waren gekommen, um von Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach einen Sachstandsbericht zum Thema Klärmschlamm-Verbrennung sowie der möglichen Errichtung einer Funkantenne am Sportplatz zu erhalten.

Wie berichtet, wollen die Verbandsgemeinde-Werke künftig in der Muhlau Klärschlamm verbrennen, der nach neuer Gesetzgebung nicht mehr auf den Feldern ausgebracht werden darf. Man verspricht sich davon auch eine Rückgewinnung des wertvollen Rohstoffs Phosphor. Im Jahre 2016 hatte es erste Überlegungen gegeben, in der Muhlau in Zusammenarbeit mit mehreren anderen Kommunen im Kreis Altenkirchen die Klärschlamm-Verbrennung zusammenzufassen.

goeb Wallmenroth. Einen neuen Besucherrekord hatte am Dienstag die Wallmenrother Ratsversammlung in der Unterkirche. Zahlreiche Bürger waren gekommen, um von Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach einen Sachstandsbericht zum Thema Klärmschlamm-Verbrennung sowie der möglichen Errichtung einer Funkantenne am Sportplatz zu erhalten.

Wie berichtet, wollen die Verbandsgemeinde-Werke künftig in der Muhlau Klärschlamm verbrennen, der nach neuer Gesetzgebung nicht mehr auf den Feldern ausgebracht werden darf. Man verspricht sich davon auch eine Rückgewinnung des wertvollen Rohstoffs Phosphor. Im Jahre 2016 hatte es erste Überlegungen gegeben, in der Muhlau in Zusammenarbeit mit mehreren anderen Kommunen im Kreis Altenkirchen die Klärschlamm-Verbrennung zusammenzufassen. Nach Abstimmungen im Jahr 2018 wurde ein Jahr darauf eine entsprechende Klärschlamm GmbH gegründet.

Wäschenbach berichtete, dass sich zwischenzeitlich auch weitere Verbandsgemeinden außerhalb des Kreises Altenkirchen bei den Werken gemeldet und Interesse gezeigt hätten, sich zu beteiligen. „Jetzt stimmen nur die ausgerechneten Tonnagen nicht mehr“, sagte Wäschenbach, der gleichzeitig betonte, dass Wallmenroth nicht Herr des Verfahrens ist.

Nach den bisherigen Berechnungen sollen in der Verbrennungsanlage in der Muhlau im Volllastbetrieb jedes Jahr 18 200 Tonnen Klärschlamm verbrannt werden. Geht man von einer Lkw-Kapazität von 21 Tonnen aus, würde die Anlieferung pro Jahr 743 Fahrten ausmachen. Diese würden allerdings aus dem Raum Wissen kommen, lediglich die Lkw von der Kläranlage in Herdorf müssten das Dorf durchqueren. Nach dem Verbrennungsvorgang fielen im Jahr 2200 Tonnen Asche an, die man mit 95 Lkw-Fahrten fortschaffen müsste. Jede Woche würde zudem ein Lkw Betriebsstoffe anliefern. Wäschenbach gab die Lkw-Belastung mit 3,7 pro Tag an. „Meiner Meinung hält sich das im Rahmen, vergleicht man das mit den vielen Lkw-Fahrten, die wir hier zu Zeiten von Montaplast hatten.“

Der Ortsbürgermeister zog den Punkt Einwohnerfragen vor. Die Bürger interessierte vor allem, ob es zu gefährlichen Emissionen oder Geruchsbelästigungen kommen könnte. CDU-Fraktionssprecher Christoph Moog erklärte, dass sich der Fachausschuss zwei Einrichtungen angesehen habe, in Koblenz und Unkel. Es habe dort überhaupt keine Geruchsbelästigung gegeben. Auch sei ihnen versichert worden, dass keine Gesundheitsgefahren bestünden. Allerdings soll in der Muhlau höchstwahrscheinlich die sogenannte Drehrohrofentechnik zum Einsatz kommen. Diese Technik wird bislang nur in einem Werk in Dänemark angewendet. Derzeit befinden sich die VG-Werke noch in einem offenen Dialog mit diversen Herstellern von Klärschlamm-Verbrennungsanlagen, sodass man letztlich noch nicht weiß, welche Technik definitiv zum Zuge kommt.

Wäschenbach betonte, dass die Ortsgemeinde Wallmenroth leider keine Gewerbesteuer einnehmen könne, weil die VG-Werke nicht gewinnorientiert arbeiteten. „Das ist eine bittere Pille.“ Bedenklich fand er auch, dass der Vorgang mitten in einem Naturschutzgebiet stattfinden soll. Allerdings sei von den Planern versichert worden, dass Wallmenroth der geeignetste Standort sei. Ein Antrag für eine Baugenehmigung liege auch noch nicht vor, weil man sich auf die Technik noch nicht geeinigt habe.

Was den Funkmast angeht, wollten die Bürger ausschließen, dass die strahlungsintensive 5G-Technik dort zum Einsatz kommt. Hier konnte der Ortsbürgermeister beruhigen. Es gehe ausschließlich um LTE.

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

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