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Werbung für das Einkaufen vor Ort
Heimatgefühle an der Kasse

Christoph Weller drückt symbolischen den Buzzer, und die Konfettikanonen, die Steffi Stieler und Oliver Rohrbach halten, entfalten ihre Wirkung.  Foto: rai
  • Christoph Weller drückt symbolischen den Buzzer, und die Konfettikanonen, die Steffi Stieler und Oliver Rohrbach halten, entfalten ihre Wirkung. Foto: rai
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rai Betzdorf. Christoph Weller drückte den Buzzer und die Konfettikanonen in den Händen von Steffi Stieler und Oliver Rohrbach taten ihren Dienst: Im Rahmen der Aktion „Heimatshoppen“ startete die Gruppe mit Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel anschließend zum Rundgang durch Betzdorf. Ein deutliches Zeichen, mehr noch ein Appell an die Menschen, Solidarität mit den Händlern vor der Haustür zu zeigen.

„Das ist eine Wertschätzung für Stadt und Einzelhandel“: Stadtbürgermeister Benjamin Geldsetzer freute sich am Samstag über den prominenten Besuch. Er wies darauf hin, dass ein neues Einzelhandelskonzept für die Verbandsgemeinde beauftragt werden soll. Er selbst will den Masterplan 2030 für die Stadt vorstellen.

rai Betzdorf. Christoph Weller drückte den Buzzer und die Konfettikanonen in den Händen von Steffi Stieler und Oliver Rohrbach taten ihren Dienst: Im Rahmen der Aktion „Heimatshoppen“ startete die Gruppe mit Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel anschließend zum Rundgang durch Betzdorf. Ein deutliches Zeichen, mehr noch ein Appell an die Menschen, Solidarität mit den Händlern vor der Haustür zu zeigen.

„Das ist eine Wertschätzung für Stadt und Einzelhandel“: Stadtbürgermeister Benjamin Geldsetzer freute sich am Samstag über den prominenten Besuch. Er wies darauf hin, dass ein neues Einzelhandelskonzept für die Verbandsgemeinde beauftragt werden soll. Er selbst will den Masterplan 2030 für die Stadt vorstellen.

Ein „kleines Sorgenkind“ sei die Viktoriastraße, räumte Gelsetzer ein und blickte auf das von der Stadt gekaufte Eisenbahnausbesserungswerk: „Es soll keine Insellösung werden, sondern in den Kernbereich integriert werden.“

Die Betzdorfer Aktionsgemeinschaft machte zum dritten Mal beim „Heimatshoppen“ mit, berichtete Vorsitzender Christoph Weller. Inzwischen 77 Mitglieder zeigten, „was wir alles haben“. Man habe hier und da Leerstände, aber: „Wir haben tolle Geschäfte, jede Menge.“ Das Thema beim „Heimatshoppen“ sei „Vielfalt in der Region“. Das habe man sowohl bei Produkten als auch beim kulturellen Hintergrund von Geschäftsinhabern und Einzelhändlern. „Das macht Vielfalt von Betzdorf aus.“

Arne Rössel skizzierte, dass die Aktion Akzente auf den „stationären Einzelhandel“ setze. Man wolle Mut machen und die Stärken des Handels mehr ins Blickfeld rücken. Man dürfe nicht nur auf das Internet schimpfen, so Rössel, sondern auch etwas zu tun: „Da müssen auch die Kunden mitziehen.“

In Richtung Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßte er es, wieder mehr Kunden in den Geschäften zuzulassen. Das Thema „verkaufsoffene Sonntage“ sprach Rössel ebenfalls an. Die IHK setze auf engagierte Werbegemeinschaften und die Vernetzung vor Ort. Mit den zwei Aktionstagen wolle man Rückenwind geben: „Wir unterstützen sie, wo es geht.“

Für Bätzing-Lichtenthäler ist „Heimatshoppen“ wichtiger denn je: 160 000 Menschen seien in Rheinland-Pfalz im Einzelhandel tätig. Die Pandemie habe zu zahlreichen Beeinträchtigungen und Herausforderungen geführt, Aber: Im Zuge von Corona sei die Bedeutung von Heimat noch einmal bewusst geworden. Man habe gemerkt: „Hier vor Ort sind keine Geschäfte geöffnet.“ Keine Begegnungen, kein sozialer Zusammenhalt. Dies bedeute auch Heimat. Mit Vehemenz habe die IHK dies mit der Aktion „Heimatshoppen“ vorangetrieben. Werbegemeinschaften würden sich ebenfalls mit neuen Ideen dem Thema stellen, sagte Bätzing-Lichtenthäler: „Man ist nicht passiv, sondern aktiv“.

Die Politik habe die Rahmenbedingungen zu schaffen, „damit Handel eine Zukunft hat“. Verantwortung sieht die Ministerin auch bei Verbrauchern: „Diese müssen mehr in der analogen Welt einkaufen.“ Vor Ort einkaufen bedeute mehr Mühe, aber: „Man bekommt mehr: Begegnung.“

Auch Landrat Dr. Peter Enders stellte fest, dass mit Corona Heimat eine neue Qualität bekommen habe. Ein wichtiger Punkt sei es, die Akteure zu unterstützen. „Es ist ein Mehrwert, lokal einzukaufen.“ Händlern im ländlichen Raum könne er nur raten, auch Onlinehandel zu betreiben.

Beim Rundgang gab es bei Bäcker Acher Butterhörnchen, bei „First Beef“ Burger. Bei Friseur Atay Kaleli an der Bahnhofstraße gab es keinen Haarschnitt, aber einen kurzen Austausch: Er wünsche sich, dass die Innenstadt ein bisschen belebter wäre, sagte Kaleli.

Mit kreisweit sechs Werbegemeinschaften beteiligte sich diesmal eine mehr (Gebhardshain) am "Heimatshoppen" als im vergangenen Jahr, freute sich IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Rohrbach. Von diesen werden viel Herzblut investiert. Denn es gehe um eine lebendige Stadt und Region, in der man gerne wohne, lebe und arbeite.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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