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Zuweg zum Förster-Denkmal hergerichtet
Heimatverein Wallmenroth baute Brücke in die Vergangenheit

Dass bei einem Heimatverein alle Generationen einschließlich Ortsbürgermeister mit anpacken, ist fast eine Art Alleinstellungsmerkmal der Wallmenrother.
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  • Dass bei einem Heimatverein alle Generationen einschließlich Ortsbürgermeister mit anpacken, ist fast eine Art Alleinstellungsmerkmal der Wallmenrother.
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rai Wallmenroth. Viele Stunden Handarbeit investiert und schweres Gerät eingesetzt haben die Helfer des Heimatvereins Wallmenroth, um das Umfeld am Förster-Denkmals mit seinem imposanten Thuja-Bäumen im Lotterbachtal wieder herzurichten. Nun ist der Bereich am Denkmal, an dem der Förster-Steig vorbeiführt, wieder sicheren Fußes zu erreichen.

Das war zuletzt nicht mehr der Fall. Denn das Holz der Bretter von zwei Brücken, besser gesagt Stege, war so nass und glitschig, dass jederzeit die Gefahr bestand, auszurutschen. „Selbst der Hund musste im Spagat über die Brückelchen“, schmunzelte Beate Michel, Vorsitzende des Heimatvereins, als nun die fleißigen Helfer mit dem Aufstellen von vier Holzbänken das Projekt zu Ende brachten.

rai Wallmenroth. Viele Stunden Handarbeit investiert und schweres Gerät eingesetzt haben die Helfer des Heimatvereins Wallmenroth, um das Umfeld am Förster-Denkmals mit seinem imposanten Thuja-Bäumen im Lotterbachtal wieder herzurichten. Nun ist der Bereich am Denkmal, an dem der Förster-Steig vorbeiführt, wieder sicheren Fußes zu erreichen.

Das war zuletzt nicht mehr der Fall. Denn das Holz der Bretter von zwei Brücken, besser gesagt Stege, war so nass und glitschig, dass jederzeit die Gefahr bestand, auszurutschen. „Selbst der Hund musste im Spagat über die Brückelchen“, schmunzelte Beate Michel, Vorsitzende des Heimatvereins, als nun die fleißigen Helfer mit dem Aufstellen von vier Holzbänken das Projekt zu Ende brachten.

Im Laufe der Zeit war alles zugewachsen, das Denkmal lag versteckt. Der schwere Stein mit Tafel erinnert daran, was sich am 3. Juni 1919 im Wallmenrother Wald zugetragen hatte, als der Staatsförster Hermann Schulte ums Leben kam. Er damals von einem wildernden Bahnarbeiter erschossen worden. Forstkollegen hatten später die kleine Gedenkstätte geschaffen.

Wegen des schlechten Zustands der Holzstege hatte sich der Ortsgemeinderat mit der Verkehrssicherungspflicht beschäftigt. Über einen Steg war bereits feinmaschiges Drahtgeflecht ausgelegt worden, um die Griffigkeit zu erhöhen. Im Rat wurden Beton- und Stahlkonstruktionen als Ersatz diskutiert, aber auch die Lösung, die nun zum Tragen kommt. Denn parallel zur Kommunalpolitik hatte sich auch der Heimatverein Wallmenroth mit dem Thema beschäftigt – und dann auch letztlich bei dem Projekt „den Hut auf“. Um es vorwegzunehmen: Die Lösung ist mehr als nur gelungen, und sie sieht optisch hervorragend aus.

Über das LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union hatte man im Vorjahr bereits die Mariengrotte aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt (die SZ berichtete). Die Lokale Aktionsgruppe Westerwald-Sieg des LEADER-Programms möchte gezielt solche Projekte unterstützen, bei denen das Ehrenamt im Vordergrund steht.

Mit maximal 2000 Euro wird gefördert – so auch dieses Projekt. Im August ging es los, mit viel ehrenamtlichem Engagement und schweren Maschinen. Denn es mussten u.a. umgekippte Baumstämme beiseite geschafft werden. Ohne den Traktor und die Seilwinde von Peter Pfeifer wäre das buchstäblich nicht zu stemmen gewesen.

Dass der Verein zum zweiten Mal bei LEADER dabei sein konnte, freute alle. Und dabei waren die Generationen wieder gemeinsam am Werk. Vom Jugendlichen bis ins Seniorenalter wurde angepackt, der Jüngste war erst drei Jahre alt. Ziel war es dabei, alles natürlich zu belassen, denn es würden hier viele Tiere leben.

Vom Förster-Steig aus führten Treppenstufen zum Denkmal. Ursprünglich habe man diese erneuern wollen, sagte Michel. Während der Arbeiten habe man sich umentschieden. So wurde der Zuweg barrierefrei gestaltet, ist also mit Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar.

Viel ehrenamtliches Engagement wurde geleistet. Allein an einem Samstag packten die 15 bis 20 Helfer mehr als neun Stunden lang an. Das Gelände war versumpft. Es wurde ein Graben gezogen. Mit einem Teleskoplader, den Martin Rosenbauer bereit stellte, wurde die Verrohrung in einen Damm eingesetzt. Für den Zuweg wurden allein 34 Tonnen Basaltaschotter ausgebracht. Darauf verteilen sich nun zehn Kubikmeter Hackschnitzel. Zur Stärkung wurden die Helfer mit Fleischwurst und Brötchen versorgt.

Beate Michel stellte heraus, dass im Vergleich zum LEADER-Projekt Mariengrotte diesmal ein ganz anderes Team zusammengekommen sei. Man sei auch immer im Austausch mit Revierförster Wolfgang Gross gewesen, berichtete Peter Pfeifer, als er mit Andreas Köhler die Bänke verschraubte.

„Ich bin froh, dass der Heimatverein das gemacht hat“, sagte Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach, der selbst mit Hand angelegt hatte.

Den Abschluss des umfangreichens Projektes bildete das Aufstellen der Sitzgelegenheiten, die aus halbierten Eichenstämme bestehen.

Dass bei einem Heimatverein alle Generationen einschließlich Ortsbürgermeister mit anpacken, ist fast eine Art Alleinstellungsmerkmal der Wallmenrother.
Der Zuweg zum Förster-Denkmal wurde optisch sehr ansprechend hergerichtet. Kaum zu glauben, dass es sich hier eine ehrenamtliche Arbeit handelte.
Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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