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Pfadfinder auf Platz 7 beim Umweltpreis
Im Pfingstlager „kurz die Welt gerettet“

Die Betzdorfer Pfadfinder des DPSG-Bezirks Sieg reden nicht nur über Umweltschutz, sie handeln auch entsprechend. Beim Pfingstlager 2019 wurde ein Beitrag dazu geleistet, die Welt mal kurz zu retten.
  • Die Betzdorfer Pfadfinder des DPSG-Bezirks Sieg reden nicht nur über Umweltschutz, sie handeln auch entsprechend. Beim Pfingstlager 2019 wurde ein Beitrag dazu geleistet, die Welt mal kurz zu retten.
  • Foto: DPSG
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

thor  Betzdorf/Trier. Es hat keiner Greta Thunberg, keinem Naturschutzverband und keiner Politik bedurft: Pfadfinder waren schon immer engagierte Streiter für die Umwelt und die Schöpfung. Das gehört quasi zum Selbstverständnis, und das gilt auch und gerade für den DPSG-Stamm Betzdorf. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben nun auch ganz offiziell eine Bestätigung für ihre Arbeit erhalten. Beim Umweltpreis 2020 des Bistums Trier – der Pandemie-bedingt mit Verspätung vergeben wurde – belegten sie mit einem Projekt den 7. Platz. Dafür gab es neben viel Lob auch 400 Euro.Ganzheitliches KonzeptDie Betzdorfer Pfadfinder hatten sich mit ihrem Pfingstlager aus dem Jahr 2019 beworben. Das stand unter dem Motto „Nur mal kurz die Welt retten“.

thor  Betzdorf/Trier. Es hat keiner Greta Thunberg, keinem Naturschutzverband und keiner Politik bedurft: Pfadfinder waren schon immer engagierte Streiter für die Umwelt und die Schöpfung. Das gehört quasi zum Selbstverständnis, und das gilt auch und gerade für den DPSG-Stamm Betzdorf. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben nun auch ganz offiziell eine Bestätigung für ihre Arbeit erhalten. Beim Umweltpreis 2020 des Bistums Trier – der Pandemie-bedingt mit Verspätung vergeben wurde – belegten sie mit einem Projekt den 7. Platz. Dafür gab es neben viel Lob auch 400 Euro.

Ganzheitliches Konzept

Die Betzdorfer Pfadfinder hatten sich mit ihrem Pfingstlager aus dem Jahr 2019 beworben. Das stand unter dem Motto „Nur mal kurz die Welt retten“. Das ganzheitliche Konzept erstreckte sich vom regionalen Einkauf der Küche über dem zum Thema passenden Gottesdienst bis hin zum Programm, das spielerisch Wissen und Praxis vereinte. Auch die Müllvermeidung wurde noch einmal durch zahlreiche Upcycling-Projekte thematisiert. So konnten die Teilnehmer hübsche Aufbewahrungsdosen aus alten Dosen sowie Perlenarmbänder und Stiftebehälter aus alten Zeitungen basteln. Alte Gläser wurden mit der Makramee-Knüpftechnik zu neuen Hinguckern. Weiterhin wurden aus alten Gläsern Insektenhotels gebastelt, die nun in Gärten bedrohten Wildbienen einen Brutplatz bieten. Die Preisverleihung fand am vergangenen Freitag in Form einer Video-Konferenz statt, an der neben Klimaschutzmanagerin Charlotte Dürrwächter auch Bischof Stephan Ackermann teilnahm. Über insgesamt 13 Projekte musste die Jury befinden, Kitas und Schulen waren dabei in der „Überzahl“. In kurzen Video-Sequenzen konnten die Teilnehmer ihre Arbeiten noch einmal vorstellen.

"Gut und sorgsam mit der Schöpfung umgehen“

Die Notwendigkeit zum Handeln sei jedem bewusst, doch die Umsetzung sei oft schwierig, sagte Bischof Stephan. „Wir sehen die Erde an, als wäre sie ein Materiallager. Wir beuten die Erde aus.“ Als Christ habe man einen besonderen Auftrag, „gut und sorgsam mit der Schöpfung umzugehen“. Auch das Bistum selbst versuche mit gutem Beispiel voranzugehen, indem etwa der CO2-Ausstoß in den Einrichtungen gesenkt werde. Der Umweltpreis soll aber auch eines ganz deutlich machen: „Die entscheidende Wurzel ist die Liebe zum Leben. Und was man liebt, das zerstört man nicht.“
Für den Umweltpreis standen insgesamt 7000 Euro an Preisgeldern zur Verfügung. Sieben Projekte waren letztlich ausgesucht worden, und wenn auch nicht ganz vorne dabei, so konnten die live zugeschalteten Pfadfinder trotzdem jubeln. Der 1. Preis ging an die Kita „Heilige Familie“ in St. Wendel. Im Frühjahr 2020 wurde für das Außengelände der Kindertagesstätte ein Hühnerstall gebaut und Zwerghuhn- Küken ausgebrütet. Zudem wurde ein Natur- und Sinnesgarten angelegt. In naher Zukunft sollen sich dort Wildbienen ansiedeln, indem Schmetterlingssträucher und allgemeine Insektennutzpflanzen gepflanzt werden. 

Umweltpreis wird seit 1996 verliehen

Die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) verleiht den Umweltpreis seit 1996. Damit möchte man das Engagement des Bistums für Umweltfragen fördern und sichtbar machen. Der Veränderungswille für neue, umweltgerechtere Wege soll angeregt werden. Viele junge Menschen beschäftigten sich mit Umweltfragen und engagierten sich für den Klimaschutz. Das Bistum Trier möchte ermutigen, dieses Engagement fortzusetzen und zu verstärken.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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