Video vom "Talking Head"
Innovative Raiffeisen-Installation im Museum

Friedrich-Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) ist in „seinem“ Museum in Hamm (Sieg) gewissermaßen zum Leben erweckt worden. Der „Talking Head“ wartet nun auf Besucher.
  • Friedrich-Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) ist in „seinem“ Museum in Hamm (Sieg) gewissermaßen zum Leben erweckt worden. Der „Talking Head“ wartet nun auf Besucher.
  • Foto: dach
  • hochgeladen von Achim Dörner (Redakteur)

dach Hamm (Sieg) „Guten Tag und herzlich willkommen im deutschen Raiffeisen-Museum in Hamm an der Sieg“: Mit diesen Worten begrüßt der „Hausherr“ seine Gäste in seinen vier Wänden. Naja, Hausherr ist Friedrich-Wilhelm Raiffeisen eigentlich nur im übertragenen Sinne, und seine eigenen vier Wände – da streiten sich die Gelehrten – waren es vielleicht mal (er soll hier geboren worden sein).

Und höchstselbst kann der Vater der Genossenschaftsidee seit 1888 niemanden mehr begrüßen. Trotzdem umweht die Installation, die da am Dienstag im Raiffeisenmuseum der Ortsgemeinde Hamm (Sieg) vorgestellt worden ist, der Charme eines Willkommens von Angesicht zu Angesicht.

Geschaffen wurde sie von Bildhauer Martin Burkhardt (Baden-Baden), gemeinsam mit Sofia Samoylova und Pascal Bach, seinerzeit Mediendesign-Studenten an der Hochschule Rhein-Main. Raiffeisens Kopfform wurde aus Ton modelliert und schließlich in Gips ausgegossen. Diese Skulptur, garniert mit einer schmalrandigen Brille, wird nun per Beamer „bestrahlt“.

Ein Schauspieler, mit ganz ähnlichen Gesichtszügen wie das „Original“, spricht dann zu den Besuchern, erzählt von der Zeit, in der er die ersten Hilfsvereine aus er Taufe gehoben hat. Der Clou: Das geschieht auf Knopfdruck auch auf Englisch, Französisch oder Japanisch. Dabei bewegt sich der Mund, die Augen blinzeln und der markante Schnorres tanzt auf und ab.

Die Installation war zunächst in der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur zu sehen. Danach machte der Kopf die Runde und war bei so mancher Genossenschaftsbank zu Gast. Nun ist der „Talking Head“ (sprechender Kopf) in Hamm angekommen. Ratsmitglied Peter Krämer hatte ihn in Montabaur entdeckt und die Idee in die Ortsgemeinde getragen.

Für Bernd Niederhausen ist er „die Krone auf dem Haupt des Museums“, wie der Ortsbürgermeister im Gespräch mit der SZ sagte. Das Museum selbst ist im Eigentum der Ortsgemeinde und wurde kürzlich vom Kopf auf die Füße gestellt und erst im vergangenen November wiedereröffnet. Gehegt und gepflegt wird es nach wie vor von den Heimatfreunden im Hammer Land. Norbert Grüttner führt oft Besuchergruppen durchs Museum und wusste bereits zu berichten, dass die neue Installation für „helle Begeisterung“ sorge.

Finanziert hat das Projekt die Stiftung des Förderkreises der Genossenschaftsmitglieder. 12 500 Euro wurden dafür aus Münster überwiesen.

Für Hamms Verwaltungs-Chef Dietmar Henrich war gestern „ein großer Tag. Ich bin total glücklich“, so der Bürgermeister. Diese Installation verkörpere vollkommen die Neuausrichtung des Museums. „Das hier ist echt ein Meilenstein.“

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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