Einige Jugendliche verhalten sich, als ob es keine Pandemie gäbe
„Interessiert mich nicht“

Die Verbotsschilder am Kleinspielfeld in Weitefeld hatte jemand heruntergerissen. Jugendliche, die dort kickten, mussten zum Gehen aufgefordert werden.
  • Die Verbotsschilder am Kleinspielfeld in Weitefeld hatte jemand heruntergerissen. Jugendliche, die dort kickten, mussten zum Gehen aufgefordert werden.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Achim Dörner (Redakteur)

dach Betzdorf/Weitefeld. Nicht alle nehmen die Bedrohung durch die Corona-Pandemie so ernst, wie sie es sollten. In Betzdorf und Weitefeld ist es in den vergangenen Tagen zu Szenen gekommen, wie sie derzeit gerade eigentlich vermieden werden müssten. Hier waren Jugendliche zusammengekommen, um gemeinsam Sport zu treiben.

An sich eine Sache, gegen die niemand etwas haben kann, im Moment allerdings schon. In Weitefeld musste am Mittwochabend das Fußball-Kleinspielfeld des TuS „geräumt“ werden, weil ein gutes Dutzend Jugendlicher/junge Männer sich dort zum Kicken getroffen hatten, wie Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler auf Nachfrage berichtete.

Die Freizeitfußballer hätten sich darauf berufen, dass an dem Spielfeld keine Verbotsschilder hingen. In der Tat hatte jemand diese Schilder, die nach der Anweisung „von oben“, dass auch alle Sportstätten zu schließen sind, dort angebracht worden waren, heruntergerissen.

Die Jugendlichen hätten aber schließlich auf Ansprache des TuS-Vorstands Einsicht gezeigt und seien wieder gegangen. „Das ist glimpflich abgelaufen“, so Keßler.

Das sei an den Tagen zuvor auf dem Hof der Grundschule schon anders gewesen. Auch hier hatten sich nach den Schilderungen des Ortsbürgermeisters Heranwachsende zum gepflegten Kick verabredet. Auf entsprechende Hinweise – das Fußballspielen ist hier sowieso verboten – seien die „Sportsfreunde“ dann „massiv ausfällig“ geworden, so Keßler: „Da kriegst du Antworten… Da wirst du tituliert…“

Ein ähnliches Bild muss es diese Woche auch an der Sportanlage zwischen Gymnasium und Gesamtschule in Betzdorf gegeben haben. „Ca. 15 Junge Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren kletterten über den Zaun des verschlossenen, gesperrten und umzäunten Sportplatzes und spielten Basketball“, heißt es in einem WhatsApp-Bericht eines Augenzeugen. Die jungen Männer waren demnach auch nicht unvorbereitet, sondern hatten reichlich Getränke dabei.

Auf eine entsprechende Ansprache sei nur zurückgekommen: „Ich gucke kein Fernsehen und lese keine Zeitung. Interessiert mich alles nicht.“

Der lakonische Kommentar des Augenzeugen: „Wir sind verloren.“

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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