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Zwei Interessenten stehen bereit
Investition im großen Stil

In unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und zum Bahnhof liegen knapp 50 000 Quadratmeter brach: das alte Eisenbahnausbesserungswerk. Dort soll ein neues Innenstadtquartier geschaffen werden, und zwei Investoren stehen dafür Gewehr bei Fuß.
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  • In unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und zum Bahnhof liegen knapp 50 000 Quadratmeter brach: das alte Eisenbahnausbesserungswerk. Dort soll ein neues Innenstadtquartier geschaffen werden, und zwei Investoren stehen dafür Gewehr bei Fuß.
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damo Betzdorf. Zurückhaltung klingt anders als die Töne, die Benjamin Geldsetzer im Telefonat mit der SZ anschlägt: „Das Projekt hat nicht nur für Betzdorf Bedeutung, sondern für die gesamte Region. Wie da investiert werden soll, ist beispiellos für die vergangenen Jahrzehnte.“ Und auch im Betzdorfer Rathaus hört sich Wirtschaftsförderer Michael Becher sehr, sehr zufrieden an: „Dieses Projekt macht richtig Spaß.“ Die Rede ist vom neuen Innenstadtquartier nahe dem Bahnhof, mit anderen Worten: vom ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerk (EAW).

Wie bereits berichtet, will die Stadt das brachliegende Filetstück im Herzen der Innenstadt entwickeln.

damo Betzdorf. Zurückhaltung klingt anders als die Töne, die Benjamin Geldsetzer im Telefonat mit der SZ anschlägt: „Das Projekt hat nicht nur für Betzdorf Bedeutung, sondern für die gesamte Region. Wie da investiert werden soll, ist beispiellos für die vergangenen Jahrzehnte.“ Und auch im Betzdorfer Rathaus hört sich Wirtschaftsförderer Michael Becher sehr, sehr zufrieden an: „Dieses Projekt macht richtig Spaß.“ Die Rede ist vom neuen Innenstadtquartier nahe dem Bahnhof, mit anderen Worten: vom ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerk (EAW).

Wie bereits berichtet, will die Stadt das brachliegende Filetstück im Herzen der Innenstadt entwickeln. Also hat die Stadt das knapp 50 000 Quadratmeter große Areal gekauft – und vor allem haben die Akteure vor Ort ganz klare Vorstellungen zur Gestaltung entwickelt.

So soll das Quartier mehrere Funktionen erfüllen:

  • Auf dem Gelände sollen sich Dienstleister ansiedeln,
  • es soll Raum für die die medizinische Versorgung entstehen,
  • ein Nahversorger soll die Lücke schließen, die das Ende des Edeka-Markts vor Jahren gerissen hat,
  • seniorengerechte Wohnungen sollen ebenso geschaffen werden wie Sozialwohnungen,
  • in das Gelände soll auch mindestens ein gastronomischer Betrieb integriert werden,
  • und nicht zuletzt soll das Areal an die bestehende Besiedlung anknüpfen und den Bahnhof von der anderen Seite der Gleise an erschließen.

Und die Stadt Betzdorf war selbstbewusst genug, diese Vorgaben bei der europaweiten Investorensuche verbindlich festzuschreiben – obwohl es natürlich deutlich leichter gewesen wäre, eine 50 000 Quadratmeter große Innenstadtfläche ohne Nutzungskonzept zu vermarkten. „Aber wir haben klare Vorstellungen, wie sich Betzdorf entwickeln soll“, sagt Geldsetzer. Und die Ausschreibung gibt ihm recht: Zwei Investoren, laut Becher „potent, solvent und erfahren“, haben ihr Interesse bekundet, Betzdorfs neues Innenstadtquartier zu entwickeln. „Wir haben viel gewagt, aber gewonnen“, kommentiert Becher die Tatsache, dass trotz der klaren Vorgaben zwei Investoren bereitstehen. Ende April werden sie ihr Grobkonzept auf den Tisch legen.

Hoher achtstelliger Betrag

Dass die Investoren bereit sind, „einen hohen achtstelligen Betrag“ (Geldsetzer) in Betzdorf zu investieren, nimmt der Stadtbürgermeister sehr erfreut zur Kenntnis, denn: „Das zeigt ja, das Betzdorf für Investoren interessant ist.“ Schließlich dürfe man davon ausgehen, dass die Investoren den Markt und seine Potenziale gründlich analysiert haben: „Die werden so ein finanzielles Großprojekt nicht angehen, ohne es genau geprüft zu haben“, sagt Geldsetzer. Und das Ergebnis dieser Analyse scheint sich von der Wahrnehmung vieler Einwohner zu unterscheiden: „Die Betzdorfer neigen dazu, ihre Stadt oft selber schlechtzureden“, meint Becher, „aber das Interesse der Investoren beweist das Gegenteil“.

Im Rathaus wird das Projekt bereits jetzt mit großem Schwung vorangetrieben. „Wir wollen keine Zeit verlieren“, erklärt Becher. Und so laufen bereits die Untersuchungen zu möglichen Altlasten (Becher: „Wir müssen nicht von einer großen Schadstoffbelastung ausgehen“) und in Sachen Naturschutz. Denn auch, wenn es sich um eine Industriebrache in der Innenstadt handelt, muss ein Jahr lang kartiert werden, welche Tiere und Pflanzen dort vorkommen. „Mit diesem Gutachten sind wird im Herbst fertig“, sagt Becher.

Hallen stehen unter Denkmalschutz

Eine andere Hürde soll im Mai angepackt werden: der Denkmalschutz. Denn die alten und reichlich maroden Hallen stehen unter Schutz. Aber Geldsetzer ist optimistisch, dass sich eine Lösung finden lässt. Die Kooperation mit der Unteren Denkmalschutzbedhörde im Kreishaus sei gut – jetzt gelte es, bei einem Ortstermin mit der übergeordneten Generaldirektion Kulturelles Erbe Kompromisse zu suchen und zu finden. „Wir werden bei einer Begehung schauen, wie sich die Interessen des Denkmalschutzes befriedigen lassen.“

Sofern das gelingt, wäre der nächste Schritt ein Bebauungsplan-Verfahren. „Das wird ein gutes Jahr in Anspruch nehmen“, schätzt Becher. Und dann? Könnte gebaut werden – wenn alles richtig gut läuft, vielleicht sogar schon im Herbst 2022. „Das ist sicher ziemlich ambitioniert“, meint Becher. Aber wann, wenn nicht in diesem Fall, lohnt es sich, ein sportliches Ziel zu verfolgen?

In unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und zum Bahnhof liegen knapp 50 000 Quadratmeter brach: das alte Eisenbahnausbesserungswerk. Dort soll ein neues Innenstadtquartier geschaffen werden, und zwei Investoren stehen dafür Gewehr bei Fuß.
Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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