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Geplanter Solarpark Grünebach
Jetzt ist doch ein Bebauungsplan nötig

Geknickt war am Dienstagabend die Stimmung im Grünebacher Rat als es um den geplanten Solarpark ging. Aber obwohl nun, anders als gedacht, ein Bebauungsplan her muss, will man das Projekt weiter verfolgen.
  • Geknickt war am Dienstagabend die Stimmung im Grünebacher Rat als es um den geplanten Solarpark ging. Aber obwohl nun, anders als gedacht, ein Bebauungsplan her muss, will man das Projekt weiter verfolgen.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

nb Grünebach. Dass die Stimmung am Dienstagabend im Ortsgemeinderat Grünebach äußerst „verschnupft“ war, lag keinesfalls an irgendwelchen Viren, sondern war vielmehr dem zusätzlichen Tagesordnungspunkt geschuldet. Bis kurz vor der Sitzung war in der Verbandsgemeindeverwaltung mit heißer Nadel an der dazugehörigen Vorlage gestrickt worden. Für die schnelle und prompte Erledigung gab es für den Fachbereich Bauen ein Dankeschön von Mike Pfeifer. Als die Sprache allerdings auf die Kreisverwaltung kam, verhinderte wohl nur der obligatorische Mundschutz, dass man beim Grünebacher Ortschef zusammengebissene Zähne sah.

nb Grünebach. Dass die Stimmung am Dienstagabend im Ortsgemeinderat Grünebach äußerst „verschnupft“ war, lag keinesfalls an irgendwelchen Viren, sondern war vielmehr dem zusätzlichen Tagesordnungspunkt geschuldet. Bis kurz vor der Sitzung war in der Verbandsgemeindeverwaltung mit heißer Nadel an der dazugehörigen Vorlage gestrickt worden. Für die schnelle und prompte Erledigung gab es für den Fachbereich Bauen ein Dankeschön von Mike Pfeifer. Als die Sprache allerdings auf die Kreisverwaltung kam, verhinderte wohl nur der obligatorische Mundschutz, dass man beim Grünebacher Ortschef zusammengebissene Zähne sah.
Grund für den Verdruss bei Ortsbürgermeister und Ratsmitgliedern: Die Verwaltung in Altenkirchen hat vor die ambitionierten Pläne für einen Grünebacher Solarpark (die SZ berichtete) erst einmal ein unerwartetes Stoppschild gesetzt. Aber eines, so hoffen nun alle, das möglichst zügig wieder beiseite geschafft werden kann.

Sonnige Stimmung rund um das Solar-Projekt Grünebach

Zur Erinnerung: Schon länger gab es die Idee für den Solarpark auf dem Gebiet der ehemaligen Grünebacher Hütte gleich neben der Landesstraße. Das Areal wurde jahrzehntelang gewerblich genutzt, im noch gültigen Flächennutzungsplan der Alt-VG Betzdorf ist es als „gewerbliche Baufläche“ dargestellt.
Die Stimmung in Bezug auf das Solar-Projekt: sonnig. Anfang Juni wurde der Bauantrag vom Planer gefertigt, in einer Ratssitzung die sogenannte Klarstellungssatzung einstimmig beschlossen – und dann ging alles nach Altenkirchen. Seit Ende August, so Mike Pfeifer, habe er regelmäßig per E-Mail und Telefon nachgehakt und nach dem Stand der Dinge gefragt. In der vergangenen Woche erfuhr er dann: „Die Kreisverwaltung sieht das Ganze negativ.“
Kein Fall für eine kurze Klärung am Telefon, und so wurde noch am Montag ein Gesprächstermin im Kreishaus in Sachen Bauantrag initiiert. Unter anderem mit am Tisch: Landrat Dr. Peter Enders, Martin Schäfer, Bauamtschef in der VG-Verwaltung, und Joachim Brenner, Erster Beigeordneter der VG Betzdorf-Gebhardshain.
Die Quintessenz: Jetzt muss die Ortsgemeinde doch einen Bebauungsplan aufstellen. Mehr wolle er dazu jetzt auch gar nicht sagen, so der Ortsbürgermeister mit sarkastischem Unterton. Fakt sei eben: So wie bisher gedacht, gehe es nicht.

Augstellungsbeschluss als erster Schritt

Darüber zeigten sich auch die Ratsmitglieder erwartungsgemäß wenig erfreut, schließlich sei man schon so lange an dem Projekt dran, wurde viel Zeit und Energie investiert. Von einem „Stopp ohne Begründung“ war etwa die Rede bis zu einem noch deutlicherem „Hier das hier ist ein Witz.“
Aber Lamentieren allein hilft nicht, und so gab auch Mike Pfeifer das Ziel aus: „Wir müssen jetzt zusammen eine Lösung finden.“ Man müsse nun die Hausaufgaben machen, um das Projekt zügig umzusetzen.
Der erste Schritt wurde am Dienstag geschlossen getan – mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Sondergebiet Photovoltaikanlage“, wie er in der Vorlage heißt, und dem Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange.
Die Beteiligung sei ja im bisherigen Verfahren eigentlich schon gelaufen und da habe es keine Einwände oder Probleme gegeben, machte Pfeifer Mut, dass es auch dieses Mal so laufen dürfte.
Ob es denn bei gemachten Hausaufgaben voraussichtlich „grünes Licht“ für den Solarpark gebe, wurde aus dem Plenum nachgehakt. Eine Frage, die Pfeifer mit einem „Ja“ beantwortete. Er sei weiter optimistisch, dass die Sache auch umgesetzt wird.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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