Kein Grund zum Jammern

Betzdorfer Architekten-Büro besteht seit 25 Jahren:

Trotz wirtschaftlich schwerer Zeit steigern Piske und Partner im Jubiläumsjahr den Umsatz

damo Betzdorf. Ins allgemeine Jammern stimmt Udo Piske nicht mit ein. Muss er auch nicht: Der Umsatz des Architektenbüros Piske und Partner ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Und wenn dann noch – pünktlich zum Stadtjubiläum – der 25. Geburtstag des Büros gefeiert wird, dann wird naturgemäß kein Klagelied angestimmt.

Natürlich spürt das Büro Piske und Partner (als Partner sitzt Ralf Utsch mit im Boot), dass derzeit eher verhalten investiert wird – schließlich macht Piske seinen Umsatz nicht mit dem Vermessen eines Anbaus oder dem Entwurf eines Carports. Er hat vielmehr in den vergangenen 25 Jahren Kontakte geknüpft, die es ihm ermöglichen, über die Schiene der Stadtentwicklung immer neue Folgeprojekte zu akquirieren. Und wenn es um private oder gar kommunale Investitionen in Millionenhöhe geht, spielt die Konjunktur naturgemäß eine Rolle.

Dennoch: Derzeit bearbeitet das Betzdorfer Büro viele lukrative Aufträge. Ein Beispiel: In Emden baut VW seine Produktionsmethode um. Im Stil der Wolfsburger »Autostadt« soll hier ein Innovationszentrum entstehen, in dem sich die Zulieferer und Entwickler direkt um das VW-Werk gruppieren – kurze Wege, mehr Flexibilität, mehr Effektivität. »Gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten kommt die Automobilindustrie nicht daran vorbei zu investieren«, berichtet Piske und nennt als Stichworte Konzentration und Zentralisierung. Auf dem Monitor lassen die Entwürfe seines Büros schon jetzt die angestrebte Dimension des Projekts zumindest visuell begreifbar werden.

Doch Piskes Augen sind nicht nur nach Norden gerichtet – das Feld, das er planerisch beackert, erstreckt sich in alle Himmelsrichtungen. Zwei weitere Beispiele: In Malaga entsteht zurzeit der Rohbau für ein Betreutes Wohnen für ältere Menschen. Der Markt sei vorhanden, ist sich Piske angesichts der Vielzahl der deutschen Senioren, die im warmen Süden leben, sicher. Im Dezember steht dann eine Dienstreise mit dem Bundeswirtschaftsministerium auf dem Programm: Gemeinsam mit 14 anderen Büros reisen Udo Piske und Ralf Utsch in die Vereinigten Arabischen Emirate – Eindrücke sammeln mit der Zielsetzung, eine Infrastruktur für die Freizeit- und Tourismusindustrie aufzubauen.

Natürlich ist Piske nicht von Null auf Hundert gestartet – angefangen hat alles deutlich kleiner. Mit gerade einmal 23 Jahren hatte Udo Piske sein Architektur-Studium vollendet; in der Scheuerfelder Oststraße eröffnete er sein erstes Büro. Einfamilienhäuser, Anbauten – das typische Brot für einen jungen Architekten. Betzdorf aber wollte zu dieser Zeit sein Gesicht verändern: Die Stadtkernsanierung war noch nicht abgeschlossen. Piske gestaltete einen Abschnitt der Bahnhofstraße, bevor er in den 80er Jahren zu einem großen Wurf ausholte: Er schuf die Siegpassage, in der sein Büro noch heute untergebracht ist. Mit den Aufträgen wuchs auch sein Standing, er knüpfte Kontakte und dehnte den Wirkungskreis seines Büros stetig weiter aus.

Heute beschäftigt das Büro Piske und Partner 15 Mitarbeiter. Zwei junge Menschen werden ausgebildet. Das 25-jährige Bestehen seines Büros feiert Piske nicht im großen Stil. Die Mitarbeiter werden zum Essen eingeladen, und die Organisation, die dem jungen Udo Piske vor 25 Jahren seinen frühen Start ermöglicht hat, wird beschenkt: das THW.

Piske hat sich nämlich statt des Wehrdienstes für ein langjähriges Engagement beim THW entschieden – und so konnte er sein Studium außergewöhnlich früh beenden. Noch heute gehört der Architekt dem Förderverein des THW an – und dessen Vorsitzender Olaf Paulsen erhielt jetzt einen Spendenscheck über 2500 e. Von dem Geld sollen Funkgeräte für die Schnelle Einsatzgruppe des THW angeschafft werden; außerdem fließt ein Teil des Geldes in die Jugendarbeit, informierte der THW-Ortsbeauftragte Thomas Theumer. Kein Wunder, dass sich die Herren des THW ausgesprochen erfreut gaben – bei Piske und Partner gibt es eben derzeit keinen Grund zur Klage.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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