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Demo gegen Corona-Maßnahmen
Knapp 200 Menschen ziehen durch Betzdorf

Knapp 200 Gegner der Impf- und Coronapolitik zogen am Montagabend durch Betzdorf. Am Ende gab es eine Kundgebung vor dem Rathaus.
  • Knapp 200 Gegner der Impf- und Coronapolitik zogen am Montagabend durch Betzdorf. Am Ende gab es eine Kundgebung vor dem Rathaus.
  • Foto: Achim Dörner
  • hochgeladen von Michael Sauer

dach Betzdorf. Deutlich besser organisiert und auch forscher als noch vor einer Woche fiel am Montagabend die zweite Betzdorfer Demonstration gegen die aktuelle Impf- und Coronapolitik aus. Knapp 200 Leute kamen am Rathaus zusammen, um gemeinsam durch die Innenstadt zu ziehen und zum Abschluss – wieder am Rathaus – einigen Wortbeiträgen zu lauschen.

Der Umzug war deutlich lauter: Es waren zahlreiche Trillerpfeifen zu hören. Frank Hölzemann als derjenige, der auch diese Demo angemeldet hatte, gab nun während des Marschs auch inhaltlich immer wieder die Richtung vor: „Für eine freie Impfentscheidung!“, hallte es aus dem Megafon, „Wir lassen uns nicht diskriminieren und in die rechte Ecke stellen!“, oder „Wir lassen uns nicht zwingen!

dach Betzdorf. Deutlich besser organisiert und auch forscher als noch vor einer Woche fiel am Montagabend die zweite Betzdorfer Demonstration gegen die aktuelle Impf- und Coronapolitik aus. Knapp 200 Leute kamen am Rathaus zusammen, um gemeinsam durch die Innenstadt zu ziehen und zum Abschluss – wieder am Rathaus – einigen Wortbeiträgen zu lauschen.

Der Umzug war deutlich lauter: Es waren zahlreiche Trillerpfeifen zu hören. Frank Hölzemann als derjenige, der auch diese Demo angemeldet hatte, gab nun während des Marschs auch inhaltlich immer wieder die Richtung vor: „Für eine freie Impfentscheidung!“, hallte es aus dem Megafon, „Wir lassen uns nicht diskriminieren und in die rechte Ecke stellen!“, oder „Wir lassen uns nicht zwingen!“ Aus einem Lautsprecher weiter hinten im Aufzug dröhnte derweil Musik, etwa Nenas „99 Luftballons“.

Protestler fühlen sich nicht mitgenommen

Diesmal trugen einige Schilder vor sich her, die allerdings allesamt sehr ähnlich anmuteten und aus ein und derselben „Fabrikation“ stammen dürften. Am Rathaus wurden erneut Kerzen und Grablichter abgestellt, die einige auch unterwegs vor sich hertrugen. Hier sorgte diesmal eine Lautsprecheranlage für eine bessere Akustik. Hölzemann, der jedem, der wollte, das Mikrofon anbot, meinte in puncto Corona-Impfung: Wenn es um Zwang gehe, „dann muss man die Stimme erheben“.

Demonstranten ziehen Querverbindung zu Sophie Scholl

Das tat erneut „die Krankenschwester“, die – wie schon vergangene Woche – „Zahlen, Daten, Fakten“ dabei hatte, allerdings zunächst kundtat, lauter Herzensmenschen zu sehen, die für „Liebe, Friede und Selbstbestimmung“ einträten. Die Zahlen aber, etwa des RKI, „die überzeugen mich nicht“. Sie forderte die „Beendigung aller Maßnahmen“ und auch eine Rücknahme der einrichtungsbezogenen Impfpflicht.
Hölzemann kündigte einen „ Herrn Mader aus Betzdorf“ an, der von sich selbst sagte, er sei seinerzeit im rheinland-pfälzischen Krisenstab zur Schweinegrippe gewesen. Und die Schweinegrippe von 2009 scheine ihm lediglich eine Übung für die „Corona-Grippe“ gewesen zu sein.
Das aktuelle Corona-Management in Deutschland jedenfalls treibe „schlimme Blüten“. Er verwies darauf, dass andere Länder die Maßnahmen zusehends lockerten, in Deutschland aber etwa der Zeitraum, in dem man als genesen gilt, mir nichts, dir nichts halbiert worden sei.
Er sprach denn auch von „der Regierung und ihren Erfüllungsgehilfen in den Ämtern“. Zu lange seien Grundrechte eingeschränkt worden. „Wir müssen vehement für unsere Freiheitsrechte kämpfen.“
Einzelne Ministerpräsidenten hätten sich wiederholt auf falsche Zahlen berufen. Auf eine Einlassung von NRW-Regierungschef Hendrik Wüst, sich nun um die „Ungeimpften kümmern“ zu wollen, meinte der Redner: „China lässt grüßen.“

Wir lassen uns nicht zwingen!
Frank Hölzemann
hat die Demo angemeldet

Auch diese zweite Demo in Betzdorf blieb friedlich, die Polizei begleitete den Umzug und die Kundgebung. Aber, und auch das gehört zu diesem Abend: Es gab eine erste von den Protestlern gezogene Querverbindungen zum Widerstand gegen die Nazi-Herrschaft, und zwar als Herr Mader ein Sophie-Scholl-Zitat zur „schweigenden Mehrheit“ in seinen Redebeitrag einstreute.
Nachdem eine Simone zum Mikro gegriffen und „Die Gedanken sind frei“ angestimmt hatte, machte Hölzemann abschließend deutlich, dass es mit den Demos wohl weitergehen wird, sagte: „Bis nächsten Montag.“

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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