Reaktion auf "Unternehmer-Brandbrief"
Lkw-Verkehr: Auch Verwaltung wirft LBM Alleingang vor

Hier ist kein Durchkommen für Lkw-Fahrer, die sich an die Verkehrsregeln halten.
  • Hier ist kein Durchkommen für Lkw-Fahrer, die sich an die Verkehrsregeln halten.
  • Foto: Stadt
  • hochgeladen von Achim Dörner (Redakteur)

sz Wissen. Für reichlich Unmut sorgt in Wissen die Verkehrsregelung für Lkw aufgrund der Brückenbaustelle. Auch die Stadt Wissen sowie die Verbandsgemeindeverwaltung sind kurzfristig von der Regelung des LBM (Landesbetrieb Mobilität) Diez überrascht worden, dass nun überhaupt keine Fahrzeuge von über 3,5 Tonnen über die Brücke am Alserberg (K 66) fahren dürfen.

Das geht aus einer Stellungnahme von Stadt und Verbandsgemeinde auf einen von Wissener Unternehmern verfassten "Brandbrief" hervor. Darin wird darauf verwiesen, dass davon weder am Runden Tisch im April, noch während der Sitzung der Verkehrskommission im Juli die Rede gewesen sei. Vielmehr seien die Verantwortlichen vor Ort auch noch zuletzt in einer Sitzung des städtischen Bauausschusses davon ausgegangen, dass es für hiesige Unternehmen Lösungen geben werde. Die seit Donnerstag geltende Regelung hingegen trenne die Betriebe auf dem Alserberg ab und zwinge Unternehmen am Logistik- und Gewerbestandort Wissen zu langen Wegen.

Stadt und Verbandsgemeindeverwaltung hätten in der Verkehrskommissionssitzung vielmehr angeregt, dass die Brücke Alserberg einseitig befahrbar bleiben und auch eine andere Ampelschaltung gewählt werden soll. Am Donnerstagabend, als die Ampeln geschaltet wurden, sei dann klar gewesen, dass der LBM anders entschieden habe, so Stadtbürgermeister Berno Neuhoff und Ulrich Marciniak, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Wissen, die das Schreiben an die Redaktion verfasst haben.

„Die verkehrsbehördliche Anordnung ist alleine Sache des Landesbetriebs Mobilität in Diez und wir haben uns als Stadt und Verbandsgemeinde Wissen an diese zu halten und können und werden sie nicht außer Kraft setzen. Denn das Land alleine ist Träger der Baumaßnahme und für den Abriss der Siegbrücke und die Umleitungsregelung verantwortlich“, so Neuhoff. Es müssten aber Lösungen für die Wissener Unternehmen gefunden werden. Beide schreiben: „Jetzt werden wir handeln und im gesetzlichen Rahmen tun, was uns möglich ist. Wir werden kurzfristig eine Lösung suchen, die den Unternehmen mit Firmensitz am Standort hilft“.

Diese Unternehmen können demnach schriftlich Ausnahmegenehmigungen beim Ordnungsamt beantragen. Diese müssten genau begründet sein und die besondere Betroffenheit darlegen, die notwendigen Fahrzeuge definieren, samt Kennzeichen und Größe. „Wir werden uns kurzfristig mit LBM und dem Kreis zusammensetzen und Kriterien definieren, nach welchen Regeln wir Ausnahmen zulassen können. Die Straßenverkehrsordnung lässt solche in besonders dringenden und sehr begrenzten Fällen zu“, so Neuhoff und Marciniak.

Sie machen aber auch deutlich: „Nicht jeder Lkw einer Spedition kann diese erhalten und auch nicht jeder Handels- oder Handwerksbetrieb. Aber Unternehmen, die hier Arbeitsplätze haben und die hier ihre Steuern zahlen, denen möchten wir helfen.“

Man werde alle Anträge kritisch prüfen müssen. „Wir können keine ,Persilscheine’ ausstellen“, so Marciniak weiter. Darüber hinaus hat der Anlieferverkehr „von außen“ wohl keine Chance, von einer Ausnahmeregelung zu profitieren, so der Tenor der Pressemitteilung weiter. „Wir können nur innerörtlich für Wissen was regeln“, heißt es darin.

Auch habe der Schülerverkehr morgens und mittags Vorrang. In dieser Zeit könnten keine Lkw fahren. „Insoweit müssen wir die Ausnahmen von vornherein zeitlich beschränken. Dafür bitten wir im Vorhinein um Verständnis.“ Außerdem erwarteten Verbandsgemeinde und Stadt Wissen, dass die Polizei hier genau kontrolliert, sobald die Genehmigungen ausgestellt sind. Denn schon heute führen oft Lkw diese Strecke, obwohl es verboten sei.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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