Bernd Brato närrisch entthront
Macht ist nur ein Zwischenzustand

Im für die tollen Tage prächtig hergerichteten Ratssaal empfing Bürgermeister Bernd Brato Narren aus allen Ecken seines Reichs, musste den Rathausschlüssel dann aber an Heike Schäfer abgeben.  Foto: goeb
  • Im für die tollen Tage prächtig hergerichteten Ratssaal empfing Bürgermeister Bernd Brato Narren aus allen Ecken seines Reichs, musste den Rathausschlüssel dann aber an Heike Schäfer abgeben. Foto: goeb
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goeb Betzdorf. Lachend, bunt gekleidet und in starken Delegationen waren sie herbeigeströmt und ließen ihre Schlachtrufe hören: „Betzdorf helau! Gebhardshain lugge loh! Malberg helau! Scheuerfeld kippen ronner! Brooch lugge loh! Elkenroth helau! Alsdorf ohjojo! Kausen good droof“ und Rathaus wach auf!“

Für Bürgermeister Bernd Brato zählen Jecke im Rathaus sicher zu den schönsten Stunden im Jahr der Verwaltung. Und der Herr der Akten hatte die Zeichen der Zeit erkannt. Im strömenden Regen und in der zugigen Kälte vorm Rathauseingang wollte niemand stehen. „Kommt, lasst uns reingehen, im Ratssaal haben wir genügend Platz.“ Außerdem war der Saal wunderbar für die tollen Tage hergerichtet.

„Es gibt nichts Schöneres, als die Amtsmacht abzugeben an so ein fantastisches Narrenvolk“, rief er den Abordnungen zu, die noch aus den entferntesten Ecken seines Reichs in die Zentrale der Macht gefunden hatten. „Ohne Narretei ist die Welt ein Einerlei“, setzte er hinzu und kommentierte damit den Zirkus, der sich auf der politischen Weltbühne abspielt.

Den goldenen Schlüssel übergab er bereitwillig der Brucher kfd-Vorsitzenden Heike Schäfer. Die gab ihm und den Rathaus-Leuten so manchen gut gemeinten Ratschlag mit. Als die Brucher forderten, dass doch endlich einmal die in den Dornröschenschlaf gefallene Fußgängerbrücke zwischen dem Betzdorfer Stadtteil und Wallmenroth instand gesetzt werde, lachte Bürgermeister Brato und fügte schmunzeln hinzu: „Ja, ist da nicht der Stadtbürgermeister zuständig?“

Den hatte Heike Schäfer auch schon im Visier. „Mit Karneval darf man ihn nicht stören“, gab sie bekannt. Es soll sie ja auch hierzulande geben: die Karnevalsmuffel. Sie setzt aber auf den Faktor Zeit. „Er ist ja noch so jung“, sagte sie. „Die Jeckheit kommt später.“ Neben anderen Persönlichkeiten kam die Rede natürlich auch auf Bernd Brato, laut Schäfer „von der Miesepeterlichkeit weit entfernt“, neben Humor mit „Basaltkopfnatur“ ausgestattet. Wenig frohlocken durften das Bistum Trier und die „Betonköppe“ in Rom. Würden die Frauen ausmarschieren, meinte die kfd-Vorsitzende, dann könne man den Laden dichtmachen.

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

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