CDU bedankte sich bei Konrad Schwan und Michael Lieber
Mehr als nur Parteisoldaten

Konrad Schwan (2. v. l.) und Michael Lieber (3.v.l.) wurden beim Dreikönigstreffen von Joachim Brenner (l.) und Michael Wäschenbach nochmals gewürdigt.  Foto: rai
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rai Marienthal. Als Kreisvorsitzender Michael Wäschenbach am Samstag beim Dreikönigstreffen zwei „bekannte Gesichter der Partei“ begrüßte, waren damit Landrat a.D. Michael Lieber und der langjährige Kreisbeigeordnete Konrad Schwan gemeint. Nicht nur das Alter von 66 Jahre verbindet die beiden Christdemokraten, sondern auch die Tatsache, dass sie aus ihren Ämtern und Funktionen im Kreishaus im Vorjahr bereits offiziell verabschiedet wurden. Nun war es an Wäschenbach und seinem Stellvertreter Joachim Brenner, für die Partei Dankeschön zu sagen.

Brenner hatte als Beigeordneter der alten Verbandsgemeinde Gebhardshain Konrad Schwan bereits als Bürgermeister verabschiedet, und dieser habe damals geäußert: „Bitte alles, nur kein Pontifikalamt.“ Keine Lobhudelei und nicht länger als fünf Minuten, weil er sonst gehen werde.

„Ich halte ihn fest“, war von Tobias Gerhardus zu hören, der seinem Vorgänger als 1. Kreisbeigeordneter gegenüber saß. Der Herdorfer musste nicht eingreifen, als Brenner die Laudatio hielt. Schwan ist seit 1969 Mitglied der CDU. Brenner würdigte sein Engagement als Vollblutpolitiker für die Partei, den Landkreis und die Menschen. Allein 20 Ehrenämter bekleidete Schwan, u.a. ist er derzeit noch Vorsitzender des Kreisheimatvereins. Brenner: „Konrad Schwan ist für uns ,Mr. Ehrenamt’.“ Man habe ihm sehr viel zu verdanken.

Ein offenes Ohr, ein guter Rat, das zeichne Schwan aus. Er habe „auch deutlich die Meinung geigen“ können, so Brenner, „ohne dabei zu verletzen“. Und wenn es Kritik und Anfeindungen gehagelt habe, auch in den eigenen Reihen, habe er dem Gegner immer noch Wertschätzung entgegengebracht. Heimatverbunden und mit christlichen Werten, ein fleißiger Arbeiter und mit der notwendigen Gelassenheit, listete Brenner weitere Wesenzüge auf. Schwan erhielt u.a. eine Urkunde, die nicht zuletzt von der Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer unterzeichnet ist. Der Kausener erzählte, wie er zur CDU kam, auch vom Elternhaus geprägt, über die Christliche Arbeiterjugend und sein Engagement für die Rechte von Auszubildenden.

„Was soll das, ich bin doch noch da“: So habe Michael Lieber darauf reagiert, als er von der geplanten Verabschiedung erfahren habe, erzählte Wäschenbach. Das, so der CDU-Kreischef, sei für ihn ein erlösender Satz gewesen, weil Lieber der Partei treu bleibe, „als Mensch mit Rat und Tat unter uns“. Bodenständig, immer volksnah und uneitel: So habe er Lieber immer erlebt, sagte Wäschenbach. Der Mainzer, seit 1971 Parteimitglied, war 1989 als Bürgermeister nach Betzdorf gekommen.

Seine Bodenständigkeit habe er in den Berufsalltag mitgenommen, meinte der Kreisvorsitzende. Beeindruckend habe Lieber seinen Rückzug in vollem Pflichtbewusstsein gestaltet. Er habe abgewogen zwischen persönlichen Interessen, dem Kreis und der Partei: „Wir können als CDU dankbar sein, dass wir den Übergang so gestalten konnten“, betonte Wäschenbach.

Der Kreisvorsitzende zitierte einige Passagen aus der Verabschiedungsrede, die Konrad Schwan im August 2019 auf Lieber gehalten hatte, in der es auch um „Weck, Worscht un Woi“ ging, aber auch darum, dass Lieber von manchen vielleicht nicht als der große Macher angesehen werde: „Der Eindruck täuscht. Er ist ein Teamplayer“, gab Wäschenbach aus der Rede weiter. Denn Michael Lieber sei ein Mensch, der nie viel Aufhebens um seine Person gemacht habe.

Lieber erhielt ein Wein-Präsent und gewährte Einblicke in sein Leben als Ruheständler: Fitnesscenter, Spaziergänge mit dem Hund, Schreiben und Lesen prägen nun den Alltag.

Autor:

rai (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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