Ministerium: Drei DNA-Nachweise erbracht
Mindestens ein „neuer“ Wolf im Westerwald

Im Raum Altenkirchen ist eine Fähe nachgewiesen worden – und es ist definitiv nicht das Exemplar vom Stegskopf. Symbolbild: Archiv
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sz Altenkirchen. Das Senkenberginstitut für Wildtiergenetik hat drei genetische Wolfsnachweise in Rheinland-Pfalz bestätigt: Anfang Oktober hat ein Wolf bei Altenkirchen und in Rheinbrohl (Landkreis Neuwied) Schafe gerissen. Zudem wurde DNA aus Wolfskot, der in der Nähe von Bendorf gefunden wurde, bestimmt.

Der Fall bei Altenkirchen geht auf ein weibliches Tier – eine Fähe – zurück, die bisher weder in Rheinland-Pfalz noch in einer anderen Region genetisch nachgewiesen wurde. Damit steht also auch fest, dass es sich nicht um die „Stegskopf-Fähe“ handelt.

Für den Nutztierriss bei Rheinbrohl sowie für die Kotprobe stehen die Individualisierungen noch aus. Demnach kann noch keine Aussage getroffen werden, ob es sich bei den drei Wolfsnachweisen um ein identisches Tier handelt. Außerdem wurden Ende Juni, Mitte Juli und Anfang Oktober Bildaufnahmen eines Wolfes bei Heiligenroth, bei Bendorf und in der Nähe von Dierdorf durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt. Eine Individualisierung durch Bildaufnahmen lässt sich bei Wölfen nur in seltenen Fällen vornehmen.

„Die erneuten Wolfnachweise bestätigen: Es war richtig, dass wir die Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Neuwied sowie die Stadt Koblenz und Teile des Rhein-Lahn-Kreises im Frühjahr 2018 vorsorglich als ‚Präventionsgebiet Westerwald‘ ausgewiesen haben. Erst kürzlich haben wir zudem aufgrund von Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen ein Teilpräventionsgebiet im Grenzgebiet festgelegt, das die Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau umfasst. In Präventionsgebieten können 100 Prozent der förderfähigen Kosten für wolfssichere Zäune und Herdenschutzhunde für Schaf-, Ziegen- und landwirtschaftliche Wildhalter vom Land gefördert werden. Selbstverständlich erhalten Landwirtinnen und Landwirte landesweit auch eine Entschädigung für ihre Nutztiere, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken.

In Rheinland-Pfalz hat sich nach bisherigen Erkenntnissen eine Wölfin am Stegskopf niedergelassen. Wölfe können pro Nacht bis zu 80 Kilometer zurücklegen. Daher ist es durchaus möglich, dass Einzeltiere Rheinland-Pfalz durchstreifen, ohne hier sesshaft zu werden. Nicht zuletzt weil der Wolf eine hochmobile Art ist, hat das Land 2018 ein gemeinsames Vorgehen zum Herdenschutz und Wolfsmanagement mit Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland beschlossen, heißt es abschließend im Bericht des Ministeriums.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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