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Agentur für Arbeit: Aus- und Weiterbildung eröffnen Chancen
Mit Qualifizierung gegen Strukturwandel

Nicht zuletzt mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt betonen Karl Ernst Starfeld, Chef der Agentur für Arbeit Neuwied, und Geschäftsstellenleiterin Anna-Lena Kegler  den Wert von Aus- und Weiterbildung.
  • Nicht zuletzt mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt betonen Karl Ernst Starfeld, Chef der Agentur für Arbeit Neuwied, und Geschäftsstellenleiterin Anna-Lena Kegler den Wert von Aus- und Weiterbildung.
  • Foto: Nadine Buderath
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

nb Betzdorf. Digitalisierung, Fachkräftemangel, lebenslanges Lernen – die tiefgreifenden Umbrüche in der Arbeitswelt betreffen auch Angebot und Tätigkeit der Agentur für Arbeit. Wie die Agentur darauf reagiert, das wurde am Dienstag bei einem Pressegespräch in Betzdorf erläutert. Zudem gab es einen kurzen Blick auf die derzeitige Lage des Arbeitsmarktes und nicht zuletzt stellte sich die neue Geschäftsstellenleiterin für Altenkirchen und Betzdorf, Anna-Lena Kegler, vor.
Die 30-Jährige, die aus Herschbach im Westerwaldkreis stammt, hat die Position ganz „frisch“ seit diesem Monat inne, ist aber bereits seit ihrem Einstieg ins Berufsleben bei der Bundesagentur für Arbeit dabei.

nb Betzdorf. Digitalisierung, Fachkräftemangel, lebenslanges Lernen – die tiefgreifenden Umbrüche in der Arbeitswelt betreffen auch Angebot und Tätigkeit der Agentur für Arbeit. Wie die Agentur darauf reagiert, das wurde am Dienstag bei einem Pressegespräch in Betzdorf erläutert. Zudem gab es einen kurzen Blick auf die derzeitige Lage des Arbeitsmarktes und nicht zuletzt stellte sich die neue Geschäftsstellenleiterin für Altenkirchen und Betzdorf, Anna-Lena Kegler, vor.
Die 30-Jährige, die aus Herschbach im Westerwaldkreis stammt, hat die Position ganz „frisch“ seit diesem Monat inne, ist aber bereits seit ihrem Einstieg ins Berufsleben bei der Bundesagentur für Arbeit dabei. Nach Abschluss eines dualen Studiums war Anna-Lena Kegler zunächst in der Arbeitsvermittlung in Mönchengladbach tätig. Danach zog es sie zurück in den Westerwald – in der „Berufsberatung vor dem Erwerbsleben“ begleitete sie Jugendliche bei der Berufswahl. Sie selber sattelte noch einmal drauf, absolvierte ein Masterstudium.
Zu ihren weiteren Stationen gehörte unter anderem Brüssel, bevor sie jetzt die Geschäftsstellenleitung übernahm.

Chancen für Arbeitssuchende derzeit gut

Eines der Themen, die sie und Karl Ernst Starfeld, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Neuwied, die für die Kreise Altenkirchen und Neuwied zuständig ist, beleuchteten: Der Arbeitsmarktlage im Kreis. „21 sind wir schon wieder auf Erholungskurs“, so Starfeld mit Blick auf die Pandemie und ihre Folgen. Seine Einschätzung: Auch für Menschen, die Arbeit suchen, seien die Chancen derzeit gut, (wieder) Fuß im Arbeitsmarkt zu fassen. Ein so bestimmendes wie schwer einzuschätzendes Thema sei allerdings die Materialknappheit – „vom Holz bis zum Halbleiter“.

AK-Land ein Kreis der Auspendler

Ein nicht ganz neuer Punkt: Das AK-Land ist und bleibt ein Kreis der Auspendler. Gute 49 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten fahren zum Arbeiten in einen anderen Kreis. Die traditionell hohe Auspendlerquote ist damit noch weiter gestiegen.
Was die Beschäftigtenquote im Kreis allgemein angeht: Die ist nach Aussage von Starfeld „gut“, liegt bei nun 61 Prozent. Allerdings: Der Anteil sogenannter Helfer an den Beschäftigten ist im Kreis überdurchschnittlich hoch (rund 18 Prozent). Helfer, das sind Arbeitnehmer, die keine mindestens zweijährige Ausbildung mitbringen. Das Problem, so Anna-Lena Kegler: Helfer sind tendenziell stärker von Arbeitslosigkeit betroffen.

Wo wir stärker hinmüssen,
ist die Qualifizierung
im Bereich Beschäftigung.
Karl Ernst Starfeld
Geschäftsführer Agentur für Arbeit

Qualifizierung muss größere Rolle spielen

Auf der anderen Seite: Der Fachkräftemangel und der Strukturwandel. Beide Seiten zusammengenommen lässt Starfeld und Kegler zu der Einschätzung kommen: Qualifizierung muss künftig eine noch größere Rolle spielen: „Alle sind gefordert, Qualifizierung zu einem großen Thema zu machen.“
Und dabei denken sie nicht ausschließlich an die Gruppe der arbeitsuchende Menschen, sondern auch an genannte Helfer – und an Männer und Frauen, die schon eine Ausbildung in der Tasche haben. „Wo wir stärker hinmüssen, ist die Qualifizierung im Bereich Beschäftigung“, sagt Starfeld.

Appell: keine Scheu vor der Arbeitsagentur

Entsprechend erweitere auch die Agentur für Arbeit ihr Angebot. Wie etwa mit dem „Projekt Ich – Lebensbegleitende Berufsberatung“. Das Projekt, für das auch in Betzdorf eine Beraterin zuständig ist, richtet sich an Menschen, die sich neu orientieren wollen, an Wiedereinsteiger und Arbeitsuchende. Auch mit anderen Werkzeugen, erläutert Kegler reagiere man auf Strukturwandel, Fachkräftemangel und Digitalisierung. Man biete „Qualifizierungen zur Kompetenzerweiterung“ (z. B. Wirtschaftsenglisch oder PC-Anwendungen), Vorbereitungen für Helfer auf Prüfungen bei den Kammern und Umschulungen.
Und so appelliert die neue Geschäftsstellenleiterin abschließend: Keine Scheu vor dem Schritt zur Arbeitsagentur. Angebote gebe es hier viele – egal, ob gerade auf der Suche nach Arbeit oder eben für die, die sich aus Tätigkeit heraus weiter qualifizieren wollen.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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