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Sportfischereiverein empört
Müll am Weiher sorgt für großen Ärger

Der Elkenrother Weiher ist eigentlich ein idyllisches Fleckchen Erde. Seinem Unmut über Müll und Hundekot
machte jetzt der Fischereiverein als Pächter im Ortsgemeinderat Luft.
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  • Der Elkenrother Weiher ist eigentlich ein idyllisches Fleckchen Erde. Seinem Unmut über Müll und Hundekot
    machte jetzt der Fischereiverein als Pächter im Ortsgemeinderat Luft.
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rai Elkenroth. Seinem Unmut machte der örtliche Sportfischereiverein in der Sitzung des Ortsgemeinderates Elkenroth Luft. Und zwar über Müll und Hundekot am Weiher. Und über Leute, die sich aggressiv gegenüber denjenigen verhalten, die darauf aufmerksam machen und das Recht dazu hätten, weil der Verein das Gewässer gepachtet habe. Davon berichtete Vereinsmitglied Paul Mockenhaupt am Dienstag bei der Sitzung im Bürgerhaus. So wie es jetzt ist, ist es aus Sicht von Mockenhaupt „untragbar“, und beim Fischereiverein sei die „Geduld am Ende“.
Sportfischereiverein Elkenroth klagt über Müll am Weiher
Den Weiher hat der Sportfischereiverein Elkenroth von der Kommune gepachtet.

rai Elkenroth. Seinem Unmut machte der örtliche Sportfischereiverein in der Sitzung des Ortsgemeinderates Elkenroth Luft. Und zwar über Müll und Hundekot am Weiher. Und über Leute, die sich aggressiv gegenüber denjenigen verhalten, die darauf aufmerksam machen und das Recht dazu hätten, weil der Verein das Gewässer gepachtet habe. Davon berichtete Vereinsmitglied Paul Mockenhaupt am Dienstag bei der Sitzung im Bürgerhaus. So wie es jetzt ist, ist es aus Sicht von Mockenhaupt „untragbar“, und beim Fischereiverein sei die „Geduld am Ende“.

Sportfischereiverein Elkenroth klagt über Müll am Weiher

Den Weiher hat der Sportfischereiverein Elkenroth von der Kommune gepachtet. Nach Ostern 2020 hatte die Siegener Zeitung bereits berichtet, dass dem Verein die überquellenden Abfalleimer ein Dorn im Auge seien. Bei der Sitzung erinnerte nun Ortsbürgermeister Peter Schwan, dass der Weiher aus verschiedenen Gründen immer wieder Thema war – und nun eben ein weiteres Mal.

Der Elkenrother Weiher ist eigentlich ein idyllisches Fleckchen Erde. Seinem Unmut über Müll und Hundekot
machte jetzt der Fischereiverein als Pächter im Ortsgemeinderat Luft.
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    machte jetzt der Fischereiverein als Pächter im Ortsgemeinderat Luft.
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Der Fischereiverein habe den Weiher 2012 für zwölf Jahre gepachtet – und damit das Recht, die Fischerei dort „ordnungsgemäß auszuüben“. Naturliebhaber und Spaziergänger suchten an dem Gewässer Erholung und Ruhe. Es entstehe jedoch auch Müll. Schwan hatte Mockenhaupt eigens eingeladen und übergab ihm das Wort. Dass Menschen Naherholung suchen, könne er verstehen, sagte Mockenhaupt. Doch der Verein habe den Weiher gepachtet, nutze ihn, stecke Arbeit hinein, auch in die Wege. Er machte klar, woran sich Verein und Mitglieder stoßen: „Es gibt sehr viel Missnutzung.“

Sportfischereiverein Elkenroth sieht bei Weiher-Nutzung "Unvereinbarkeit"

Er vertrat die Meinung, dass die Kommune davon weder einen Nutzen habe, noch damit vorangebracht werde. Nach seinen Angaben zeigten viele Kennzeichen von geparkten Autos, dass die Menschen aus einem Umkreis von mehr als 40 Kilometern kämen: „Ich sehe eine Unvereinbarkeit bei der Nutzung des Weihers.“ Es sei eine Form der Duldung, dass die Menschen um den Weiher herumgehen können. Doch niemand achte auf die Pachtverhältnisse. „Es schlägt einem ein sehr großer Unmut der Leute entgegen“, beklagte er, weil sie es nicht verstünden.

Der Müll liegt neben dem Abfalleimer am Elkenrother Weiher, wie diese Aufnahme vom Ostersonntag 2020 zeigt. Die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes und die Vereinsmitglieder des Angelsportvereins sind es, die schließlich den Müll aufsammeln und entsorgen.
  • Der Müll liegt neben dem Abfalleimer am Elkenrother Weiher, wie diese Aufnahme vom Ostersonntag 2020 zeigt. Die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes und die Vereinsmitglieder des Angelsportvereins sind es, die schließlich den Müll aufsammeln und entsorgen.
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Er forderte, dass die Menschen mehr darauf hingewiesen werden, z. B. mit Schildern: „Wenn man es nutzt, dann muss man sich an Regeln halten.“ So müsse man dafür sorgen, dass die Hunde nicht den Grünstreifen verunreinigen. Es sei inakzeptabel, dass ein Vereinsmitglied an seinem Angelplatz Hundekot vorfindet. Auch der Müll, der übrig bleibt und im besten Fall in den aufgestellten Abfalleimer entsorgt wird, erregt die Gemüter. Irgendjemand müsse den Müll aufsammeln, sagte Mockenhaupt und fragte: „Wer übernimmt die Entsorgungskosten?“ Den Verein sehe er nicht in der Verantwortung. In einem gewissen Maße mache man das, aber: „So ist es nicht mehr tragbar.“

Hundekot muss beseitigt werden

Es gebe Leute, die sich aufopferten. Die Qualität am Weiher komme nur zustande, „weil andere die Arbeit machen“, sagte Mockenhaupt. Man müsse für beide Seiten einen Konsens finden. Das nehme man zur Kenntnis, sagte Ortsbürgermeister Schwan und regte an, dass man sich in den Fraktionen Gedanken mache, wie die Situation verbessert werden könnte. „Wir können den Weiher nicht einzäunen“, sagte er. Außerorts dürfe man Hunde freilaufen lassen, müsse sie aber an die Leine nehmen, wenn Menschen entgegenkämen.

Der Müll liegt neben dem Abfalleimer am Elkenrother Weiher, wie diese Aufnahme vom Ostersonntag 2020 zeigt. Die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes und die Vereinsmitglieder des Angelsportvereins sind es, die schließlich den Müll aufsammeln und entsorgen.
  • Der Müll liegt neben dem Abfalleimer am Elkenrother Weiher, wie diese Aufnahme vom Ostersonntag 2020 zeigt. Die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes und die Vereinsmitglieder des Angelsportvereins sind es, die schließlich den Müll aufsammeln und entsorgen.
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Die Gefahrenabwehrverordnung regele auch, dass Hundekot beseitigt werden müsse. „Was da abgeht, ist eine absolute Zumutung für diejenigen, die es gepachtet haben“, befand der Ortschef. Müll müsse wieder mitgenommen werden. Es könne nicht sein, dass Bauhof und Angelverein das am nächsten Tag den Müll erledigen müssten.

Man verständigte sich darauf, dass kurzfristig Hinweisschilder aufgestellt werden sollen. „Anlieger frei“-Schilder sollen an den Wegen stehen, die rückwärtig an den Weiher führen.
Schilder würden nur etwas bringen, wenn auch kontrolliert werde, so die einhellige Meinung. Schwan betonte, dass das nicht der Verein machen könne, das müsse von behördlicher Seite geschehen. Man will sich nun mit dem Verein zu einer Ortsbegehung treffen.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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