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Sieg-Heller-Stadt als „beetown“
Naturschutz und Erholung in Betzdorf 2030+

„Webers Wäldchen“: Hier könnte ein kleiner Naturerlebnispark entstehen.
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  • „Webers Wäldchen“: Hier könnte ein kleiner Naturerlebnispark entstehen.
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dach Betzdorf. Natur und Erholung: Für Benjamin Geldsetzer wichtige Themen – zumindest wenn man nach seinem Arbeitspapier „Betzdorf 2030+“ geht. Zur Erinnerung: Darin hat der Stadtbürgermeister auf 46 Seiten niedergeschrieben, wie er sich die Zukunft der Sieg-Heller-Stadt vorstellt. In einem ersten Teil hatte die SZ bereits etwa über die Idee berichtet, den Busbahnhof abzureißen und das Siegufer freizulegen, analog zum „Vorbild“ Siegen.

Betzdorf soll Bienenfreundlicher werdenEs sind aber auch viele kleine Schritte skizziert, etwa zum Thema Insektensterben bzw. dem entgegenzuwirken. Zwischenzeitlich seien mehrere Wildblumenwiesen angelegt worden, außerdem beteilige sich die Stadt an der Aktion des AK-Kreises „Blühende Friedhöfe“.

dach Betzdorf. Natur und Erholung: Für Benjamin Geldsetzer wichtige Themen – zumindest wenn man nach seinem Arbeitspapier „Betzdorf 2030+“ geht. Zur Erinnerung: Darin hat der Stadtbürgermeister auf 46 Seiten niedergeschrieben, wie er sich die Zukunft der Sieg-Heller-Stadt vorstellt. In einem ersten Teil hatte die SZ bereits etwa über die Idee berichtet, den Busbahnhof abzureißen und das Siegufer freizulegen, analog zum „Vorbild“ Siegen.

Betzdorf soll Bienenfreundlicher werden

Es sind aber auch viele kleine Schritte skizziert, etwa zum Thema Insektensterben bzw. dem entgegenzuwirken. Zwischenzeitlich seien mehrere Wildblumenwiesen angelegt worden, außerdem beteilige sich die Stadt an der Aktion des AK-Kreises „Blühende Friedhöfe“. Mit weiteren Aktionen soll Betzdorf noch bienenfreundlicher werden. Dazu wurde ein eigenes Logo bzw. eine eigene Marke entwickelt: beetown („Bienenstadt“) – in Anlehnung an „B-Town“, einem scherzhaft gemeinten Anglizismus und einer umgangssprachlichen Bezeichnung für Betzdorf. Eine weitere Idee: Für die Einschulung eines jeden Kindes soll ein Obstbaum gepflanzt werden.

Möglichkeiten zur Dachbegrünung öffentlicher Gebäude sollen eruiert werden. Zudem gelte es darüber nachzudenken, wie man seitens der Stadt mit Steingärten auf Privatgrundstücken umgehen will. Im Gegenzug soll es mehr Grün im öffentlichen Raum geben.

Wie soll Betzdorf in zehn Jahren sein?

Kommen Oasen in die Stadt?

Aber nicht nur Maja und Willi soll es gut gehen, sondern auch den Bürgern. Mit der Grünfläche „Am Bayersberg“ schlummere ein verstecktes Plateau, eine versteckte Oase in der Stadtmitte. Das könnte, ähnlich dem Hellerblick oder dem Rainchen, aufgewertet bzw. erfahrbar gemacht werden. Aber: zuerst stehe eine Nutzungsvereinbarung mit den Eigentümern. Die Kontaktaufnahme habe begonnen.
Das sieht bei „Webers Wäldchen“ anders aus. Der Bereich am unteren Molzberg gehört der Stadt und könnte, so die Idee, zu einem kleinen Naturerlebnispark werden. Es gebe bereits Signale von jungen Familien, sich an einem solchen Projekt beteiligen zu wollen, schreibt der Stadtbürgermeister. Und: Sofern keine baurechtlichen Bedenken bestehen, könnte im Stadtgebiet ein Bolzplatz entstehen.

Eine Nummer größer wäre der geplante „Trimm-dich-Wald-Erlebnis-Pfad“: Von einem Mehrgenerationenspielplatz in Dauersberg aus sollen sternförmig unterschiedliche Trimm-dich-Pfade abgehen. Es gebe bereits Paten für das Erstellen und die Pflege einzelner Trainingsstationen. Besonderer Charme: Umliegende Gemeinden könnten sich an das Projekt „dranhängen“ und mit eigenen Pfaden andocken.

Mehr Aufenthaltsqualität in der City

Erholung soll aber auch ein Thema für die „City“ sein. So sei der kleine Platz auf dem mittleren Plateau der Fußgängerbrücke zwischen Busbahnhof und Wilhelmstraße sehr beliebt, allerdings auch verbesserungswürdig. Mit neuen Sitzflächen, einem Sonnenschutz und Pflanzen könne man ihn in einen Wohlfühlort verwandeln. „Wir sollten mehr Aufenthaltsqualität hinbekommen“, sagt Geldsetzer im Gespräch mit der SZ.

Der Platz am Rampenwendel Busbahnhof könnte mit relativ wenig Aufwand zu einer kleinen Oase in der Stadt werden.
  • Der Platz am Rampenwendel Busbahnhof könnte mit relativ wenig Aufwand zu einer kleinen Oase in der Stadt werden.
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Dazu gehört auch das Thema Sicherheit und Ordnung, findet der Stadtbürgermeister. Daher setzt er sich für die Einführung eines Kommunalen Vollzugsdiensts – Männer und Frauen in Uniform – ein. Und es werde derzeit geprüft, einen Bußgeldkatalog für das Wegwerfen von Abfall einzuführen.

Diese Mentalität zeigt sicht auch in Bezug auf das Entsorgen von defekten Geräten. Denen möchte der Stadtbürgermeister nämlich ein „Recht auf Reparatur“ einräumen, über das Reparatur-Café hinaus, etwa in einem E-Schrott-Verwertungsbüro. Ebenfalls denkbar sei die Einrichtung eines Kleidertauschs.
Und auch ein Kinder- und Jugendparlament könne er sich gut vorstellen. Denn der Nachwuchs habe bestimmt Vorschläge zum Thema Naturschutz, aber auch in puncto Verkehrsplanung oder Spielplatzgestaltung.

►Im dritten und letzten Teil geht es um den Handel und den Verkehr.

„Webers Wäldchen“: Hier könnte ein kleiner Naturerlebnispark entstehen.
Der Platz am Rampenwendel Busbahnhof könnte mit relativ wenig Aufwand zu einer kleinen Oase in der Stadt werden.
Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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