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Gemeinde prüft Möglichkeiten
Neue Baugebiete für Wallmenroth

Die Gemeinde Wallmenroth will neue Baugebiete ausweisen, jetzt hat der Rat überlegt, an welchen Stellen im Ort das möglich ist.
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  • Foto: damo
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

damo Wallmenroth. Die Schöpperwiese war einige Jahre praktisch ein Synonym für die klamme Wallmenrother Haushaltslage: Als eines von drei Baugebieten, die in rascher Folge erschlossen worden waren, gestaltete sich der Grundstücksverkauf zäh. Und die Gemeinde, die finanziell für die Erschließung in Vorleistung getreten war, hatte plötzlich kaum noch finanzielle Spielräume. Doch diese Durststrecke scheint überwunden zu sein – jedenfalls konnten man diesen Eindruck am Dienstag im Gemeinderat gewinnen. Denn dort wurde lebhaft über neue Baugebiete diskutiert. Den Hintergrund dazu lieferte Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach: „Der Immobilienmarkt bei uns ist in Bewegung. Wir haben unser letztes Baugrundstück verkauft, und es gibt viele Anfragen, sowohl für Wohngebäude als auch für Gewerbe.

damo Wallmenroth. Die Schöpperwiese war einige Jahre praktisch ein Synonym für die klamme Wallmenrother Haushaltslage: Als eines von drei Baugebieten, die in rascher Folge erschlossen worden waren, gestaltete sich der Grundstücksverkauf zäh. Und die Gemeinde, die finanziell für die Erschließung in Vorleistung getreten war, hatte plötzlich kaum noch finanzielle Spielräume. Doch diese Durststrecke scheint überwunden zu sein – jedenfalls konnten man diesen Eindruck am Dienstag im Gemeinderat gewinnen. Denn dort wurde lebhaft über neue Baugebiete diskutiert. Den Hintergrund dazu lieferte Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach: „Der Immobilienmarkt bei uns ist in Bewegung. Wir haben unser letztes Baugrundstück verkauft, und es gibt viele Anfragen, sowohl für Wohngebäude als auch für Gewerbe.“

Baulücken auch in Wallmenroth ein Thema

Nun ist das Wörtchen „Baulücke“ auch in Wallmenroth nicht nur vom Hörensagen bekannt: Etliche Parzellen in der Gemeinde liegen brach. Aber: „Wir haben alle Eigentümer von Baulücken angeschrieben, ob sie nicht verkaufen wollen. Aber wir können niemanden zwingen“, stellte Wäschenbach klar. Also stehe Wallmenroth jetzt vor der Entscheidung, entweder den Status quo zu akzeptieren und Bauwillige in anderen Gemeinden abwandern zu sehen – oder aber Baugrund zu schaffen. Und genau dafür hat der Rat jetzt die Weichen gestellt.

Drei mögliche Baugebiete für Wallmenroth

Es geht dabei um drei Projekte – die wohlgemerkt keineswegs gleichzeitig umgesetzt werden sollen. Lediglich der erste „Trippelschritt“, wie sich Wäschenbach ausdrückte, soll im Gleichklang getan werden: Für alle drei potenziellen Baugebiete sollen zuerst die Rahmenbedingungen geklärt werden. Anschließend wird der Rat dann entscheiden, wo und wie es weitergeht.
Konkret geht es um folgende Gebiete:

  • Dorfstraße/Katzwinkeler Straße: Die Wiese zwischen der K 106 und dem Bereich Schützenhaus/Grube Rosa ist im Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen – mit anderen Worten: Hier könnten sich auch kleinere Betriebe ansiedeln. Und exakt dafür hat Wäschenbach zuletzt etliche Anfragen bekommen. Der erste Schritt auf dem langen Weg zum Baurecht soll ein Umlegungsverfahren sein: Viele Parzellen sind sehr klein, sodass sie zusammengefasst und neu zugeschnitten werden müssten. Die Grundstückseigentümer hätten dabei mehrere Optionen: Sie könnten ihre Grundstücke an die Gemeinde verkaufen, und zwar zu einem deutlich gestiegenen Kurs als Bauerwartungsland. Oder aber sie behalten ihren Boden, zahlen die Erschließungskosten und haben anschließend baureifes Land, das sie entweder selbst nutzen oder zu einem hoch höheren Preis verkaufen könnten.
  • Brachfläche hinter der Kirche: Schon mehr als einmal hat der Rat über die brachliegenden Flächen zwischen Kirche und Lampertz-Villa beraten – unter anderem als Standort für ein Seniorenwohnprojekt. Auf der rund 12 000 Quadratmeter großen Fläche könnten freilich auch noch einige Bauplätze entstehen. Jetzt soll die Verwaltung ausloten, was möglich ist. Auch ein Investorenprojekt, um doch noch Seniorenwohnungen zu schaffen, ist nach wie vor denkbar.
  • Waldgebiet am Friedhof: Der Laubwaldstreifen oberhalb der Bogenstraße ist im Flächennutzungsplan als potenzielles Wohngebiet festgeschrieben. Hier könnten ziemlich reizvolle Bauplätze entstehen – Sonne und Fernsicht inklusive. Allerdings gehört der Wald der Forstverwaltung, und angesichts des Klimawandels hält sich die Begeisterung in Altenkirchen über die Baupläne in sehr engen Grenzen. Erster Schritt soll hier sein, mit dem Forstamt in einen Dialog zu treten. Einen Trumpf hat Wäschenbach dabei im Ärmel: „Diese Fläche sollte ökologisch entwickelt werden.“ Denkbar wäre zum Beispiel, künftigen Bauherren die Nutzung fossiler Brennstoffe zu verbieten oder Photovoltaikanlagen auf den Dächern vorzuschreiben. Ob das ausreicht, das Forstamt zum Umdenken zu bewegen, bleibt abzuwarten – zumal auch aus dem Rat Bedenken laut wurden, den gesunden Laubwald zu opfern.

Aber: „So weit sind wir ja noch gar nicht“, stellte Wäschenbach klar. „Erstmal geht es nur darum, kleine Schritte zu tun, um uns für die Zukunft gut aufzustellen.“

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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