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Fahrzeug ab August im Einsatz
Neue Chance für den Dumper

Der Dumper soll im August in Dienst gestellt werden.

dach Grünebach. Das quietschgelbe Gefährt hat nicht nur Freunde. Dennoch: Der Dumper der Ortsgemeinde bekommt eine zweite Chance, die eigentlich seine erste ist. Jochen Stinner kam am Dienstagabend bei der Sitzung des Gemeinderats nicht mit seinem Antrag durch, das Fahrzeug, das dem Gemeindearbeiter Dienste leisten soll, zu verkaufen und ein anderes Gefährt zu erwerben.
Rückblick: Im Dezember 2019 hatte der Rat die Anschaffung des Dumpers beschlossen – bei neun Ja-Stimmen und viermal Nein. Während Ortsbürgermeister Mike Pfeifer damals wie jetzt von einem „günstigen Schnapper“ sprach und Beigeordneter Volker Bender die Anschaffung eingefädelt hatte, gab es eben auch Kritik.

Das war auch jetzt nicht anders: Vier Ratsmitglieder machten sich für einen Verkauf stark.

dach Grünebach. Das quietschgelbe Gefährt hat nicht nur Freunde. Dennoch: Der Dumper der Ortsgemeinde bekommt eine zweite Chance, die eigentlich seine erste ist. Jochen Stinner kam am Dienstagabend bei der Sitzung des Gemeinderats nicht mit seinem Antrag durch, das Fahrzeug, das dem Gemeindearbeiter Dienste leisten soll, zu verkaufen und ein anderes Gefährt zu erwerben.
Rückblick: Im Dezember 2019 hatte der Rat die Anschaffung des Dumpers beschlossen – bei neun Ja-Stimmen und viermal Nein. Während Ortsbürgermeister Mike Pfeifer damals wie jetzt von einem „günstigen Schnapper“ sprach und Beigeordneter Volker Bender die Anschaffung eingefädelt hatte, gab es eben auch Kritik.

Das war auch jetzt nicht anders: Vier Ratsmitglieder machten sich für einen Verkauf stark. Jochen Stinner führte ins Feld, dass der Dumper überhaupt noch nicht eingesetzt worden sei, weil er noch nicht „fertig“ sei. Er schloss: „Wenn das Fahrzeug dringend gebraucht würde, hätten wir ja in den letzten eineinhalb Jahren einen Ersatz mieten müssen.“ Er habe sich für diesen hypothetischen Fall nach den Kosten erkundigt: 83 000 Euro.

Aus Zeitgründen nicht geschafft

Volker Bender fühlte sich auf die Füße getreten: Ja, er habe zugesagt, dem Dumper einsatzfähig zu machen. Es sei eben ein Scheunenfund gewesen. Das habe er aus Zeitgründen bislang nicht komplett geschafft, aber im August werde es soweit sein. Jochen Stinner wollte seinen Vorschlag bewusst nicht als persönlichen Angriff verstanden wissen, meinte aber auch, dass die Gemeinde ein solches Gerät nicht über eine so lange Zeit einfach herumstehen lassen könne. Dann hätte man eben eine Fachwerkstatt hinzuziehen müssen.

Rupert Heukäufer wollte – wie schon vor 18 Monaten – wissen, ob der Dumper voll zu versichern und ob dessen Einsatz rechtlich unbedenklich sei. Ortsbürgermeister und Beigeordneter bejahten dies erneut. Stefan Stinner machte einen Vorschlag zur Güte: Das Fahrzeug im August erst einmal in den Einsatz schicken und Erfahrungen sammeln. Sollte es sich als nicht nützlich erweisen, könne man es immer noch zu Geld machen.

Dennoch: Es blieb etwas kleben. Kurz vor Schluss der Sitzung, als es um einen etwaigen Wartungvertrag für die Maschinen und Geräte der Ortsgemeinde ging, hing Volker Bender seine „Spezialaufgabe“ an den Nagel. Bisher habe er stets kleinere Geräte wie etwa Motorsägen repariert. Das werde er nach der Sache mit dem Dumper nun nicht mehr tun: „Die gehen jetzt alle in den Service.“ Für die Zeit, die er in den vergangenen zehn Jahren für diese Arbeiten aufgebracht habe, hätte eine Fachwerkstatt rund 8500 Euro genommen. „Da wollen wir mal sehen, was wir jetzt sparen“, so Bender.

Aufsitzmäher für den Sportplatz

Sparen ist auch anderer Stelle ein aktuelles Thema: Will der Gemeinderat die Verwaltung nicht gleich wieder mit einem Nachtragshaushalt behelligen – der Etat war erst vor Kurzem verabschiedet worden –, muss man in Grünebach den Gürtel enger schnallen. Denn 4149 Euro und 53 Cent werden nun für einen neuen Aufsitzrasenmäher fällig. Das alte Modell, mit dem der Sportplatz gepflegt wurde, hat einen Motorschaden erlitten. „Das kann keiner voraussehen“, so der Ortsbürgermeister.

Bislang hatte sich die Gemeinde hier stets mit gebrauchten Geräten über Wasser gehalten, zuletzt 2015 eben den Mäher gekauft, der nun das Zeitliche gesegnet hat. Die neue Maschine, deren Anschaffung alle Ratsmitglieder zustimmten, ist ein Vorführmodell und bereits vor Ort getestet „und für gut befunden worden“, so Pfeifer. Was ebenfalls für den Kauf sprach: Der Händler nehme sogar den Motorschadenmäher in Zahlung.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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