Kreistag kommt in den Arbeitsmodus
Neues Kapitel aufgeschlagen

Der neue Landrat Dr. Peter Enders (r.) stellte sich mit seinen Stellvertretern nach deren Wahl zum Pressefoto auf. Zu sehen sind (v. l.) <jleftright>1. Kreisbeigeordneter Tobias Gerhardus (CDU) und die weiteren Beigeordneten Gerd Dittmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Klaus Schneider (SPD).  Fotos: goeb</jleftright>
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  • Der neue Landrat Dr. Peter Enders (r.) stellte sich mit seinen Stellvertretern nach deren Wahl zum Pressefoto auf. Zu sehen sind (v. l.) <jleftright>1. Kreisbeigeordneter Tobias Gerhardus (CDU) und die weiteren Beigeordneten Gerd Dittmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Klaus Schneider (SPD). Fotos: goeb</jleftright>
  • hochgeladen von Dr. Andreas Goebel (Redakteur)

goeb Altenkirchen. Alles neu macht bekanntlich der Mai, und obwohl jetzt schon September ist, gehen die wahrnehmbaren „Umbrüche“ im Kreistag auf die Kommunalwahlergebnisse vom 26. Mai zurück. Am Montag musste sich das Gremium – bestehend aus sieben (!) Fraktionen – durch einen Marathon aus Formalien arbeiten. Die Besetzung von zwei Dutzend Fachausschüssen und Gremien mussten die neuen und alten Kreistagsmitglieder regeln. Nur gut, dass sich die Parteien, inklusive der neu hinzugetretenen AfD, vorab auf die Besetzung geeinigt hatten, so konnte öffentlich und „en bloc“ abgestimmt werden.

Begonnen hatte man im Wilhelm-Boden-Saal mit einer musikalisch begleiteten Andacht, ehe Dr. Enders um 14 Uhr den offiziellen Part eröffnete. 14 Uhr, das sei an dieser Stelle angemerkt, ist für eine Kreistagssitzung arg früh. Vielleicht lag es daran, dass die Reihen nicht gefüllt waren, wie sich schon bald bei der in geheimer Wahl vorgenommenen Beigeordnetenwahl herausstellte. Nur 40 anstatt der insgesamt 46 Mitglieder schritten jeweils in den Nachbarsaal, um in der Kabine ihr Kreuzchen zu machen. Enders hatte zuvor den Modus erklärt.

Die stärkste Fraktion, also die CDU, stellt den 1. Beigeordneten, gefolgt von der zweitstärksten (SPD) und der dritten Kraft (Bündnisgrüne). Die Fraktionen schlugen dann die Kandidaten vor: Tobias Gerhardus (CDU), Klaus Schneider (SPD) und Gerd Dittmann (Bündnisgrüne).

Einzig Klaus Schneider setzte nach dem Wahlgang seine Aufgabe als Ehrenbeamter fort und bekam vom Landrat „nur“ eine Ernennungsurkunde ausgehändigt. Gerhardus und Dittmann als „Frischlinge“ wurden vom Landrat auch vereidigt.

Doch zuvor hatten die 40 anwesenden Kreistagsmitglieder im August-Sander-Zimmer ihre Pflicht zu erfüllen. Die Verwaltung rief die Kommunalpolitiker in alphabetischer Reihenfolge auf, angefangen bei Sabine Bätzing-Lichtenthäler bis hin zu Jessica Weller als letzte im Alphabet.

Das ging recht entspannt zu. Als Bernd Becker (SPD) und Claus Behner (CDU) einträchtig durch den Mittelgang schritten, meinte Becker süffisant: „Dass wir zwei mal einen gemeinsamen Weg gehen, davon hätte ich nicht zu träumen gewagt.“ Ebenfalls für Heiterkeit sorgte die versehentliche Anrede von Daadens Stadtbürgermeister Walter Strunk als „Frau Strunk“ (nicht zuletzt bei ihm selbst).

Bestes Ergebnis, wenn man so will, fuhr Klaus Schneider ein, der 38 Ja-Stimmen verbuchen konnte (2 Nein-). Tobias Gerhardus erhielt 37 Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen. Der Grüne Dittmann kam auf 32 Ja-Stimmen. Eine Stimme war bei ihm ungültig, sieben hatten ihr Kreuz im Nein-Kästchen gemacht.

Damit ist die Landratsvertretung komplett. Auch über die Aufteilung der Geschäftsbereiche herrschte längst Klarheit. Die neue Regelung sieht wie folgt aus. Der Landrat verantwortet Geschäftsbereich 1 (Abteilungen 1,3,4 und das Referat 62, Landratsbüro, Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung, Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamt.)

Tobias Gerhardus ist verantwortlich für Geschäftsbereich 2 (Westerwaldbahn und Abt. 6). Klaus Schneider ist für Geschäftsbereich 3 zuständig (Jugend/Familie), und Gerd Dittmann schließlich fällt der Geschäftsbereich 4 zu (Bau und Umwelt/Naturschutz).

Doch wo neue Kapitel aufgeschlagen werden, enden auch „Erzählungen“. Feierlich verabschiedet wurde 1. Kreisbeigeordneter Konrad Schwan, der gleichzeitig sein 50. Dienstjubiläum feierte, sowie Beigeordneter Günter Knautz, der dem Kreistag als FWG-Mitglied erhalten bleibt (weiterer Bericht folgt.)

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

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