»Never change a winning Kalender«

Der 17. Jahrgang des SPD-Kalenders »Heimat im Wandel der Zeit« hält wieder Schätze bereit

Betzdorf. »Never change a winning Kalender«, heißt es in Abwandlung eines geflügelten Wortes aus dem Sport. Ernst-Helmut Zöllner griff es gern auf. Die 1000 Kalender, die die SPD der Verbandsgemeinde Betzdorf in jedem Jahr auflegt, sind begehrt und daher schnell vergriffen. Ab sofort ist der neue Bildkalender für das Jahr 2002 mit vielen interessanten historischen Aufnahmen wieder zu haben, und zwar bei allen SPD-Ratsmitgliedern, im SPD-Bürgerbüro, im Weltladen Betzdorf, in den Betzdorfer Buchhandlungen sowie am Freitagmorgen auf dem Markt. Der seit drei Jahren konstante Preis von 15 DM, so war am Mittwoch auf einer Pressekonferenz der SPD zu erfahren, konnte noch einmal gehalten werden.

Collage verrätselt

Die 17. Ausgabe des Kalenders »Heimat im Wandel der Zeit« setzt wie seine Vorgänger auf bewährte Themen wie Fußballmannschaften, Chöre, Schulklassen und Kinder, er wagt sich aber auch in neue Felder vor. Die Konzeption erläuterten jetzt Ernst-Helmut Zöllner (Redaktion/Layout), Dr. Matthias Krell und Erwin Rickert, der wieder für die (verrätselte) Collage des Titelblattes verantwortlich zeichnet.

Schon auf dem Titel sticht das Ornament einer alten Grußkarte aus Scheuerfeld hervor, und wie es der Zufall wollte, fanden sich vor der Pressekonferenz in einem Scheuerfelder Lokal auch die ersten beiden Käufer des in dunklem Gelb gehaltenen Heimatkalenders: Scheuerfelds Ortsbürgermeister Klaus Arend und sein Vorgänger Franz Karst.

Die hervorragende Resonanz, die der Kalender finde, sagte Ernst-Helmut Zöllner, spiegele sich auch in der Zahl der Mitwirkenden wider: Insgesamt 22 Personen steuerten Material zur Bilderauswahl bei. Das ist Rekord. Insgesamt gingen unter der Regie von Ernst-Helmut Zöllner 52 Fotos in »2002er« ein – sechs Bildpostkarten nutzte der Künstler Erwin Rickert als Material für die Titelcollage »Amt Betzdorf in den 20er Jahren«.

»Klein-Venedig«

Die Bildpostkarten aus der Sammlung Zöllner zeigen Motive aus allen Orten der Verbandsgemeinde, die zum Teil auch etwas älter als 1920 sind (nur eine Aufnahme stammt aus den 40er Jahren). Ehemalige Gaststätten, schmucke Ortsansichten wie »Klein-Venedig«, auffallend schöne Häuser (Fachwerk in Alsdorf, Villa Krupp in Betzdorf), aber auch Personen aus Grünebach um 1915 vor ihrem Fachwerkhaus und ein offener Wagen fügen sich zu einem interessanten Reigen aus Impressionen.

Adlerblick auf die Innenstadt

Die jüngere Vergangenheit streift das Vorblatt – eine Erinnerung an die Verbandsgemeinde vor 30 Jahren. Die drei Luftaufnahmen, ca. 1970, porträtieren Wallmenroth, Bruche und die Stadtmitte Betzdorfs. Insbesondere der Adlerblick auf die Betzdorfer Innenstadt verdeutlicht, wie sehr sich die Sieg-Heller-Anrainerin in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

Erst die bewährte, wenn auch nicht ganz billige Spiralheftung macht den Kalender zu einem perfekten Sammelobjekt mit der Möglichkeit, sich die Aufnahmen abgelaufener Monate je nach Gusto noch einmal zu Gemüte zu führen. Alte und neuere Aufnahmen Betzdorfer Ratsmitglieder etwa präsentiert der Januar. Ein kleiner Hinweis: Der bebrillte Herr auf einem der Fotos ist nicht Erich Honecker!

Junge Karnevalisten

Beim Thema Karneval kann Betzdorf Scheuerfeld nicht das Wasser reichen, doch Bilddokumente belegen, dass auch in Betzdorf in früheren Jahren recht ausgelassen gefeiert worden ist. Auf dem Foto »Junge Karnevalisten in der unteren Wilhelmstraße um 1969« ist »Prinz Werner Neuhaus« klar zu erkennen.

Umringt von Kindern zeigt sich der bayerische Soldat »Sepp« (1940): Er soll nicht der einzige gewesen sein, der im Raum Betzdorf geblieben ist. Ein Streifzug durch die Monatsblätter zeigt außerdem ein Foto der Gründerinnen des Frauenchores im MGV Frohsinn Betzdorf-Bruche (Juni), mehrere Bilddokumente des Gesellenvereins/Kolpingsfamilie Betzdorf (Juli), und Impressionen über Festzüge, z.B. einen entlang des legendären Cafés Steinwascher Anfang der 50er Jahre (Frühschoppenauszug beim Schützenfest).

Das letzte Quartal des Jahres 2002 hält noch die Themen Kolonie Bahnhof/Kölner Straße sowie »Handel und Gewerbe früher« bereit, ehe das Bildwerk mit einer Aufnahme der verschneiten Marienkirche in Dauersberg schließt.

Mehr als 1000 Fotos haben in den 17 Jahrgängen Eingang in die SPD-Kalender gefunden. Viele Kalender treten sogar die Reise in Länder ferner Kontinente zu »exilierten« Betzdorfern an. So langsam wäre es an der Zeit, eine Gesamtschau der kleinen Kunstwerke ins Auge zu fassen. Ernst-Helmut Zöllner hat auch schon eine Idee: »Vielleicht böte sich der Rathaus-Neubau als Ort dafür an.«

goeb

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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