Pfarrfest von nächtlicher Randale überschattet

Reich war die aufgefahrene Kuchentafel, die Obstböden und Torten in großer Vielfalt bot.  Foto: rai

rai Bruche. Eine böse Überraschung erlebten gestern am frühen Morgen die Organisatoren des Pfarrfestes in Bruche: Unbekannte hatten in der Nacht auf dem Kirchhof gewütet und Bänke und Tische umgeschmissen und mehrere Stapel mit Stühlen vom Kirchportal aus auf den Platz geworfen. Gläser, in denen abends noch Kerzen für Atmosphäre gesorgt hatten, lagen zersplittert auf dem Boden, berichtete Küster Martin Wäschenbach. Das bedeutete für die Hauruck-Gruppe, die sich immer maßgeblich um den Auf- und Abbau beim Pfarrfest kümmert, sowie weitere Helfer viel zusätzliche Arbeit. Denn schließlich musste das Chaos schnell beseitigt werden, erwartete man nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Georg Koch ja auch wieder Gäste auf dem Fest.

Es wird vermutet, dass es sich bei den Randalierern um eine auswärtige Gruppe Jugendlicher handeln könnte. Nach SZ-Informationen soll es in der Nacht auch zu Beschädigungen an Fahrzeugen in Bruche gekommen sein. Die Polizei war im Einsatz. Der Pfarrgemeinderat Bruche hat wegen der Randale auf dem Kirchhof Anzeige erstattet.

Bei strahlendem Sonnenschein war das Pfarrfest am Samstagnachmittag eröffnet worden. Der junge Chor Bruche sang, die Vorabendmesse zelebrierte Pfarrer Koch, und abends übernahmen die Valentins-Musiker. Bis in die Nacht hinein wurde in friedlicher Atmosphäre gefeiert – irgendwann in der Nacht, als Festbesucher und Helfer schon gegangen waren, kam es dann zu dem Vandalismus.

Dankbar zeigte sich der Pfarrgemeinderat um Vorsitzende Elisabeth Neuhaus über das spontane Einspringen der Jagdhornbläsergruppe, die den Gottesdienst am Sonntag mit der Hubertusmesse gestaltete. Erstmals spielten die Musiker dann auf dem Pfarrfest in Bruche. Mit dem einen oder anderen Regenschauern zeigte sich das Wetter dann jedoch eher durchwachsen. In solchen Fällen ist man in Bruche aber komfortabel ausgestattet: Neben Überdachungen auf dem Kirchhof bietet das Pfarrheim Schutz vor Wind und Wetter.

Mit von der Partie waren wieder Vietnamesen, die landestypische Speisen anboten. Die Gruppe ist stets dabei, können sie doch die Brucher Kirche für Gottesdienste in ihrer Landessprache nutzen. Alle kirchlichen Gruppierungen legten sich wieder für das Pfarrheim ins Zeug, das vor 15 Jahren eingeweiht worden war. Ein Teil des Erlöses ist für den Abtrag der Finanzierung bestimmt. Es gibt ferner ein langfristiges Projekt an der Kirche: Das kunstvoll gestaltete Lichtband soll saniert werden und zugleich eine Isolierverglasung erhalten. Hier schätzt man die Kosten auf rund 150 000 Euro. „Ein Sparstrumpf für das Vorhaben wurde bereits angelegt“, teilte Elisabeth Neuhaus mit.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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