Auf 7000 Quadratmetern Fläche
Photovoltaik-Anlage bei Grünebach wird gebaut

Die Sonne meinte es auch am Donnerstag gut: In der Abgrenzung der Böschung (links) und der Hütte (rechts, hinten) soll eine Photovoltaikanlage entstehen.
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  • Foto: rai
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

rai Grünebach. Die Sonne meinte es jetzt gut, konnte aber nichts ausrichten. Gerne hätte Ortsbürgermeister Mike Pfeifer es nämlich gesehen, wie die Sonnenstrahlen die Solarmodule der geplanten Photovoltaikanlage gestreichelt und mit ihrer Energie Strom erzeugt hätten. Die geplante Anlage steht jedoch noch nicht. „Ich hätte mir mehr Pragmatismus von einigen Stellen gewünscht, dann wäre die Anlage schon in Betrieb und wir würden Strom produzieren“, so Pfeifer im Rahmen der Videokonferenz des Ortsgemeinderates.

Wann die ersten Sonnenstrahlen auf die Module treffen werden, ist noch offen – aber: „Wir wollen so schnell wie möglich weiterkommen und streben danach, zeitnah etwas zu erreichen“, betonte Pfeifer. Er sieht das Vorhaben als „vernünftige Nachnutzung der Fläche“ und ist vom Projekt „erneuerbare Energien“ überzeugt.

7000 Quadratmeter Fläche

Bei der Kleinanlage habe der Investor Zeitdruck, sagte Pfeifer zum Stichwort „Einspeisevergütung“. Beim Baugenehmigungsverfahren habe man sich immer eng mit der Kreisverwaltung abgestimmt.
Wie die Siegener Zeitung bereits berichtete, soll auf der Fläche flussabwärts hinter Grünebach eine Photovoltaikanlage entstehen. Auf der Aufschüttung war einst ein Entsorgungsunternehmen angesiedelt gewesen, zuletzt eine Spedition. Grünebach möchte den brachliegenden Grund erwerben, damit dort künftig aus Sonnenenergie mit einer 750-kW-Peak-Anlage Strom wird. Planer auf den rund 7000 Quadratmetern ist „Sunance“ aus Remagen.

Die Anlage will dann die Max-Wäll- Energiegenossenschaft übernehmen, die Kommune die Fläche verpachten. So weit so gut, aber: offensichtlich gab es unterschiedliche Ansichten, ob die Fläche im Innenbereich liegt, wie es die Gemeinde sieht, oder im Außenbereich, was Ansicht der Kreisverwaltung ist. Auf deren Empfehlung stelle man einen Bebauungsplan „Sondergebiet Photovoltaikanlage Grünebacher Hütte“ auf, berichtete Pfeifer, das sei aber ein längeres Prozedere.

Anlage im Dezember beschlossen

Rückblick: Im Dezember wurde der Aufstellungsbeschluss gefasst und eine frühzeitige öffentliche Beteiligung eingeleitet. Das Gremium musste nun die Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange abwägen. 24 seien eingegangen, so Bauamtsleiter Martin Schäfer. Laut dem von der Kreisverwaltung geforderten Umweltbericht mit 50 Seiten sei am Standort eine Photovoltaikanlage zu vertreten. Natura-2000- und Vogelschutzgebiete seien nicht beeinträchtigt. Die Fläche, auf der die Pfosten für die Solarmodule in den Boden gerammt werden, soll als Rohbodenfläche gestaltet werden. Entlang der Böschung in Richtung Grünebach soll ein Grünstreifen entstehen. Für einen vorzeitigen Bebauungsplan sehe die Kreisverwaltung keine dringenden Gründe, teilte Schäfer mit.

Das Sondergebiet soll erst vollständig und parallel zum Bebauungsplan in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden. Die brachliegende Gewerbefläche sei von der Kommune nie aufgegeben worden, betonte er. Der Verbandsgemeinderat habe die Änderung des Flächennutzungsplans eingeleitet. „Wir machen es so, wie es die Kreisverwaltung will, auch wenn man es meiner Meinung nach hätte anders machen können.“ Der Rat billigte einstimmig den Entwurf des Bebauungsplanes mit den Änderungen. Nach der nun anstehenden Offenlegung könne die Baugenehmigung erteilt werden – wenn denn der Flächennutzungsplan den Zustand erreicht hat, den die Kreisverwaltung fordert, so der Bauamtsleiter.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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