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Politisch denken

SZ-Redakteur Thorsten Stahl.
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Vor vielen, vielen Jahren war der frühere Kirchener Bürgermeister Wolfgang Müller einmal so frustriert, dass er sich für die Verbandsgemeinde einen großen Zaun und das Schild „Bitte nicht füttern!“ wünschte. Anlass waren die zunehmenden Restriktionen, die jede Weiterentwicklung der Kommunen schier unmöglich machten. Im Zentrum der Müller‘schen Kritik standen überregionale Planungsbehörden und das Land – nicht die Kreisverwaltung. Ob das heute immer noch so wäre, muss bezweifelt werden. Denn immer mehr Kommunalpolitiker und Investoren haben seit geraumer Zeit den Eindruck, dass in Altenkirchen mehr verhindert als genehmigt wird. Und leider reiht sich nun auch die „Alm“ in diese Perlenkette ein.
Keine Frage: Fachlich und sachlich ist alles einmal mehr höchst korrekt verlaufen.

Vor vielen, vielen Jahren war der frühere Kirchener Bürgermeister Wolfgang Müller einmal so frustriert, dass er sich für die Verbandsgemeinde einen großen Zaun und das Schild „Bitte nicht füttern!“ wünschte. Anlass waren die zunehmenden Restriktionen, die jede Weiterentwicklung der Kommunen schier unmöglich machten. Im Zentrum der Müller‘schen Kritik standen überregionale Planungsbehörden und das Land – nicht die Kreisverwaltung. Ob das heute immer noch so wäre, muss bezweifelt werden. Denn immer mehr Kommunalpolitiker und Investoren haben seit geraumer Zeit den Eindruck, dass in Altenkirchen mehr verhindert als genehmigt wird. Und leider reiht sich nun auch die „Alm“ in diese Perlenkette ein.
Keine Frage: Fachlich und sachlich ist alles einmal mehr höchst korrekt verlaufen. Doch gibt es neben der rein formalen auch noch die politische Ebene. Dazu gehören das Bauchgefühl, viel mehr noch ein sicherer Instinkt dafür, welche Bedeutung das betreffende Projekt vor Ort hat und wie groß das öffentliche Interesse daran ist. Und dann – vor jedem Ablehnungbescheid – muss die alles entscheidende Frage sein: Was können wir tun, damit das Vorhaben trotz der einen oder anderen Hürde doch noch umgesetzt werden kann? Das gilt für Radwege, aber eben auch für die „Alm“. An deren Beispiel zeigt sich, dass der Kreis seinen eigenen Ansprüchen oftmals selbst im Weg steht, was in diesem Fall der Tourismus ist. Das ganz große Fass, dass die Generationen unterhalb der Rollator-Fraktion im AK-Land ohnehin einen schweren Stand haben, soll an dieser Stelle erst gar nicht aufgemacht werden. Daher: Die politische „Denke“ abseits von Paragrafen muss in der Kreisverwaltung schnellstmöglich wieder Oberhand gewinnen, da ist auch Landrat Dr. Peter Enders persönlich gefordert.

t.stahl@siegener-zeitung.de

Kreis Altenkirchen lehnt Bauantrag für Container-Gastronomie ab

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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