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Zahl der tödlich Verunglückten steigt auf sechs
Polizeistatistik: 2019 deutlich weniger Unfälle

Anfang September mussten die Rettungskräfte zwischen Alsdorf und Schutzbach zu diesem Unfall ausrücken. Auch dieses Ereignis hielt Einzug in die statistische Auswertung der Polizeidirektion Neuwied. Foto: SZ-Archiv
  • Anfang September mussten die Rettungskräfte zwischen Alsdorf und Schutzbach zu diesem Unfall ausrücken. Auch dieses Ereignis hielt Einzug in die statistische Auswertung der Polizeidirektion Neuwied. Foto: SZ-Archiv
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sz/dach Kreis Altenkirchen. Im AK-Land gab es im vergangenen Jahr mit 3768 deutlich weniger Verkehrsunfälle als noch 2018 (4063). Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der Polizeidirektion Neuwied hervor, zu deren „Beritt“ auch der Kreis Altenkirchen gehört. Allerdings stieg demnach die Zahl der tödlich Verunglückten im selben Zeitraum von vier auf sechs.

Im Direktionsbereich zwischen Rhein, Sieg, Heller und Wied mit ca. 308 000 Einwohnern ging die Gesamtzahl der Unfälle im Vorjahr (10 122) um 1,5 Prozent zurück. Dabei waren elf Tote zu verzeichnen (2018: neun), darunter vier Motorradfahrer (einer). Auch die Zahl der Schwerverletzten ist zurückgegangen, von 296 auf 233, ebenso die der Verletzen insgesamt, von 1145 auf 1063.

sz/dach Kreis Altenkirchen. Im AK-Land gab es im vergangenen Jahr mit 3768 deutlich weniger Verkehrsunfälle als noch 2018 (4063). Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der Polizeidirektion Neuwied hervor, zu deren „Beritt“ auch der Kreis Altenkirchen gehört. Allerdings stieg demnach die Zahl der tödlich Verunglückten im selben Zeitraum von vier auf sechs.

Im Direktionsbereich zwischen Rhein, Sieg, Heller und Wied mit ca. 308 000 Einwohnern ging die Gesamtzahl der Unfälle im Vorjahr (10 122) um 1,5 Prozent zurück. Dabei waren elf Tote zu verzeichnen (2018: neun), darunter vier Motorradfahrer (einer). Auch die Zahl der Schwerverletzten ist zurückgegangen, von 296 auf 233, ebenso die der Verletzen insgesamt, von 1145 auf 1063. Allerdings spielte Alkohol häufiger ein Rolle, nämlich bei 161 Unfällen (150). Bei Drogen ist der Trend umgekehrt, hier waren es noch 35 (48).

Die Neuwieder schlüsseln die Zahlen nach Dienststellen auf. Für das AK-Land sind das die Inspektionen Betzdorf und Altenkirchen sowie die Wache in Wissen (hinzu kommt ein vernachlässigbar kleiner Bereich im Unterkreis, der zur PI Straßenhaus gehört).

Im Bereich Betzdorf kam es 2019 laut dem Zahlenwerk zu 1949 Unfällen (2018: 2113), rund um Altenkirchen zu 1316 (1394) und in Wissen und den umliegenden Dörfern zu 503 (556).

Im Beritt der PI Betzdorf gab es dabei vier tödlich Verunglückte (2018: null) und bei der PI Altenkirchen zwei (vier), in Wissen derweil keine. Bei den Schwerverletzten sah es so aus: 49 (79) in Betzdorf, 47 (66) in Altenkirchen und sieben (21) in Wissen. Insgesamt wurden im AK-Kreis 2019 bei Verkehrsunfällen vier Kinder schwer verletzt, 34 leicht.

Die Unfallbeteiligung von Senioren (65 Jahre aufwärts) liegt direktionsweit bei 20,7 Prozent, in knapp 63 Prozent dieser Fälle waren die Senioren auch Unfallverursacher.

Ganz ähnlich sieht es bei jungen Fahrern (15 bis 24 Jahre) aus: Bei 23,9 Prozent des Gesamtaufkommens waren sie beteiligt, bei knapp 68 Prozent dieser Fälle auch Verursacher der Unfälle.

Im Detail aufgeschlüsselt sind wiederum die Alkohol- und Drogenunfälle. Im Bereich Betzdorf war 2019 bei einem Unfall mit tödlichem Ausgang Alkohol im Spiel, ebenfalls bei einem Unfall mit einem Schwerverletzten. Vier solcher Fälle sind für die PI Altenkirchen notiert. Hier spielten bei Unfällen mit Schwerverletzten auch einmal Drogen eine Rolle.

In der Gesamtschau stellt die Polizeidirektion Neuwied heraus, dass – nach wie vor – ein zu geringer Sicherheitsabstand die Hauptursache für Verkehrsunfälle sei (33 Prozent). Bei Unfällen mit tödlichem Ausgang (45 Prozent) bzw. mit Schwerverletzten (32 Prozent) ist zu hohes Tempo Ursache Nummer eins – auch wenn sogenannte Geschwindigkeitsunfälle 2019 das Mittel der vergangenen fünf Jahre deutlich unterschritten und einen neuen Tiefstand erreicht haben (1027).

Bei Kontrollen sind im Direktionsgebiet im vergangenen Jahr über knapp eine halbe Million Fahrzeuge gemessen worden, 19 200 Fahrer mussten Sanktionen in Kauf nehmen.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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