Schusswaffeneinsatz in Alsdorf
Polizisten handelten vermutlich in Notwehr

Nach dem eskalierten Familienstreit in Alsdorf besteht gegen einen 22-Jährigen Anfangsverdacht wegen eines Tötungsdeliktes. Symbolbild: Pixabay
  • Nach dem eskalierten Familienstreit in Alsdorf besteht gegen einen 22-Jährigen Anfangsverdacht wegen eines Tötungsdeliktes. Symbolbild: Pixabay
  • hochgeladen von Nadine Buderath (Redakteurin)

sz Alsdorf. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat weitere Einzelheiten zu dem Vorfall am späten Montagabend mitgeteilt, bei dem ein 22-Jähriger durch einen von der Polizei abgegebenen Schuss schwer verletzt wurde. Wie berichtet, war ein Familienstreit komplett eskaliert. Der junge Mann soll gedroht haben, zunächst seine Mutter und dann sich selbst mit einem Messer umzubringen. Daraufhin wählten Familienangehörige den Notruf.

Da sich der 22-Jährige laut Staatsanwaltschaft den eintreffenden Beamten „in bedrohlicher Haltung“ näherte, soll ein bereits im Hausflur befindlicher Polizist zunächst mit einem Taser auf den Beschuldigten geschossen haben. Da der 22-Jährige weiter in Richtung Haustür stürmte, zog sich der Beamte über die Außentreppe des Hauses zurück und „feuerte“ dabei ein zweites Mal mit dem Elektroschocker. Zeitgleich soll eine vor der Haustür stehende Polizeibeamtin mit ihrer Dienstwaffe auf den in Richtung ihres Kollegen laufenden Mann geschossen und ihn im hinteren rechten Hüftbereich getroffen haben. Er wurde schwer verletzt und noch in der Nacht notoperiert.

Dieser Sachverhalt begründet nach Angaben der Ermittler einen Anfangsverdacht gegen den 22-Jährigen wegen Bedrohung von Familienangehörigen und den Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts zum Nachteil des angegriffenen Polizeibeamten. Es bestehe aber auch bei der Polizistin der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts durch die Schussabgabe sowie eine (versuchte) gefährliche Körperverletzung durch den Einsatz des Tasers bei ihrem Kollegen.

„Die Erkenntnisse lassen es derzeit zwar als wahrscheinlich erscheinen, dass die eingesetzten Polizeibeamten in Notwehr bzw. Nothilfe gehandelt haben; dies wird abschließend jedoch erst nach Durchführung förmlicher Ermittlungen beurteilt werden können“, schreibt die Staatsanwaltschaft. Ebenso werde die Frage nach der Schuldfähigkeit des 22-Jährigen erörtert werden müssen.

Polizist schießt auf Angreifer mit Messer
Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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