SZ

Rund 140 Teilnehmer bei Demo
Protestler fühlen sich nicht mitgenommen

Knapp 140 Demonstranten folgten dem Aufruf und liefen, teils mit Grablichtern in Händen, durch die Betzdorfer Innenstadt.
2Bilder
  • Knapp 140 Demonstranten folgten dem Aufruf und liefen, teils mit Grablichtern in Händen, durch die Betzdorfer Innenstadt.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Alexandra Pfeifer

dach Betzdorf. Die Corona-Pandemie im Allgemeinen und speziell die Strategie der Politik rund ums Impfen erhitzt die Gemüter. Am Montagabend fand in Betzdorf zum ersten Mal eine Demonstration in diesem Zusammenhang statt. Rund 140 Teilnehmer, darunter einige Kinder, kamen am Rathaus der Sieg-Heller-Stadt zusammen.
Polizei: Die Demonstration verlief friedlichFrank Hölzemann, Betzdorfer Immobilienunternehmer, war nach eigener Aussage derjenige, der die Demo angemeldet hatte. Dazu passte, dass er per Megafon seine Freude darüber ausdrückte, „dass ihr alle da seid“. Das galt vermutlich auch für die Polizei, die rund 20 Kräfte im Einsatz hatte, sowohl in Uniform als auch in Zivil. Um es vorwegzunehmen: Es blieb friedlich, kam zu keinerlei Zwischenfällen.

dach Betzdorf. Die Corona-Pandemie im Allgemeinen und speziell die Strategie der Politik rund ums Impfen erhitzt die Gemüter. Am Montagabend fand in Betzdorf zum ersten Mal eine Demonstration in diesem Zusammenhang statt. Rund 140 Teilnehmer, darunter einige Kinder, kamen am Rathaus der Sieg-Heller-Stadt zusammen.

Polizei: Die Demonstration verlief friedlich

Frank Hölzemann, Betzdorfer Immobilienunternehmer, war nach eigener Aussage derjenige, der die Demo angemeldet hatte. Dazu passte, dass er per Megafon seine Freude darüber ausdrückte, „dass ihr alle da seid“. Das galt vermutlich auch für die Polizei, die rund 20 Kräfte im Einsatz hatte, sowohl in Uniform als auch in Zivil. Um es vorwegzunehmen: Es blieb friedlich, kam zu keinerlei Zwischenfällen. Nachdem Hölzemann auf den Mindestabstand von 1,50 Meter aufmerksam gemacht hatte (um auf Masken verzichten zu können), setzte sich der Tross in Bewegung. Über die Bahnhofstraße ging es in Richtung Expert Klein, ein kurzes Stückchen an der Wilhelmstraße entlang über die Fußgängerbrücke zum Busbahnhof. Von dort führte die Route an S-Forum, Amtsgericht und Polizei vorbei über die Hindenburgbrücke und die Hellerstraße wieder zum Ausgangsort. Dabei lief „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen über einen Lautsprecher quasi in Dauerschleife. Plakate wurden indes nur ganz vereinzelt hochgehalten. Auf einem zu lesen: „Impfen ist wie gendern – sinnlos.“

Macht endlich Schluss
mit diesem Paniktheater!
Frank Hölzemann
Redner bei der Demo

Vor dem Rathaus, wo mehrere Dutzende Grablichter abgestellt wurden, richtete Hölzemann dann das Wort an die Teilnehmer. Er sei „unpolitisch wie die meisten“, befolge seit zwei Jahren die Anweisung rund um die Corona-Pandemie, „privat wie beruflich“, zunächst respektvoll, später eher irritiert. Nur sei die Sinn- und Hilflosigkeit vieler Maßnahmen immer offensichtlicher geworden, die Impfung werde als einzige Lösung propagiert.

Frank Hölzemann hatte die Demo angemeldet – und eine Rede vorbereitet.
  • Frank Hölzemann hatte die Demo angemeldet – und eine Rede vorbereitet.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Alexandra Pfeifer

Ausgrenzung von Impfgegnern

Damit einhergehe Ausgrenzung, Schuldzuweisungen und Diffamierung derer, die sich gegen eine Impfung entscheiden. Für Hölzemann „der absolut falsche Weg“. Viele hätten sich nur aus existenziellen Gründen oder aus Angst impfen lassen. „Die Politik hat es von vorneherein nicht geschafft, die Menschen zu überzeugen, mitzunehmen.“ Man wolle fair und menschlich behandelt werden. Und in Richtung der Politik meinte Hölzemann: „Macht endlich Schluss mit diesem Paniktheater!“
Darauf hob auch eine Frau ab, die danach ans Megafon trat, nach eigenen Angaben Krankenschwester. Sie legte allerhand Zahlen vor. Unter anderem: Über 99 Prozent aller AK’ler seien akut nicht infiziert. Daraus resultiert für sie die Frage: „Warum muss mein Sohn bei diesen Zahlen im Unterricht Maske tragen?“ Mit Blick auf Bremen, wo im Deutschlandvergleich die höchste Inzidenz bei der gleichzeitig höchsten Impfquote herrsche, fragte sie, unter Applaus: „Warum soll ich mich da impfen lassen? [...] Ich möchte frei entscheiden können.“

Mit den Demonstrationen im AK-Oberkreis geht es indes weiter: Für kommenden Samstag, 18 Uhr, ist erneut eine Veranstaltung in Kirchen angemeldet.

Knapp 140 Demonstranten folgten dem Aufruf und liefen, teils mit Grablichtern in Händen, durch die Betzdorfer Innenstadt.
Frank Hölzemann hatte die Demo angemeldet – und eine Rede vorbereitet.
Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

9 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
2 Bilder

Neues Angebot auf 57immo.de
Jetzt Immobilie von Experten bewerten lassen

Gründe für eine Immobilienbewertung gibt es viele: Sie kann erforderlich sein für den Kauf oder Verkauf eines Hauses, beim Schließen eines Ehevertrages oder auch beim Verschenken des Eigentums an die Kinder. Allgemein gilt: Wer den Wert seiner Immobilie kennt, hat in vielen Situationen einen Vorteil. Mit der Immobilienbewertung der Vorländer Mediengruppe bekommen Haus- und Wohnungsbesitzer nun ein passendes Werkzeug zur schnellen und zuverlässigen Einschätzung des Wertniveaus an die Hand – und...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.